Alles Gute, Nana Mouskouri!

Alles Gute, Nana Mouskouri! © Hartmut Holtmann / Schlager.de

Die Griechen, eine Nation, die uns nicht nur kulinarische Köstlichkeiten und Götter näherbrachte, sondern auch eine Legende, die heute ihren 83. Geburtstag feiert. Nana Mouskouri, so heißt die gebürtige Kreterin, schaffte ihren Durchbruch im deutschsprachigen Raum mit ihrem Schlager „Weiße Rosen aus Athen“ im Jahre 1961. Schlager.de nimmt Euch mit auf eine kleine Reise durch ihr bisheriges Leben.

 

Ihre Anfänge

Schon im Alter von 15 Jahren begann sie am Hellenischen Konservatorium in Athen klassischen Gesang, Klavier und Harmonielehre zu studieren. Parallel zum Studium, welches übrigens ganze acht Jahre dauerte, begann Nana sich für Jazz zu interessieren. Es folgten erste Auftritte, auf welchen sie Songs von ihren Vorbildern Ella Fitzgerald oder Frank Sinatra präsentierte. Ihre Vorliebe zum Jazz passte dem Konservatorium jedoch überhaupt nicht und so verließ sie dieses das  ohne Abschluss.

Doch für Mouskouri geht es weiter. Sie verfolgte weiter ihren Weg als Sängerin und wurde im Jahre 1958 Mitglied eines Quartetts, das Jazz in kleinen Clubs in Athen spielte. Kurz darauf machte sie Bekanntschaft mit dem Komponisten Manos Hadjidakis. Seine Lieder waren es, die ihr den großen Durchbruch als Sängerin ermöglichten. Es folgten erste Singles in Griechenland. Es sollten mehr als 1550 (!) Titel folgen, die in diversen Sprachen veröffentlicht wurden: Griechisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch, aber auch Titel auf Niederländisch, Portugiesisch, Japanisch, Russisch, Wallonisch und Hebräisch.

Ihr Durchbruch und die „weißen Rosen“

Neben ihrer unverwechselbaren Stimme waren ihre markanten schwarzen Haare und ihre rechteckige schwarze Brille ihr Markenzeichen. In einem Interview behauptete sie mal, sie würde über einhundert verschiedene Modelle besitzen. Im Oktober 1959 gewann sie mit ihrem Titel „Irgendwo existiert Liebe“ in griechischer Sprache das „Festival de la Chanson Héllenique“. Weitere Erfolge reihten sich ein. Mouskouri gewann alles, was zu gewinnen war.

1961 veröffentlichte sie in zahlreichen Sprachen ihren Hit „Weiße Rosen aus Athen“, ihren Wohl berühmtesten Titel aller Zeiten, der noch heute weltweit bekannt ist. Ursprünglich hatte der Inhalt des Lieds überhaupt garnichts mit Rosen zu tun, als sie den Titel in Manos Hadzidakis Film „Traumland der Sehnsucht“ präsentierte. Für die Franzosen jedoch ging die musikalische Reise nicht in die griechische Hauptstadt, sondern nach Korfu. In Deutschland verkaufte sich das Lied in den ersten sechs Monaten mehr als 1,5 Millionen mal. Verkaufszahlen, von den Künstler heutzutage meist nur träumen können. 1962 erhielt sie dafür eine Goldene Schallplatte.

Noch im selben Jahr der goldenen Schallplatte, lud Quincy Jones sie zu Tonaufnahmen in die USA ein. Es folgten erfolgreiche Wiederveröffentlichungen und eine Tournee mit Harry Belafonte. Auch nahm sie im Jahre 1963 beim Eurovision Song Contest für Luxemburg teil. Sie belegte jedoch nur den achten Platz.

Eine einmalige Chance

Wir könnten noch viel mehr über die Karriere der Griechin erzählen, jedoch würde dies den Rahmen sprengen und wir müssten vermutlich ein ganzes Buch verfassen. Stattdessen möchten wir Nana aufs herzlichste gratulieren und dabei auf eine einmalige Veranstaltung hinweisen, denn am Sonntag, den 04. Februar 2018, gibt Nana Mouskouri ein exklusives Konzert in der Philharmonie in Luxemburg. Die streng limitierten Restkarten für das Goldkelchen von Kreta gibt es hier.

Thorge Schramm

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