Norbert Rier: „Verlässliche Freunde lernt man erst kennen, wenn es einem schlecht geht“

Gastartikel
Norbert Rier: „Verlässliche Freunde lernt man erst kennen, wenn es einem schlecht geht“ © IMAGO / STAR-MEDIA
DAS NEUE BLATT
09.08.2021

Seit mehr als 40 Jahren erfreuen die „Kastelruther Spatzen“ mit ihren Liedern die Menschen. Die Lust an der Musik ist Frontmann Norbert Rier (61) nie vergangen – vielleicht weil er fernab der Bühne ein ganz anderes Leben führt …

Ihr neues Album heißt „HeimatLiebe“. Heimat und Liebe – wie gehört das für Sie zusammen?

Norbert Rier: „Ich glaube auf jeden Fall, dass es zusammengehört. Denn Heimat ist die Verbundenheit mit seinem Zuhause. Ich glaube, Heimat ist für jeden dort, wo man sich wohlfühlt. Ich fühle mich in unserer Gegend einfach sehr wohl, so wie wir alle.“

Ihre Kinder wohnen nicht mehr zu Hause, Ihre Frau und Sie sind ganz allein. Hat das Ihre Beziehung zueinander noch mal gestärkt?

Norbert Rier: „Irgendwie schon. Wir hatten da nie Probleme, aber auch gerade jetzt in der Corona- Zeit war das noch mal etwas ganz Besonderes. