Traurige WeihnachtenMireille Mathieu: Niemand soll ihre Tränen sehen

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Mireille Mathieu: Niemand soll ihre Tränen sehen © Wikimedia Commons
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Sie spürt, wie sich ihre Augen langsam mit Tränen füllen. Schnell greift Mireille Mathieu (74) nach dem Taschentuch in ihrer Manteltasche, tupft sich verstohlen die Augenwinkel ab. „Tante Mireille, was hast du denn?“, fragt ihre Nichte besorgt. „Nichts, nichts, es war bloß ein Windstoß“, wiegelt die Sängerin ab.

Ja, in der Weihnachtszeit überkommt den „Spatz von Avignon“ immer wieder eine tiefe Traurigkeit. In diesen Wochen ist der Schmerz besonders groß. Doch niemand soll ihre Tränen sehen. Freunde haben es beobachtet: Nur heimlich weint die Sängerin, wenn sie die Trauer nicht mehr aushält. Die Trauer um ihre Mutter Marcelle († 94), die 2016 nach einer Lungenembolie starb. Für Mireille ein unschätzbarer Verlust. „Mit meiner Mutter war das eine ganz besondere, außergewöhnliche Fusion“, verriet sie einmal gegenüber NEUE POST. Die Mutter war ihre engste Bezugsperson, ihr Ein und Alles.

Immer wenn die Sängerin an ihre Mutter denkt, überrollt sie eine Welle der Traurigkeit. „Jeder hat schon einen geliebten Menschen verloren, und das ist ja auch ganz normal, doch ich komme einfach nicht über den Tod meiner Mutter hinweg. Ich trauere immer noch. Es tut mir so leid, aber ich kann immer noch nicht darüber sprechen, ohne zu weinen. Ich kann es bis heute nicht begreifen. Es tut so weh“, erzählt sie mit gebrochener Stimme.

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Gerade jetzt im Advent, wenn viele Familien zusammenkommen, Gemeinschaft und Liebe zelebriert werden, wird Mireille erneut daran erinnert, wie sehr „Maman“ ihr fehlt. Ihr Lachen wird nie wieder den Raum erhellen. Ihr guter Rat wird nie wieder Mireilles Leben bereichern. Seit ihrem Tod sind der Muttertag und Weihnachten die schlimmsten Tage des Jahres.

„Es wird hart. Weihnachten ohne meine Mutter! Ich glaube nicht, dass ich es schaffen werde, nicht zu weinen“, gesteht die Sängerin. „Doch meine Nichten und Neffen sind da, für sie versuche ich stark zu sein. Schließlich sollen die Kleinen ihre Tante Mireille nicht weinen sehen, wenn wir ‚Les Anges dans nos campagnes‘ (deutsch: Hört der Engel helle Lieder) singen. Ich werde stark bleiben – wie meine Mutter es sich gewünscht hätte.“

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So wird die Sängerin mit tapferer Miene den Weihnachtstisch schmücken, an dem Mamas Platz seit vier Jahren leer bleibt. „In der Provence haben wir diese Tradition: Wir decken an Weihnachten auch für die Verstorbenen. Somit ist an der Tafel ein Platz für meine ‚Maman‘ gedeckt.“ Ihre 13 Geschwister und ihre süßen Nichten und Neffen helfen Mireille, in der schweren Zeit nicht in Melancholie zu versinken. Doch wenn sie dann alleine im Raum ist und den leeren Platz ihrer geliebten „Maman“ betrachtet, werden wieder Tränen in ihren Augen schimmern.

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