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Gottfried Würcher („Nockis“): „Wir waren arm, aber glücklich!“

Gottfried Würcher („Nockis“): „Wir waren arm, aber glücklich!“ © Simone Attissani

Mit den „Nockis“ (ehemals „Nockalm Quintett“) feiert Frontmann Gottfried Würcher (60) seit 37 Jahren unglaubliche Erfolge. Doch so gut wie heute ging es dem Musiker nicht immer! Im Gespräch erinnert er sich an seine Kindheit in Kärnten – und erzählt, warum er seinen Eltern bis heute dankbar ist.

 

Herr Würcher, Sie sind in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen …

Das stimmt. Mein Vater war Schichtarbeiter, meine Mutter Hausfrau. Es war nicht leicht für sie, eine Familie mit vier Kindern zu ernähren.

War Ihnen das als Kind damals auch so bewusst?

Ich wusste schon, dass ich im Vergleich zu meinen Klassenkameraden wenig hatte. Von Luxus waren wir weit entfernt. Es gab keine neuen Schuhe, Kleidung wurde aufgetragen. Wir hatten kein Fahrrad, nicht viel Spielzeug.

Er ist seinen Eltern so dankbar

Waren Sie neidisch auf die anderen Kinder?

Nein, überhaupt nicht! Ich hatte meine Eltern, meine Geschwister, meine Freunde. Das war das Wichtigste. Wir haben tolle Sommer erlebt und Winter, in denen meterhoch der Schnee lag. Zur Schule mussten wir drei Kilometer zu Fuß gehen, es gab ja keine Busse. Wir waren arm, aber glücklich.

Diese schönen Erinnerungen haben Sie besonders Ihren Eltern zu verdanken, oder?

Ja! Denn sie haben uns trotz der schwierigen Umstände eine tolle Kindheit bereitet und alles gegeben, dass es uns gut geht, wir alles Lebenswichtige haben und glücklich sind. Wir hatten immer etwas zu essen, etwas zum Anziehen und ein Dach über dem Kopf. Ich bin ihnen sehr dankbar! Ich würde meine Kindheit nie missen wollen, denn ich habe dadurch viel gelernt!

Was denn?

Dass man mit wenig zufrieden sein kann. Und dass man schätzt, was man hat und akzeptiert, wenn man etwas nicht hat. Das sind Werte, die heutzutage eher verloren gehen. Ich merke das zum Beispiel, wenn meine Enkelin zu Weihnachten 30 Pakete mit Spielsachen bekommt und dann ja doch nur mit einem spielen kann. Ich denke, dass der Überfluss mittlerweile überhandnimmt. Denn wenn man alles hat, wird vieles zur Selbstverständlichkeit. Und das ist schade!

 

CD-Tipp: Auf ihrem neuen Album „Für ewig“ bekennen sich die „Nockis“ zu ihrer großen Liebe: dem deutschsprachigen Schlager!

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