Interview mit Manfred WeßelsVater von Michael Wendler – „Ich war nie für meine Kinder da!“

Exklusiv
Vater von Michael Wendler – „Ich war nie für meine Kinder da!“ © Andreas Metz
Eduard Ebel
Redakteur

Er hat sich fest vorgenommen, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit über Schlagerstar Michael Wendler zu sagen. Der Titel von Manfred Weßels Buch „Die Wahrheit über meinen Sohn Michael Wendler“ ist daher auch nicht überraschend, bringt aber genau das auf den Punkt. Wer die 258 Seiten liest, kommt nicht umhin, zu merken, welch große Emotionen sich über die Jahre beim Wendler-Vater angestaut haben. Schlager.de sprach exklusiv mit Manfred Weßels über sein trauriges Schicksal, auch mit 73 Jahren noch Vollzeit als Kraftfahrer arbeiten zu müssen, um über die Runden zu kommen. Ein Schicksal, das er anscheinend dem Wendler zu verdanken hat, wie er weinend erzählt.

Schlager.de: Die Dinge, die Sie in Ihrem Buch beschreiben, sind wirklich ungeheuerlich. Man fragt sich, warum Sie Michael Wendler nicht die Stirn geboten und rechtzeitig zur Räson gerufen haben. 

Manfred Weßels: „Ich habe mich nach so vielen Jahren der Demütigung endlich frei gemacht. Ich habe lange überlegt, was ich mache. Drei Mal habe ich ihm die Gelegenheit gegeben, die Sachen aus der Welt zu schaffen. Er hat mich drei Mal ignoriert. Stattdessen hat er immer wieder Dinge gegenüber der Presse rausgehauen, die schlichtweg gelogen sind. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, dieses Buch zu schreiben. Ich allein habe seine Karriere aufgebaut und ihm alles ermöglicht und dann bekomme ich so einen Arschtritt.“

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Schlager.de: Sie waren sein Manager und behaupten, Sie hätten nie auch nur einen Cent an Ihrem Sohn Michael Wendler verdient. Wieso eigentlich nicht? In der Branche ist es immerhin nicht unüblich, dass Eltern ihre Künstler-Kinder managen und dafür zehn Prozent kassieren.

Manfred Weßels: „Eines kann ich bei Gott schwören: Ich habe NIE Geld von meinem Sohn verlangt, geschweige denn bekommen. Ich habe alles für ihn getan. Ich habe eine Spedition gehabt und alle Gelder für ihn aufgewendet, für ihn und seine Musik. Ich habe das Management gemacht, indem ich ihm die Aufträge reingeholt habe und jahrelang gefahren bin. Da war die Welt auch noch in Ordnung. Ich schwöre es bei Gott, ich habe nie auch nur einen Cent von ihm verlangt. Ich wollte einfach nur, dass er mit seiner Musik groß rauskommt. Ich allein hab ihn entdeckt und den ersten Plattenvertrag verschafft. Heute kann man sagen, dass ich meinem Sohn damals hörig war.“

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Schlager.de: Sie schreiben, viele aus seinem Umfeld hätten sich sein Benehmen reingezogen, in der Hoffnung von ihm zu profitieren. War das auch insgeheim Ihr Beweggrund, so lange zu ihrem Sohn zu stehen?

Manfred Weßels: „Nein! Ganz im Gegenteil. Ich wollte nie etwas von ihm haben. Nie!“

Schlager.de: Bereuen Sie es im Nachhinein?

© Nibe Media Verlag

Manfred Weßels: „Nein. Was heißt bereuen. Ich hätte vielleicht einen Vertrag machen sollen, aber wer denkt denn an sowas? Ich hab nie daran gedacht, dass er mal so tickt. Ich wollte, dass er bekannt wird und das habe ich auch geschafft. Vielleicht war das mein größter Fehler.“

Schlager.de: Glauben Sie, Sie und ihre Ex-Frau haben bei der Erziehung von Michael Wendler versagt?

Manfred Weßels: „Das denke ich, ja. Ich muss dazu sagen, dass ich nie für die Kinder da war. Ich habe 16-17 Stunden täglich gearbeitet und das Geld rangeschafft. Ich habe damals von sechs bis 14 Uhr als Monteur gearbeitet. Wenn ich nach Hause kam, habe ich geduscht, Mittag gegessen und mich für zwei Stunden hingelegt, ehe ich meinen zweiten Job als Taxifahrer im Großraum Duisburg angetreten bin. Ich wollte, dass es uns besser geht. Dadurch konnte ich zwei Häuser bauen. Erst eins, was ich dann verkauft habe, um ein Neues zu kaufen, was dann letztlich durch ihn (Michael Wendler) in die Versteigerung gekommen ist. Und nicht wie der Wendler behauptet, dass ich seine Mutter verlassen und vor die Tür gesetzt hätte. Ich bin mit null Cent nach Herne gegangen und habe ihr alles gelassen. Das Haus, das Auto, die Möbel, alles. Und er hat zugesehen, wie das Haus nach Jahren versteigert wird und hat seiner Mutter nicht geholfen. Die Raten wurden nicht bezahlt und warum? Weil er immer allen das Geld abgenommen hat. Selbst meine Ex-Frau war ihm hörig.“

Schlager.de: Vor kurzem behauptete ein unbekannter Musiker, eine heimliche Affäre mit Laura gehabt zu haben. Im Endeffekt ruderte er zurück und gab zu, alles erfunden zu haben. Würden Sie Ihrem Sohn zutrauen, dass alles geplant zu haben, um Presse zu bekommen und evtl. sogar Geld damit zu verdienen?

