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Udo Jürgens mit besonderer Hommage geehrt

Udo Jürgens mit besonderer Hommage geehrt © Frank Oppitz

Für das Piano wurde Petra Riesenweber angeheuert. Petra bekam wegen ihrer unglaublich langen Beine einen eigenen Hocker. Die Pianistin ist bekennender BVB-Fan – und Bayern-Fans müssen bei ihr gaaanz stark sein, („München ist Ausland“); erst recht, wenn sie ihr Gedicht von dem, was die „Fülle hält“ vorträgt. Man verzeiht es ihr, weil sie sowohl die Pianopassagen sehr gut beherrscht als auch gerade so spezielle Sounds wie das Cembalo in „Immer wieder geht die Sonne auf“. Sehr schön waren auch ihre Einlagen bei „Der Mann ist das Problem“ und „Eine Hand ist keine Faust“ – lediglich die Flöten-Sounds beim „Griechischen Wein“ waren gewöhnungsbedürftig, zumal Cathrin ja Naturflöte spielte.

An der Bassgitarre brillierte Bettina Hagemann. Mit ihrem Bass setzte sie immer „ein Pfund“ drunter – großartig z. B. der typische Basslauf zum Schluss von „Mit 66 Jahren“. Interessant auch eine (zumindest „gefühlte“ interessante Taktschwerpunktverschiebung bei „I Can I Will“). Eine echte Bass-Herausforderung ist auch „Eine Hand ist keine Faust“ – souverän gemeistert. Wunderschön war auch ihr Violinspiel bei Udos Spätwerk „Zehn nach Elf“.

Cathrin Groth wurde mit ihren Instrumenten Flöte und Saxofon vorgestellt. Dabei hat sie noch viel mehr drauf – gleich mehrere Stücke („Der Teufel hat den Schnaps gemacht“, „Ich war noch niemals in New York“) unterstützte sie mit der guten alten Melodica und sang gemeinsam mit Inga Strothmüller wirklich sehr schön die 2. Stimmen. Etwa bei „Bleib doch bis zum Frühstück“ sang sie zunächst auf den Punkt die Begleitstimme, um den Song mit einem tollen Saxofonsolo abzurunden. Das gleiche gilt für das Stück „Der ganz normale Wahnsinn“. Besonders bemerkenswert ist ihr Sax-Solo in „Eine Hand ist keine Faust“ (ja, auch diese Perle aus Udos Schaffen hat man ins Programm genommen).

Inga Strothmüller ist auch im „echten Leben“ die Tochter von „Udo“ Rudi Strothmüller. Auffällig wurde die sehr attraktive Tochter Rudis, die nebenbei auch die Chefin des Hansa Theaters ist, erstmals mit ihrer zweiten für das Stück so charakteristischen Stimme bei „Immer wieder geht die Sonne auf“ – sensationell! Es ist vielleicht unfair, Jennys Gesang mit dem Ingas zu vergleichen – Inga ist ganz offensichtlich ausgebildete Sängerin – großartig. Das „Ich will – ich kann“-Duett hat sie allerdings derart exzellent gemeistert, dass sie durchaus in Pepe Lienhards Orchester gepasst hätte, das war wirklich extrem beeindruckend (diese Aussage habe ich mir übrigens von einigen Udofans bestätigen lassen – allein dafür lohnt sich der Besuch der Show!!!). Auch die zweiten Stimmen wie beim „Ehrenwerten Haus“, der „Sahne“ oder „Mit 66“ kamen absolut auf den Punkt.

Etwas für Gourmets ist „Ich weiß, was ich will“. Ingas 2. Stimme (das typische „haa haa“ zu Beginn) habe ich live noch nie so perfekt gesungen gehört wie von Inga Strothmüller – das ist wirklich begeisternd! Da hätte man sich gewünscht, dass sie das auch noch zum Schluss des Liedes noch mal ein Minütchen gesungen hätte (wie im Original). Aber auch als Rezensentin brillierte Inga. Wie sie Jennys Brief zu Udos erstem Todestag vorgelesen hat – da blieb wohl kaum ein Auge trocken…

Im Dortmunder Hansa-Theater ist die Show an folgenden Terminen zu sehen:

  • Sa. 09.12.2017
  • Sa. 20.01.2018
  • Sa. 17.02.2018
  • So. 18.03.2018
  • Sa. 28.04.2018
  • So. 13.05.2018
Stephan Imming | "Die Schlagerprofis"26.10.2017Stephan Imming | "Die Schlagerprofis"

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