Howard Carpendale: Hat er sich unnötig in Gefahr gebracht?

Howard Carpendale: Hat er sich unnötig in Gefahr gebracht? © Frank Weichert / Schlager.de
Eduard Ebel
Redaktion
28.03.2021

Howard Carpendale kann nicht nur Schlager. Der Frauenschwarm aus Südafrika wusste schon am Anfang seiner Karriere, wie er sich perfekt in Szene setzt. „Howie“ spielte unter anderem in einer Kölner Rugby-Mannschaft und hatte eine Leidenschaft, die für damalige Verhältnisse lebensgefährlich war. 

Der Schlagerstar war tatsächlich ein begeisterter Hobby-Rennfahrer und saß sogar in einem Formel-3-Auto. Dabei handelt es sich um eine Rennklasse, die als Vorstufe der Formel 1 gilt und sicherlich nicht weniger gefährlich war.

Howard Carpendale: Teil einer PR-Aktion

Dieser Ausflug in den Rennsport kam nicht von ungefähr. Der Wohnwagenhersteller „Eifelland“ engagierte Carpendale für diese PR-Aktion. Unternehmenschef Günther Hennerici wollte sein „Eifelland“-Team im Rennsport ganz groß rausbringen und nahm tatsächlich Anfang der 1970er-Jahre in der Formel 2 teil.

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Howard Carpendale: Verrückte Zeit

Doch diese Idee reichte dem motivierten Unternehmer nicht – er wollte in die Königsklasse. 1972 stellte er sein eigenes Formel 1-Team. Die ARD blickt in ihrer Doku „Sport Inside“ auf diese verrückte Zeit zurück. Ohne große Erfahrung wagte man sich in den Dschungel der Rennsport-Elite und engagierte sogar den Star-Designer Luigi Colani, der das Rennauto gestaltete.

Howard Carpendale: SO war er als Rennfahrer

Zudem konnte das „Eifelland“-Team ein attraktives Werbegesichte gewinnen: Howard Carpendale. Doch der Südafrikaner sollte nicht nur singen – er musste auch ans Lenkrad eines Formel-3-Boliden. Die ehemalige Rennfahrerin und Frau von Günther Hennerici, Hannelore Werner, erinnert sich an Carpendales Fahrtleistung: „Der hat aber schön Platz gemacht (…) und hat gut in den Rückspiegel geguckt.“ Eine PR-Aktion, die für heutige Verhältnisse undenkbar wäre. Niemand würde auf die Idee kommen, einen Schlagersänger kurzfristig in einen Rennwagen zu setzen. Das hätte auch ganz böse enden können!

Schluss, aus und vorbei

Doch genau diese Einfälle machen das „Eifelland“-Team bis heute unvergessen. Leider blieb der sportliche Erfolg aus. Nach acht Rennen in der Formel 1 musste sich das kleine Team 1972 wieder aus der Königsklasse verabschieden. Die Wohnwagen-Fabrik wurde laut ARD-Doku Opfer eines Feuers, Günther Hennerici verkaufte sein Unternehmen und das „Eifelland“-Team musste seine sportlichen Formel-1-Träume für immer begraben. Wie traurig – und doch zugleich kurios!

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