Andrea Kiewel: „Ich fühlte mich als Deutsche zweiter Klasse“

Andrea Kiewel: „Ich fühlte mich als Deutsche zweiter Klasse“ © ZDF / Sascha Baumann
Brigitta Langhoff
07.01.2021

Andrea Kiewel ist mit ihrem Buch „Meist sonnig“ derzeit in aller Munde. Doch auch bei „Kiwi“, wie die ZDF-„Fernsehgarten“-Moderatorin mit Spitznamen heißt, scheint nicht immerzu die Sonne, wie sie im Interview mit dem Kölner „Express“ verrät.

Andrea Kiewel: So schlimm war die deutsche Wiedervereinigung

Sie ist diejenige, an die man denken könnte, wenn man Kerstin Otts Super-Hit "Die immer lacht" hört: Andrea Kiewel ist eine Frohnatur, wie sie im Buche steht. Umso überraschender, dass sie im Interview mit "Express" zugibt, sich schon mal als "Mensch zweiter Klasse" gefühlt zu haben. Die Rede ist von ihrer DDR-Herkunft: "Als es zur Wiedervereinigung kam, war meine größte Sorge, dass irgendjemand bemerken könnte, ich sei aus dem Osten. Ich fühlte mich als Deutsche zweiter Klasse, bin auch so behandelt worden."

Andrea Kiewel: Frisch verliebt und endlich glücklich

Andrea Kiewel: "Wir waren die schrullige Verwandtschaft, die merkwürdig aussieht"

Die Wiedervereinigung Deutschlands 1990 war für die 55-Jährige damals die reinste Tortur, wie sie weiter im Interview verrät: "Mir wurde schnell klar, dass 63 Millionen Westdeutsche mehr sind als 17 Millionen Ostdeutsche. Nichts, was von uns kam, hatte Einfluss auf das Leben der Westdeutschen, die uns aber vermitteln wollten, dass alles aus dem Westen besser war – Musik, Essen, TV, Klamotten und Frisuren. Wir waren die schrullige Verwandtschaft, die man nur zu Weihnachten einlädt, und die so merkwürdig aussieht." Zum Glück hielt das aber nicht lange an: "Nach zwei, drei Jahren wurde es bei mir anders. Ich hörte auf, mich zu verstellen, wusste wieder, wer ich bin, und merkte, so wie ich bin, so bin ich gut."

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Sie musste ihre Deutsche Herkunft verbergen

In ihrer Wahlheimat Tel Aviv musste Andrea Kiewel ihre DDR-Deutsche-Herkunft anfänglich jedoch verstecken, denn das Verhältnis zwischen Israel und Deutschland ist aus bekannten Gründen alles andere als entspannt. "Aus Angst vor schlimmen Reaktionen habe ich zuerst nie gesagt, dass ich aus Deutschland, sondern immer, dass ich aus Berlin komme", gibt die Moderatorin zu. Mittlerweile sei sie dort allerdings richtig angekommen und vor allem aufgenommen worden: "Natürlich hat sich das längst geändert. Es ist noch nie jemand unhöflich geworden, wenn ich ihm sagte, dass ich Deutsche sei. Der beste Beweis, dass Liebe und Vergebung die Dinge zwar nicht vergessen, aber gesunden lassen." Ein schönes Happy End!

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