Norbert Rier: DIESER Ort wäre seine zweite Wahlheimat

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Norbert Rier: DIESER Ort wäre seine zweite Wahlheimat © Gerd Eder
Eduard Ebel
Redakteur

Die Kastelruther Spatzen feiern heute einen ganz besonderen Tag: Endlich erscheint ihr langersehntes Album „HeimatLiebe“. Wie es der Name schon sagt, wird die eigene Heimat ganz groß geschrieben. Im exklusiven Interview mit Schlager.de spricht der Frontmann Norbert Rieu über die kommenden Monate, die Probleme in der Corona-Krise und über seine mögliche zweite Wahlheimat.

Norbert Rier, Sie hatten vor kurzem Corona. Haben Sie sich jemals Sorgen um einen schwereren Verlauf gemacht? Zur Erinnerung: Sie hatten vor einiger Zeit eine Herzklappen-OP und eine Lungenembolie.

Norbert Rier: „Nein, ich habe versucht, alles positiv zu sehen. Es hat immer geheißen, dass ich geschützt bin, weil ich jeden Tag Tabletten nehme. […] Die zehn Tage in der Quarantäne waren überhaupt nicht schlimm. Ich hatte drei Tage keinen Geschmack. Aber es war alles recht harmlos. Mittlerweile bin ich sogar geimpft. […] Unseren Bandkollegen Albin Gross hat es ein bisschen mehr erwischt. […] Der hat 20 Tage gebraucht, bis er wieder gesund war.“

Wir blicken in Zukunft: Der Herbst wird ganz groß. Das Kastelruther Spatzen-Open-Air am 3. und 4. September – und das Kastelruther Spatzen-Fest im Oktober stehen an. Können Sie eine Prognose abgeben, ob das alles wie geplant ablaufen wird?

Norbert Rier: „Die Hoffnung stirbt zum Schluss. Man kann momentan echt schwer planen, weil man nie weiß, was alles auf uns zukommt […]. Wenn es mit dem Impfen vorangeht, dann könnte ich mir vorstellen, dass alles mit Auflagen machbarer wird. […] Die Leute würden sich freuen, wenn sie wieder auf ein Konzert von uns gehen dürfen und dort auch Freunde treffen können. Hoffentlich geht bald alles wieder seinen normalen Weg.“

Was dürfen die Fans für beide Veranstaltungen konkret erwarten?

Norbert Rier: „Sie dürfen sich auf wunderschöne Musik freuen. Es wird wieder einen tollen Bühnenaufbau mit Videoeinspielungen geben. […] Normalerweise veröffentlichen wir unsere Alben erst im Herbst vor dem Spatzenfest. Doch dieses Jahr haben wir es mit „HeimatLiebe“ etwas anders gemacht. Wenn schon aktuell kaum Konzerte stattfinden, dann sollen unsere Fans halt im Juni eine neue CD bekommen. […] Außerdem wird es in diesem Jahr ein Weihnachts-Album geben.“

© ELE/ WE LOVE MUSIC

Im neuen Album „HeimatLiebe“ gibt es den Song „Endlich wieder Kastelruth“. Ist es eine Art Schmankerl für die Fans, die bald zwei Jahre auf die großen Feste mit den Spatzen warten mussten?

Norbert Rier: „Ja, wir haben darauf geachtet, dass Corona-Themen nicht so viel Platz im neuen Album bekommen werden. Bei „Endlich wieder Kastelruth“ kann man sich gut in die Sehnsucht der Fans hineinfühlen. Wir werden ständig gefragt, wann es wieder weiter geht. […] Dieses Lied lässt Erinnerung an diese tollen Momente wachwerden.“

Einige Ihrer Konzerte wurden kürzlich wegen einer Insolvenz des Veranstalters abgesagt. Was ist da passiert?

Norbert Rier: „Es handelte sich dabei um einen Veranstalter, mit dem es in der Vergangenheit immer gepasst hat. […] Wie für viele andere Unternehmen, wurde auch hier vielleicht die Luft in der Corona-Krise zu eng. […] Auch für die Fans ist das nicht so angenehm, weil sie ihre Karten schon bezahlt haben und das Geld nicht zurückerstattet bekommen haben.“

Hat das auch finanzielle Folgen für die Kastelruther Spatzen?

Norbert Rier: „Wir wurden für alle früheren Konzert mit dem Veranstalter bereits bezahlt. Selbstverständlich ist es nicht schön, dass jetzt mehrere Konzerte abgesagt wurden. […] Wir schauen auf den Herbst und hoffen, dass alles im neuen Jahr wieder normal läuft.“

Es gibt kaum Stars in der Musikbrache, die wie die Kastelruther Spatzen mit ihrer Heimat derartig verbunden werden. Ganz ehrlich – können Sie unerkannt in ihrem Heimatort in einen Supermarkt gehen?

Norbert Rier: „Jeder kennt hier jeden. Man wird angesprochen und erkannt. […] Das ist aber überhaupt nicht schlimm. Daran habe ich mich gewöhnt. Es wäre doch schlimmer, wenn man sich ständig verstecken müsste.“

Gibt es auch Momente, in denen Sie nicht erkannt werden möchten?

Norbert Rier: „Wenn ich mit der Familie unterwegs bin, dann ist es nicht immer angenehm, wenn man angesprochen wird. […] Das sind die Schattenseiten des ganzen Showgeschäfts.“

Kastelruth ist Ihre geliebte Heimat. Können Sie sagen, ab wann man merkt, dass man seine persönliche Heimat gefunden hat?

Norbert Rier: „Vor allem, wenn man sich für eine längere Zeit an einem Ort wohlfühlt und wenn man das Gefühl hat: ‚Hier bin ich daheim, hier gehöre ich hin.‘ Das Bodenständige, das Traditionelle und das Heimatverbundene – das alles liegt mir hier besonders am Herzen. Man kann zudem einfach nie genug dankbar sein, dass man das Glück hat, in so einer wunderschönen Gegend aufwachsen zu dürfen. Die herrliche Bergwelt und die gute Luft sind einfach besonders hier.“

Welcher Ort würde für Sie als zweite Wahlheimat neben Kastelruth in Frage kommen?

Norbert Rier: „Auf jeden Fall dort, wo ich im Hintergrund die Berge sehen kann. Mir gefällt es besonders im Allgäu – also im Raum Kempten, Kaufbeuren oder Rosenheim. Das könnte ich mir als zweite Wahl neben Kastelruth gut vorstellen.“

Also sollen die Allgäuer um Sie als künftigen Nachbarn kämpfen?

Norbert Rier: „Das mit dem Allgäu habe ich mal früher erwähnt. Ich habe sogar Angebote für Höfe in der Gegend bekommen. Aber meine Frau hat gesagt, dass das überhaupt nicht in Frage kommt. Damit war das Thema erledigt.“

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