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G. G. Anderson: “Zur Versöhnung gab es für meine Frau auch schon ein Frühstück in Paris”

G. G. Anderson: “Zur Versöhnung gab es für meine Frau auch schon ein Frühstück in Paris” © Schlager.de/Christine Kröning

Der Sänger könnte von Schicksalsschlägen ein Lied singen. Macht er aber nicht. Stattdessen singt er “Alles wird gut”. Seit Jahrzehnten verkörpert G. G. Anderson gute Laune auf der Bühne. Der Star singt von der Liebe und dem Glück. Doch einige Zeiten in seinem Leben waren alles andere als ein sonniger Schlager-Hit … 

 

Sie haben extrem viel erlebt. Auch schwere Zeiten. Wie gehen Sie damit um?

In jeder Familie gibt es Höhen und Tiefen. Auch bei uns natürlich. Gerade wenn man schwere Schicksalsschläge hat, versucht man, nicht daran zu zerbrechen. Man versucht sich immer zu sagen: "Alles wird gut."

Es heißt, dass Herausforderungen im Leben, so schlimm sie auch sind, einem etwas mit auf den Weg geben können. Würden Sie das so unterschreiben?

Ich glaube nicht, dass Herausforderungen einem etwas schenken. Es gibt positive wie negative, und die negativen sind die Schicksalsschläge. Manchmal denke ich, gerade unsere Familie hat es besonders getroffen. Wir haben so viele Verluste, so viele Familienmitglieder bereits verloren. Aber wenn du dich dann wieder mit Menschen unterhältst und hörst, was die alles erlebt haben – mein Gott, das ist ja noch schlimmer. Man kann wirklich froh sein, wenn man einigermaßen gesund ist und "rumdackeln" kann mit fast 70. Ich fühle mich wie 40. Ich bin immer noch verrückt und ein Kindskopf.

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In dem Song "Mein kleiner Diamant" singen Sie, dass Sie Ihren Sohn vor allem beschützen werden. Wovor?

Ich habe einen sehr großen Beschützerinstinkt. Wenn du dann einen Sohn hast, der geistig behindert und auch noch Autist ist, dann musst du wirklich ganz besonders aufpassen. Philipp hat 25 Jahre zu Hause gelebt. Vor allem Monika hat das so grandios mit ihm gemeistert. Wenn man bedenkt, das eigene Baby wurde gerade erst geboren und der Arzt sagt dann: "Sie haben ein behindertes Kind". Und du guckst dir das Kleine an, und es sieht ganz normal aus. Das habe ich nie kapiert. Philipp war immer ruhiger. Uns wurde gesagt, wenn er in die Pubertät kommt, werden wir nicht mehr mit ihm zurechtkommen. Und bis er 25 wurde, war es wunderbar. Danach ging es wahrhaftig nicht mehr. Aber jetzt ist er nur eine Luftlinie von 300 Metern von uns entfernt und wohnt in einem Heim. Er geht dort zur Arbeit. Wenn er bei uns vorbeiläuft und wir uns sehen, quatschen wir, und wenn wir uns verabschieden, sagt er immer: "Papa, alles wird gut".

 

 

 

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Miriam Otto | DAS NEUE BLATT23.11.2019Miriam Otto | DAS NEUE BLATT

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