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Wer haftet, wenn Schlagerstars Konzerte absagen?

Wer haftet, wenn Schlagerstars Konzerte absagen? © Christine Kröning/Schlager.de

Wichtig ist, dass sich der Veranstalter versichert. Denn an ihm bleibt der Großteil der Ausgaben hängen. So kostet es Zeit und Personal, Ersatztermine zu finden. Veranstalter schließen eine Ausfallversicherung ab, die greift, wenn Veranstaltungen aufgrund von Wetter, Streiks, Personenausfall oder schlimmeren Gründen wie Attentaten oder Terroranschlägen ausfallen oder abgebrochen werden müssen. Dazu zählt eben auch der Krankheitsausfall wie Anfang 2018 bei Helene Fischer. Die Krankheit muss außer von einem Arzt auch von einem Gutachter bescheinigt werden. Dieser prüft zum Beispiel, ob der Arzt vertrauenswürdig ist und sogar, ob die Künstlerin oder der Künstler die Krankheit selbst verschuldet hat, weil sie beziehungsweise er nicht auf die Gesundheit geachtet hat.

Der Künstler oder die Künstlerin selbst muss sich eigentlich nicht absichern. Muss ein Konzert abgesagt werden, weil der Künstler beziehungsweise die Künstlerin erkrankt ist und ein Auftritt unmöglich ist, bestehen keine Schadenersatzansprüche. Allerdings werden auch keine Gagen gezahlt – und dagegen kann sich die Person absichern. Anders sieht es aus, wenn der Sänger oder die Sängerin selbst daran schuld ist, dass der Auftritt ausfallen muss. Denn dadurch kommt es zu einer Vertragsverletzung, und die Haftpflichtversicherung muss greifen.

Aber auch die Konzertbesucher sind Leidtragende. Sollten sie sich versichern? Wenn es nur um das Konzertticket geht, lohnt sich das nicht. Schließlich haftet der Veranstalter bei einem Konzertausfall und er muss sich darum kümmern, dass das Event zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt wird oder die Tickets zurückerstattet werden. Konzertbesucher allerdings, die für den Auftritt eine Reise auf sich nehmen und ein Hotelzimmer buchen, können sich mit einer Reiserücktritts- beziehungsweise Abbruchversicherung absichern.

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