Manfred Weßels: „Das kann ich nicht sagen, wie das abgelaufen ist, weil ich von dieser Laura ja nichts halte. Ich glaube nach wie vor, dass heutzutage ja jeder nach Amerika gehen und heiraten kann. Seine Frau oder Ex-Frau Claudia ist immer noch im Hintergrund. Die sagt ja gar nichts! Vom Ehemann rund 3,5 Millionen Euro Schulden bekommen zu bekommen und dann nichts darüber zu sagen, finde ich doch sehr verwunderlich. Ich glaube nach wie vor, dass Laura wieder nach Deutschland zurückkehren wird und er wieder mit seiner Frau zusammen kommt, aber das wird ihm gar nichts bringen, nachdem, was er alles losgelassen hat.“ 

Schlager.de: Viele glauben, Laura sei nur mit Michael Wendler zusammen, um berühmt zu werden. Glauben Sie das auch?

Manfred Weßels: „Genau das glaube ich auch. Das ist ein Prominenter, an den ich mich mal ranmache und dann haben sie eine Strategie gehabt, mit ihr Geld zu verdienen. Das hat ja auch geklappt.“

Schlager.de: Sie glauben also die Beziehung zwischen Laura und dem Wendler ist nicht echt?

Manfred Weßels: „Nein, nach wie vor. Ich glaube ich es nicht. Ich werde es nicht behaupten, aber ich glaube es nicht. Keiner von der Presse hat sich jemals die Scheidungspapiere von Michael und Claudia zeigen lassen. Bis heute. Wann ist die Scheidung denn eingereicht worden? Seit wann sind die denn geschieden? Nichts. Und ein Heiratszertifikat in den USA bekommt doch jeder. Ich glaube nach wie vor, dass das ein Spiel von denen ist.“

Schlager.de: Was sagen Sie zu den Verschwörungstheorien Ihres Sohnes?

Manfred Weßels: „Entweder wurde er so von anderen Leuten geimpft, dass er das sagen musste, oder er bekommt Geld dafür bei Telegram. Er war nie gegen die Bundesregierung. Er wollte sogar in die Politik einsteigen in jungen Jahren und zur CDU. Als er dann Blätter verteilen sollte, hat er gesagt, er macht das nicht. Da war er so um die 21 Jahre alt. Er ist nicht krank im Kopf. Irgendwie baut er sich eine Strategie auf. Ich weiß aber nicht, was dahinter steckt. Alleine hat er sich das ganz sicher nicht ausgedacht. Keiner kennt ihn besser als ich. Ich weiß alles über ihn. Aber ich glaube nicht, dass RTL ihm jemals wieder eine Plattform geben wird. Alle haben über mich gelacht, aber jetzt lacht keiner mehr, seit mein Buch draußen ist. Und eines möchte ich klarstellen: Michael hatte vier Wochen Zeit, gegen das Buch anzugehen. Aber er hat nichts gemacht, weil er weiß, dass ich recht habe und nichts als die Wahrheit sage.“

Schlager.de: Die einzige Leidtragende ist und bleibt wohl leider Adeline…

Manfred Weßels: „Ja. Ich habe mit dem Mädel jetzt seit 16 Jahren keinen Kontakt mehr. Sie hätte sich ja auch mal melden können! Michael hat ihr das verboten, das weiß ich. Und wenn er sagt nein, dann wird das auch nicht gemacht. Ich würde sie heute auch gar nicht mehr erkennen. Sie könnte mir auf der Straße entgegen kommen und ich wüsste nicht, wer sie ist. Und mittlerweile habe ich auch gar kein Interesse mehr daran, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich habe kein Interesse, von seiner Seite irgendjemanden zu sehen.“

Schlager.de: Ist es für Sie dann nun ein bisschen Genugtuung, dass Sie durch das Buch letztlich doch wieder ein bisschen Geld durch ihren Sohn verdienen können?

Manfred Weßels: „Sie wissen sicher genauso gut wie ich, dass da ein ganzer Rattenschwanz dran hängt, der mitverdient. Druckerei, Autor, Co-Autor, PR-Managerin und und und. Es ist nicht die Welt. Aber es hilft ein bisschen mit, sage ich mal. Was bisher verkauft worden ist, weiß ich nicht, aber es gibt Stimmen, die meinen, dass es ein Bestseller werden könnte. Das würde mich natürlich freuen, denn dann könnte ich aufhören zu arbeiten und sagen ‚Jetzt lebe ich von dem, was ich da verdient habe. Denn ich möchte niemals, so lange ich lebe zum Amt rennen (weint). Niemals! So lange ich lebe. Nie. Das habe ich mir geschworen. Und ich möchte alt werden. Aber was soll ich machen? Michael hat mir alles genommen. Ich habe 520 Euro Rente, denn meine Ex-Frau bekommt ja auch was. Ich muss also arbeiten. Ohne Michael würde ich heute ganz anders da stehen. Durch ihn habe ich alles verloren.“

Jetzt rechnen auch C-Promis mit Michael Wendler und seiner Laura ab!

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