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Peter Maffay in Halle: Nostalgie unplugged für treue Fans

Peter Maffay in Halle: Nostalgie unplugged für treue Fans © Hartmut Holtmann / Schlager.de

Seit fast 50 Jahren ist Peter Maffay einer der erfolgreichsten Musiker des Landes. Er hat sich keiner Strömung unterworfen und ist sich selbst stets treu geblieben. Dies wurde immer von seinem Publikum honoriert. So war auch das „MTV Unplugged Konzert“ am 25.2.2018 im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen ausverkauft. Seit 1996 konnte er schon über 90000 Zuschauer in diesem Stadion begeistern und erhielt dafür vor dem Auftritt einen Stern für den „Walk of Fame“.

 

Bei dieser Tour gibt Maffay seiner unverwechselbaren Stimme mehr Raum. Er saust auch nicht über die Bühne sondern sitzt die meiste Zeit auf einem Barhocker, umrahmt von Teppichen, die für Gemütlichkeit sorgen. Auf akustischen Instrumenten erzeugen die Musiker, die Maffay teilweise seit 40 Jahren begleiten, einen fantastischen Sound. Carl Carlton, Peter Keller, Ken Taylor, Pascal Kravetz und Bertram Engel sorgen für den akustischen Klang. Zusätzliche Bläser, Streicher und ein dreiköpfiger Chor unterstützen Maffays markante Stimme und seinen ausdrucksstarken Gesang sehr eindrucksvoll.Auf einer riesigen Videoleinwand wird das Konzert mit tollen Bildern begleitet.

Kurz nach 19 Uhr legt Peter Maffay unter tosendem Beifall los mit seinem Hit „Bring mich nach Haus“. Gegen Ende des Klassikers „Eiszeit“  betritt der sympathische Johannes Oerding die Bühne und nach  zusätzlichem  Applaus singt auch die Menge diesen bekannten Song mehrheitlich mit.

Ausgelassene Stimmung im Gerry-Weber-Stadion

Die Zeitreise beginnt mit den frühen Nummern aus dem Schlagerbereich, die nicht im Programm fehlen dürfen, wie etwa „Du“, „Und es war Sommer“ und „So bist du“. Einen Höhepunkt erreicht das „Unplugged-Konzert  mit „Über sieben Brücken“, ein wirklich immer noch berührendes Lied, das im Duett mit Johannes Oerding eine besondere Wirkung ausübt. Maffays alter Freund Tony Carey zeigt sich bei „Room with a View“ in Bestform.

Die Kindlichkeit bewahren ist ein guter Ratschlag, mit dem das Publikum bei „Ich wollte nie erwachsen sein“ in die Stimmung von „Tabaluga“ versetzt wird. „Sonne in der Nacht“ reißt die Fans von den Stühlen und auch „Freiheit, die ich meine“ sorgt für ausgelassene Stimmung im Gerry-Weber-Stadion.

Dann geht das Licht aus, ein Spot leuchtet auf Maffay, der im Publikum, nur von der Gitarre begleitet, „Siehst du die Sonne nicht“ intoniert.

Danach wird die inzwischen umgebaute Bühne wieder in helles Licht getaucht. Mit lautstarken E-Gitarren und rockigem Schlagzeug klingt der gleiche Song  völlig anders und zeigt die Full-Electric-Version. „Dich zu seh’n“  bildet einen  fetzigen Abschluss dieses nun nicht mehr „Unplugged“ Konzerts.

Natürlich rasen die Fans nach diesem grandiosen Finale vor Begeisterung, freuen sich aber auch, dass sie eine musikalische Mischung von emotionalen Liebesliedern bis zu Songs mit sehr ernsten Themen in überwiegend akustischer Version erleben durften.

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