Hein Simons: „Ich bin langweilig – und das ist gut so!“

Gastartikel
Hein Simons: „Ich bin langweilig – und das ist gut so!“ © German Popp
DAS NEUE BLATT
16.07.2020

Eigentlich müsste er es doch leid sein, dass die Menschen auch nach über 50 Jahren in ihm immer noch den kleinen Heintje sehen, der sich einst mit „Mama“ in die Herzen sang. Doch Hein Simons (64) ist da ganz entspannt

„Es gehört doch zu mir“, sagt er, als ihn DAS NEUE BLATT auf seinem Pferdehof in Belgien erreicht. Obwohl ihn eigentlich fast jeder kennt, findet er sich selbst gar nicht so spannend…

Sie sind schon so lange im Geschäft und haben nun Ihre persönlichste CD „Lebenslieder“ auf dem Markt.
„Sie war für mich eine schöne Gelegenheit, die Lieder zu machen, die ich gerne mag. Und bei vielen ist ja eine Geschichte dabei. Mit Peter Alexander habe ich zum Beispiel jede Menge Filme gedreht und ihn sehr bewundert. Genauso geht es mir mit Caterina Valente.“

Sie haben heute noch viele Auftritte. Müssen Sie arbeiten – oder macht es Ihnen Spaß?
„Mir macht es einfach Spaß, sonst würde ich das nicht tun. Nächstes Jahr gehe ich mit der Schlagerhitparade und vielen Kollegen wieder auf eine Tournee, und ich freue mich riesig darauf. Solange ich auf der Bühne noch ganz passabel aussehe und nicht rausgetragen werden muss, ist doch alles okay (lacht).“

Aber müssen Sie sich nicht auch ein wenig schonen? Sie hatten doch Probleme mit dem Herzen.
„Ja, das stimmt. Ich habe vor sechs Jahren einen Herzschrittmacher eingesetzt bekommen, weil ich so schlecht Luft bekam und die beiden Herzkammern nicht gleichzeitig gut schlugen. Voriges Jahr mussten sozusagen die Batterien ausgewechselt werden. In fünf, sechs Jahren muss ich dann noch einmal unters Messer. Natürlich ist mir vor so einem Eingriff immer etwas mulmig. Aber es geht mir so weit gut.“

Mussten Sie in Zeiten von Corona noch mehr auf sich achten?
„Ja, natürlich. Ich bin von mir aus zu Hause geblieben, weil ich wegen des Herzens als Risikopatient gelte.“

Sie sind gerade zum vierten Mal Opa geworden. Herzlichen Glückwunsch!
„Ja, danke Ihnen. Caylee ist gerade wenige Wochen alt. Ein kleines Mädchen, eine Prinzessin. Sie ist so eine niedliche Maus. Wenn ich meine anderen Enkelkinder so sehe, kann ich mir gut vorstellen, dass sie später auch sehr lebendig sein wird (lacht).“

Gerade in diesen schweren Zeiten ist so ein kleines Wunder doch ein Zeichen der Hoffnung.
„Ja, auf jeden Fall! Caylee ist ein richtig schöner Hoffnungsschimmer. Ein Baby, das Freude verbreitet und uns alle hier zum Lächeln bringt.“

Sie sollen ja ein Opa mit Leib und Seele sein.
„Oh ja, das bin ich. Die Größeren sausen schon mit mir hier über den Hof und lieben es, mit Opa Traktor zu fahren. Wir setzen die Kinder auch mal aufs Pferd, und wenn sie später wollen, können sie bei Opa natürlich auch reiten lernen. Aber wenn ich die Kleine im Arm halte, habe ich manchmal schon Sorge, etwas falsch zu machen. Babys wirken so zerbrechlich.“

Sind Sie eigentlich immer noch Single oder vielleicht doch schon neu vergeben?
„Nein, ich bin immer noch Single. Ich war lange genug verheiratet, und im Moment ist es gut so, wie es ist. Ich würde natürlich niemals nie sagen. Ich gehe auch schon mal mit Frauen essen oder was trinken. Ich mag Frauen ja. Aber eine richtig feste Beziehung muss es ehrlich gesagt nicht unbedingt sein.“

Wenn man aber nach so langer Zeit plötzlich alleine ist, fühlt sich das wie Scheitern an oder ist es eher eine Befreiung?
„Sagen wir mal so: Für uns war die Trennung keine Sache, die von heute auf morgen passierte. Wir sind schon längere Zeit vorher unterschiedliche Wege gegangen. Wir haben uns tatsächlich, wie man so schön sagt, auseinandergelebt. Meine Ex-Frau und ich waren sehr jung, als wir zusammenkamen. Und wenn man am Ende nur noch wie Freunde zusammenlebt, ist das auch nicht gerade meine Vorstellung von Glück. Dann kann man lieber sagen, wir trennen uns, und es ist erledigt. Aber wir gehen wirklich gut miteinander um. Meine Ex-Frau sehe ich ja beinahe hier jeden Tag auf dem Hof, weil sie unsere Kinder und Enkel besucht. Das Finanzielle ist geklärt, es geht ihr gut – und so soll es ja auch sein.“

Das hört sich doch alles positiv an bei Ihnen!
„Ja, vielleicht bin ich ja etwas langweilig, aber das ist doch in Ordnung so (lacht).“

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