Mary Roos: „Warum ich so gerne auf Friedhöfe gehe“

Gastartikel
Mary Roos: „Warum ich so gerne auf Friedhöfe gehe“ © MG RTL D/Robert Grischek
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08.06.2021

Ziellos und in Gedanken versunken schlendert sie den Weg entlang. Immer wieder streift ihr Blick über die Grabsteine. Welche Geschichten sich hinter den bewegenden Denkmälern und steinernen Zeugen vergangener Jahre verbergen mögen? Flink huscht ein Eichhörnchen an ihr vorbei, sein Rascheln und das Zwitschern der Vögel sind die einzigen Geräusche, die die Stille durchbrechen. „Ich gehe gerne auf Friedhöfe“, verrät Mary Roos (72) jetzt. Dort, am Ort des Gedenkens, wird der Künstlerin vieles bewusst.

„Ich finde, da ist es so ruhig“, erzählt die quirlige Schlagersängerin. „Es überkommt mich eine Ruhe, die ich sonst gar nicht so habe.“ Denn eigentlich ist Mary sehr gesellig. Still sitzen? Das fällt der rastlosen Musikerin meist schwer. Doch auf dem Friedhof, da ist sie ganz für sich. Da kann sie Gedanken fassen, die im Lärm des Alltags sonst untergehen. „Für mich gehören Leben und Tod auch irgendwie zusammen“, wird Mary beim Spaziergang zwischen den Gräbern immer wieder bewusst. Sie denkt dann an ihren Bruder Franz († 69), der vor zwei Jahren verstorben ist – sein Verlust war ein tiefer Einschnitt in Marys Leben. Und an ihre Eltern Maria (†) und Karl († 83).

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Mary ist sich sicher, dass sie all ihre Lieben im Himmel einmal wiedersehen wird. „Ich habe eine ganz kindliche Vorstellung vom Leben nach dem Tod. Irgendwann werde ich oben ankommen und meine Familie wird zu mir sagen: ‚Schön, dass du da bist‘ „, verrät sie. Auf dem Friedhof fühlt sie sich ihnen so nah.

Außerdem spürt die Sängerin dort, am Ort der Toten, wie dankbar sie für ihr Leben sein muss und wie wichtig es ist, jeden Tag auszukosten. „Ich hoffe, dass ich noch lange lebe“, geht ihr dann durch den Kopf. „Aber wenn ich jetzt wüsste, dass es vielleicht nur noch ein paar Jahre sind, würde ich einfach darauf losleben.“

So viele Dinge will sie noch erleben, bevor es irgendwann zu spät ist: „Verreisen, verrückte Sachen machen, vielleicht noch mal einen Motorradführerschein. Ich bin ja auch schon mit dem Fallschirm gesprungen – weil ich dachte: Wann soll ich das machen, wenn nicht jetzt?“

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