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Ross Antony: “Erst zwei Jahre nach Papas Tod konnte ich wieder anfangen zu leben”

Gastartikel
Ross Antony: “Erst zwei Jahre nach Papas Tod konnte ich wieder anfangen zu leben” © Max Morath / Schlager.de

Er wirkt immer fröhlich und gut gelaunt. Doch Ross Antony (45) musste im Leben auch einige Rückschläge verkraften. Mit WOCHE HEUTE sprach er über die Trauer nach dem Tod seines Vaters Dennis († 77) und das Glücks-Geheimnis seiner Ehe.

 

Dein neues Album heißt "Schlager lügen nicht – mal laut & mal leise". Was ist darauf zu hören?
"Auf der einen Hälfte sind Uptempo-Nummern. Auf der leisen Hälfte hört man eine ungewöhnliche Seite von mir – denn die laute kennen die Leute ja schon. (lacht) Die Fans haben sich das gewünscht. Den Song Goodbye Papa hat Ben Zucker extra für mich geschrieben."

Das ist ja toll!
"Ja, wir waren vor drei Jahren bei Florian Silbereisen, kurz nach dem Tod meines Papas. Er hat gesehen, wie ich darunter gelitten habe. Irgendwann rief er mich an und sagte, 'Ich habe etwas für dich'. Er hat mir den Song vorgespielt und ich war hin und weg. Er sagte: 'Ich habe das Lied für dich geschrieben, in der Hoffnung, dass du gestärkt aus dieser Situation herauskommst. Denn ich habe gemerkt, dass du immer noch leidest'. Das Problem war: ich war immer für andere da – hatte aber keine Zeit, selbst zu trauern."

Du singst "Ich lasse dich ziehen". Klingt, als hättest Du seinen Tod erst jetzt verarbeitet.
"Das war auch so. Ich musste in den ersten Jahren meiner Mutter und Schwester helfen. Irgendwann habe ich gemerkt: Was ist mit mir? Wir hatten ein sehr enges Verhältnis. Auf einmal war er weg. Dann merkte ich, dass ich auf eigenen Beinen stehen muss. Und auch für die Familie da sein muss. Ich habe die Rolle meines Papas übernommen."

Wie traurig!
"Mein Vater wusste, dass er stirbt. Er hat für meine Mutter Vivien alles geregelt. Das Süße war: Er hat überall Briefe versteckt. Den ersten hat sie kürzlich gefunden. Er hat sowas geschrieben wie: 'Obwohl ich physisch nicht da bin, bin ich trotzdem bei dir und werde auf dich aufpassen.' Am Ende stand: 'P.S.: Du wirst mehrere Briefe finden'. Bisher hat sie einen gefunden, sie sucht aber wie eine Wilde das ganze Haus ab. (lacht)"

Du bist seit 2006 mit Paul verheiratet. War immer alles schön?
"Wenn ich sagen würde, es war nur schön, würde ich lügen. (lacht) Wir hatten nie schlimme Krisen, nur Ärger über Kleinigkeiten. Es gibt auch Dinge, die uns aneinan meider stören. Aber wir haben gelernt, damit umzugehen."

Bist du noch verliebt?
"Total. Ich glaube, das liegt daran, dass unser Leben nicht jeden Tag gleich ist. Dass wir jeden Tag etwas Neues erleben, hält unsere Beziehung frisch und jung."

Welcher war der klügste Ratschlag, den Du je bekommen hast?
"Meine Mama hat mir gesagt: Es ist klug, auch mal 'Ja' zu sagen, obwohl man auf etwas keine Lust hat. Paul hasst es, einkaufen zu gehen, aber er begleitet mich – weil er weiß, dass ich es liebe. Ich hasse alles, was mit Autos zu tun hat. Aber ich schaue mir diese Serien mit Paul an, um zu zeigen, dass ich ihn liebe."

Ross Antony erzählt von seiner geheimen Leidenschaft

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Schlager.de06.02.2020Schlager.de

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