Howard Carpendale: „Heute sind wir so glücklich wie nie zuvor“

Gastartikel
Howard Carpendale: „Heute sind wir so glücklich wie nie zuvor“ © Semmel Concerts
Tina
08.03.2021

Neues Album und eine aufgeblühte Ehe: Für Howard Carpendale (74) könnte es gerade kaum besser laufen

Mit Stolz und Dankbarkeit blickt Howard Carpendale auf seine Musik-Karriere und über 25 Millionen verkaufte Tonträger zurück. Sein letztes Album, der erste Teil von „Symphonie meines Lebens“, hielt sich fast ein Jahr lang in den Charts. Vor Kurzem hat er den zweiten Teil veröffentlicht. Darüber wollten wir mit ihm sprechen – und trafen den Sänger und seine Ehefrau Donnice (64) in Leipzig, wo er für eine TV-Aufzeichnung zu Gast war.

tina: Wie gelang es Ihnen, trotz Pandemie ein Album mit dem Londoner Royal Philharmonic Orchestra aufzunehmen?

Howard Carpendale: "Das war tatsächlich eine Meisterleistung von allen Beteiligten! Um die Sicherheitsabstände einzuhalten, wurde das Orchester in zwei Einheiten aufgeteilt, mein Gesang dazu kam aus München. Es war sehr viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt!"

Ein überraschendes Highlight auf dem Album ist eine neue Version Ihres Songs „Das schöne Mädchen von Seite 1“ …

Howard Carpendale: "Vielleicht ist es etwas albern, als 74-Jähriger noch über ein schönes Titel-Mädchen zu singen – aber durch das Orchester-Arrangement und einen Rap-Teil ist eine Version entstanden, die ich jetzt sehr gern mit einem Schmunzeln vortrage!"

Seit mehr als einem halben Jahrhundert mischen Sie erfolgreich im Musikgeschäft mit. Was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs?

Howard Carpendale: "Vielleicht liegt es daran, dass ich den alten deutschen Satz „Er ist sich immer treu geblieben“ noch nie gemocht habe. Mir ist es immer gelungen, neue Themen zu besingen und zu überraschen, aber dabei authentisch zu bleiben. Bei der Song-Auswahl für meine Konzerte frage ich mich nie, was das Publikum von mir hören möchte, sondern: 'Wie kann ich meine Fans überraschen?'"

Die Pandemie hatte uns alle in den letzten Monaten fest im Griff. Hatte die Zeit auch etwas positives für Sie?

Howard Carpendale: "Ja, ich weiß nun, dass ich flexibler bin, als ich dachte. Und dem Zusammenleben mit Donnice tat die Zeit auch gut: Wir unternehmen jetzt noch mehr Dinge, haben mit Yoga angefangen und schauen gemeinsam Filme an. Und zwar bis zum Ende! Das ist für uns wirklich ungewöhnlich."

Haben Sie beide einen Lieblingsfilm?

Howard Carpendale: "Zuletzt hat uns „After Life“ imponiert – eine unglaublich lustige und philosophische Serie von dem britischen Komiker Ricky Gervais über den Tod. Der Tod ist ein wichtiges Thema für mich. Ich glaube, wir gehen damit falsch um. Wir müssen diese ewige Angst vorm Tod ablegen. Der Tod ist doch ein Teil unseres Lebens."

Howard Carpendale und seine Söhne

Wie alt möchten Sie werden?

Howard Carpendale: "Ich habe nicht den Wunsch, so lange zu leben, wie es nur geht. Wenn es dann so weit ist, ist es auch okay. Jeder muss irgendwann gehen. Ich möchte aber möglichst lange Spaß am Leben haben."

In Ihrer Ehe mit Donnice wirken Sie gerade so glücklich wie nie zuvor …

Howard Carpendale: "Ja, vielleicht verbringen wir gerade jetzt die schönste Zeit unserer Partnerschaft. Wobei die ersten zehn Jahre mit Donnice auch wunderschön waren. Doch dann kam dieser verdammte Alkohol, Donnice war abhängig. Es folgten 18 schwere Jahre. Ich habe immer gesagt: 'Wenn die Krankheit besiegt ist, wird geheiratet!' Vor zwei Jahren war es endlich so weit."

Hat die Ehe Ihre Liebe beflügelt?

Howard Carpendale: "Die Ehe hat unsere Liebe auf jeden Fall sehr bestärkt. Donnice ist seitdem ein ganz anderer Mensch. Dazu muss man wissen, dass sie in einer macho-geprägten Südstaaten-Kultur aufgewachsen ist, bei sehr vielen verschiedenen Stiefeltern. Mit 22 schaffte sie es, aus dieser Welt auszubrechen, und lernte mich kennen. Das Gefühl, jemandem vertrauen zu können, war ihr absolut fremd. Das klare Bekenntnis zu ihr, der Ehe-Schwur, das gibt ihr Sicherheit und Vertrauen. Sie muss immer wieder lachen, wenn sie mit 'Frau Carpendale' angesprochen wird. Mit dem prominenten Namen hat das nichts zu tun, sondern dass jemand ihr versprochen hat, sie nicht zu enttäuschen oder im Stich zu lassen. Wir beide wissen, dass uns nichts mehr trennen kann."

Vor der Geburt Ihres ersten Enkels Mads (2) hatten Sie Angst, Opa zu werden …

Howard Carpendale: "Aber nur vor dem Begriff „Opa“. Das klingt so alt! Zum Glück nennt mich mein Enkel 'Bubbah', ausgesprochen: 'Baba'. Das sagt man in Amerika, aber wohl auch in Thailand für 'Großvater'. Das Opa-Sein macht mir allergrößte Freude, es ist der Hammer! Ich weiß, dass jeder seinen Enkel für den schönsten und besten hält, aber meiner ist wirklich ein Goldschatz. Wenn ich ihn besuche, dann habe ich immer einen Stuhl, auf dem ich sitze. Und Mads erlaubt es niemandem, sich dort hinzusetzen, egal, ob ich da bin oder nicht. Es ist der offizielle 'Bubbah-Stuhl'. Ist das nicht cool?" (Lacht.)

Und Ihr Enkelsohn hat angeblich auch ordentlich Rhythmus im Blut?

Howard Carpendale: "Er singt und tanzt sehr gern. Aber das machen sicherlich die meisten Kinder. Noch macht er mir keine ernsthafte Konkurrenz" (lacht) …

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Tina08.03.2021Tina

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