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Peggy March: “Immer wieder musste ich weinen”

Peggy March: “Immer wieder musste ich weinen” © Anne Huneck

„Danke, dass ich hier sein darf.“ – Mit diesen Worten betritt Peggy March die Schlager.de-Redaktion. Bescheidenheit, die man von einem waschechten Weltstar nicht erwartet hätte. Sie ist offen, herzlich, ehrlich und sie ist mit sich im Reinen. Das merkt man sofort, wenn man sie kennenlernt. Sie war gerade mal 15 Jahre alt, als sie 1963 zum Weltstar wurde. Heute, 55 Jahre später, ist sie auch aus der deutschen Musikbranche nicht mehr wegzudenken. Im Interview erzählt uns Peggy, die wir sofort duzen durften, wie es damals war, plötzlich über Nacht ein Star zu sein, was sie immer wieder zum Weinen bringt und welches Verhältnis sie zu Mary Roos hat.

 

Du hattest mit gerade mal 15 Jahren plötzlich einen Welthit. Weißt Du noch, wo Du damals warst und vor allem, wie es damals war, als Du erfahren hast, dass Du ab sofort ein Superstar bist?

„Ja, ich habe damals allein in der Küche meiner Mutter gestanden. Ich war mit dem Abwasch dran. Und währenddessen habe ich Radio gehört. Ich war drei Wochen lang mit ‚I will follow him‘ auf Platz zwei der Charts und als ich an diesem einen Tag hörte, dass sie Platz zwei ansagten und nicht mein Name fiel, war ich enttäuscht. Aber dann sagten sie plötzlich den ersten Platz an und sie sagten dabei meinen Namen! Ich stand in der Mitte der Küche und starrte das Radio an. Die Zeit blieb stehen, das werde ich nie vergessen! Und danach hörte das Telefon nicht auf zu läuten.“

Du bist ja damals noch zur Schule gegangen: Wie haben denn Deine Mitschüler auf den Erfolg reagiert?

„Naja, meine Freunde wussten ja, dass ich immer gesungen habe. Für die war das alles keine Überraschung, ich war ja eh am Wochenende immer unterwegs und habe gesungen. Ausgehen mit Jungs hätte bestimmt Spaß gemacht, aber mir war die Musik wichtiger. Später habe ich erfahren, dass die Jungs Angst hatten, mit mir auszugehen.“

Das heißt, Du hattest in Deiner Jugend keine Rendezvous?

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