Wencke Myhre: „Ich muss mit der schlimmen Krebsdiagnose leben“

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Wencke Myhre: „Ich muss mit der schlimmen Krebsdiagnose leben“ © Electrola
DAS NEUE BLATT
09.01.2021

Es zog ihr den Boden unter den Füßen weg, als sie 2010 die niederschmetternde Diagnose erhielt: Brustkrebs! „Ich war zuerst geschockt. Das ist ja jeder, der so was hat. Dann wird man irgendwie so auf den Nullpunkt geholt„, erinnerte sich Wencke Myhre an diesen Moment.

Jetzt, zehn Jahre später, hat sie in Norwegen erneut über ihre Krankheit gesprochen und erinnert sich an einen ganz besonderen Moment: "Während der Ski-WM 2011 war ich inmitten der Bestrahlungsbehandlung, und dann sollte ich zum Universitätsplatz kommen und das Lied 'Vinter og sne' (Winter und Schnee) singen. Ich war mit meinen Kräften ganz schön am Ende, aber das Personal des Hospitals meinte, ich solle auftreten. Dort standen dann 40 000 Menschen und haben mitgesungen. Das war für mich eine enorme Vitaminspritze!"

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Denn aufgeben – das kam und kommt für die Sängerin nicht in Frage. Sie versucht, die Gedanken an ihre Krankheit wegzuschieben, was nicht immer einfach ist. Auch würde sie sich nicht unbedingt als geheilt bezeichnen. "So sehe ich das nämlich nicht. Der Krebs ist eine schlimme Diagnose, mit der ich leben muss. Aber ich denke nicht an die Krankheit. Man kann ja nicht seine Zeit damit verschwenden, über etwas nachzudenken, was man ohnehin nicht weiß. Stattdessen muss man alles daran setzen, zu leben!"

Es ist wirklich bewundernswert, dass sich Wencke Myhre nie selbst aufgegeben hat. Denn sie musste schon so einiges durchmachen. Die Hüfte wurde operiert, ihr Ex-Ehemann Michael Pfleghar († 58) nahm sich 1991 das Leben, dann der Brustkrebs.

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"Wenn einem solche Sachen passieren und man alles durchsteht, kommt man gestärkter aus der Sache heraus. Man findet auch viele schnelle Wege – man geht keine Umwege mehr. Man lernt Prioritäten zu setzen, und man weiß auch, was wichtig und was unwichtig ist", so ihr Fazit.

Was der Mutter von vier Kindern bei allem am meisten geholfen hat, ist ganz klar: die eigene Familie. "Alle waren immer für mich da. Sie haben für mich eingekauft, gekocht, mich ins Krankenhaus gefahren, mit den Ärzten geredet. Sie haben sich um Mama gekümmert", so Wencke. Und das fröhliche Lachen ihrer vielen Enkelkinder war ohnehin die allerbeste Medizin.

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