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Cindy Berger: „Wie ich sterbe, bestimme ich selber!“

Cindy Berger: „Wie ich sterbe, bestimme ich selber!“ © NP/ M. Gambarini

Niemand denkt gerne über den Tod nach. Auch Cindy Berger (70, „Cindy & Bert“) hat das Thema lange verdrängt. Bis plötzlich etwas passierte, das die Sängerin dazu brachte, eine Patientenverfügung zu verfassen. „Jetzt macht mir der Gedanke, dass ich eines Tages sterben muss, viel weniger Angst“, erzählt sie im Gespräch. 

 

Der Anlass umzudenken, war der Tod von Cindys Tante Erna vor zwei Jahren. „Sie hatte Parkinson und hat wahnsinnig gelitten. Irgendwann wollte sie nicht mehr leben. Sie verweigerte Essen und Trinken. Dann sollte ihr mit 86 Jahren noch eine Magensonde eingesetzt werden. Dabei wollte sie doch einfach nur sterben.“ Da Erna aber keine Patientenverfügung hatte und sich auch nicht mehr verständigen konnte, versuchten die Ärzte weiterhin alles, um die alte Dame am Leben zu halten. „Mir wurde klar: Ich muss dringend vorsorgen“, sagt Cindy. Und sie überzeugte auch ihre geliebte Mutter Lotti († 91) davon. „Das war so ein Glück. Denn als Mama später im Sterben lag, wussten die Ärzte genau, welche lebenserhaltenden Maßnahmen sie ablehnt. Und sie durfte in Frieden gehen.“

„Ich kann das nicht den Kindern überlassen“

Die Wahl-Berlinerin rät jedem, selbst auch über das Thema nachzudenken – und dann über eine Verfügung zu entscheiden. „Danach fühlt man sich einfach besser. Ich fände es grausam, wenn meine Kinder eines Tages diese schwere Entscheidung treffen müssten. Ich bestimme lieber selber, wie ich sterbe.“ Ein bisschen Zeit lässt sie sich aber noch. „Bis jetzt geht es mir wirklich wunderbar. Aber man weiß ja nie …“

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Miriam Bitter | NEUE POST29.04.2018Miriam Bitter | NEUE POST

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