Caterina Valente: „Ich habe hart dafür gearbeitet, meine Ruhe zu haben“

Gastartikel
Caterina Valente: „Ich habe hart dafür gearbeitet, meine Ruhe zu haben“ © Eraki Entertainment
Meine Melodie
04.03.2021

Die Sängerin hat lange gebraucht, um das „Nein“-Sagen zu lernen. Das tut sie seitdem dafür umso konsequenter – und niemand kann sie umstimmen.

Es war eine klare Absage der großen Entertainerin: „Seit meinem 70. Geburtstag kann ich mich nicht mehr wirklich für Valente-Geburtstags- oder Jubiläumsshows begeistern. Dasselbe gilt für Dokumentarfilme, Hommagen und ähnliche TV-Projekte.“ Seitdem hat sich an der Einstellung von Caterina Valente nichts geändert. Und so hat die Öffentlichkeit auch nichts davon mitbekommen, wie der Weltstar am 14. Januar seinen 90. Geburtstag gefeiert hat. Wie man hört, ist sie – dem Alter entsprechend – guter Gesundheit. Doch mehr ist nicht von ihrem geruhsamen Lebensabend in ihrem traumhaften Haus in Bissone mit Blick auf den Luganer See bekannt.

Ihren Dienst am Publikum hat sie in den sechs Jahrzehnten ihrer Karriere längst geleistet. Schon als Fünfjährige stand Caterina mit ihrer Familie, einem italienischen Artisten-Clan, auf der Bühne. Später reiste sie mit einem Zirkus umher, bevor sie als Solo-Künstlerin Weltruhm erlangte. Sie trat im Pariser Olympiastadium und im Fernen Osten auf. In Las Vegas sang sie mit Dean Martin († 78) und Bing Crosby († 74).

In Deutschland sind ihre Hits Klassiker. Ihre TV-Show „Bonsoir, Kathrin“ versammelte die Nation vor den Bildschirmen. Insgesamt brachte sie es auf 1500 Schallplatten und 1000 Fernsehauftritte. Nur viermal musste sie jemals einen Auftritt aus gesundheitlichen Gründen absagen. Ein einziges Mal aus privaten Gründen: Als die Verlobte ihres jüngsten Sohnes Alexander bei einem Autounfall starb, eilte sie sofort nach Hause, um ihn zu trösten.

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Nur eine von vielen Tragödien im Privatleben der beruflich so vom Glück verwöhnten Künstlerin: Ihre beiden geschiedenen Ehemänner, der Jongleur Erik van Aro († 75, mit ihm hat sie Sohn Eric, 62) und der Komponist Roy Budd († 46, Vater von Alexander, 46) verstarben früh. Tief getroffen hat sie auch der Tod ihres drei Jahre älteren Bruders Silvio Francesco († 73), der für sie wie ein Zwilling war. „Er hat uns viel zu früh verlassen“, sagte sie nach seinem Krebstod im Jahr 2000. Und irgendwie wollte die bis dahin so disziplinierte Künstlerin dann auch nicht mehr. Sie, das alte Zirkuspferd, das immer so zuverlässig funktioniert hatte, lernte plötzlich, Nein zu sagen. Und das, wie es ihre Art ist: mit aller Konsequenz. „Ich hatte das Gefühl, genug gearbeitet zu haben: 64 Jahre nonstop. Das reicht.“ Und so bleibt uns nur, Caterina der Großen zu ihrem runden Geburtstag das zu wünschen und zu gönnen, was sie sich in ihrem bewegten Leben am meisten wünschte: Ruhe!

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