Francine Jordi: „Erst mit 43 hab ich mich lieben gelernt“

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Francine Jordi: „Erst mit 43 hab ich mich lieben gelernt“ © Hartmut Holtmann / Schlager.de

Nein, das Leben hat ihr nicht immer die besten Karten zugeteilt. Da war ihre große Liebe, die sie betrog. Die schlimme Diagnose Brustkrebs, die ihr Leben auf den Kopf stellte. Doch statt zu verzweifeln, steht an diesem Sommertag eine rundum glückliche Frau vor uns. Eine, die lacht, strahlt – und die voller Zuversicht sagen kann: „Mein Leben ist toll. Mit allem, was war. Weil ich gelernt habe, mich selbst zu lieben.“

Als junges Mädchen war das nicht der Fall. „Die Pubertät war die anstrengendste Zeit. So ab zwölf“, erinnert sich die Schweizer Sängerin. „Bis so ungefähr 25! Der Leistungsdruck, den ich mir gemacht habe. Immer gut aussehen, immer perfekt sein. Und dann das Suchen nach einem Platz in der Welt. Keine Ahnung, wie ich das überlebt habe!“ Auch weil Francine damals nicht vor Selbstbewusstsein strotzte. „Ich habe mir schnell alles zu Herzen genommen. Weil ich jedem gefallen wollte“, erzählt die Schweizerin offen.

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„Ich habe so oft Ja zu etwas gesagt, obwohl ich es gar nicht wollte.“ Eine Party, um Kontakte in die Musikszene zu knüpfen, obwohl sie lieber zu Hause auf der Coach lümmeln wollte, zum Beispiel. „Aber ich war unsicher, mit Selbstzweifeln behaftet…“ Auf ihr Herz zu hören, fiel ihr schwer. „Die ersten 30 Jahre waren meine größte Herausforderung“, weiß sie.

Doch mit der Zeit, mit den Erfahrungen – den guten und den schlechten – hat Francine Tag für Tag mehr zu sich selbst gefunden. „Heute bin ich stark, ich mag mich. Ich traue mich, Nein zu sagen – ohne schlechtes Gewissen“, lacht sie glücklich. „Mein Herz ist heute mein bester Ratgeber. Und deshalb sehe ich, wenn ich in den Spiegel sehe, eine zufriedene Frau!“

Eine, die gelernt hat: Im Leben geht es nicht darum, gute Karten zu haben, sondern mit einem schlechten Blatt gut zu spielen. „Irgendwann kam ich an den Punkt, die Dinge nicht nur hinzu nehmen, sondern ihnen etwas Positives abzugewinnen. Mit den Schicksalsschlägen zu wachsen. Vielleicht ist die 44 deshalb eine gute Zahl“, schmunzelt sie. „Mit 44 Jahren ist man nicht zu alt, um alles zu können. Aber alt genug, um nicht alles zu müssen.“ CD-Tipp: „HERZFARBEN – MEINE BEST OF“, ab dem 19. August, ca. 18 Euro, Universal Music

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