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Mark Medlock: Vom Super-Star zum Seelen-Wrack

Gastartikel
Mark Medlock: Vom Super-Star zum Seelen-Wrack © Wikimedia Commons

Freudentränen liefen über sein Gesicht, Lametta regnete von der Decke und Jury-Mitglied Dieter Bohlen (66) drückte ihn ganz fest an sich. Es sind Szenen des wohl schönsten Sieges bei „Deutschland sucht den Superstar“. 2007 gewann Mark Medlock (41) die Show. Der Mann mit der Soulstimme sang sich in das Herz des Pop-Titanen – und in die Herzen der TV-Zuschauer.

Doch der Glanz ist verblasst. Aus dem Superstar wurde ein Seelen-Wrack.

Vier Jahre nach seinem Sieg hatte sich der „DSDS“-Gewinner bereits wieder aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. "Es leidet die Psyche darunter, plötzlich Erster zu sein. Ich wollte nie berühmt werden, ich wollte nur wissen, ob ich singen kann", erklärte er.

Trotzdem versuchte er es noch dreimal mit einem musikalischen Comeback – und scheiterte dreimal. Er zerbrach am Druck und machte nicht mehr mit Nummer-1-Hits, sondern mit unkontrollierbaren Wutausbrüchen auf sich aufmerksam.

Schon seit der Kindheit hatte Mark Depressionen. Seine Mutter Monika erkrankte an Krebs. Mark pflegte sie bis zu ihrem Tod. Nur zwei Jahre darauf starb Vater Larry an einem Herzinfarkt. Danach hielt sich der Sohn mit Gelegenheitsjobs über Wasser.

Sein musikalischer Erfolg half ihm für einige Zeit, die Leere, die er in sich spürte, zu füllen. Doch glücklich machte es ihn auf Dauer nicht.

Nach zehn Jahren Pause trat er diesen Februar erstmals wieder auf und schwärmte: "Ich fühle mich wie wiederbelebt." Doch dann erneut ein Stimmungswandel und der nächste Abschied. "Ich verstehe jetzt, dass es nicht das ist, was ich in Zukunft machen will. Seit Tagen sagt mir mein Herz, es wird Größeres kommen als das, was du gerade machst", schrieb Medlock auf seiner Internetseite und verkündete damit endgültig sein Karriere-Aus.

Es scheint, als sei Mark Medlock immer wieder verzweifelt auf der Suche nach seinem Seelenfrieden.

Ein Mensch könnte ihm noch Halt geben. Seit fast zehn Jahren wohnt er schon bei der reichen Hotelbesitzerin Cornelia Reckert (52) auf Sylt. "Sie kennt meinen ganzen privaten Mist, das verbindet uns", sagte er über die Frau, die er seine "Ersatzmutter" nennt. Schafft sie es vielleicht, seine Seele zu trösten – so wie es nur eine Mutter kann?

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Madita Eggers | NEUE POST06.07.2020Madita Eggers | NEUE POST

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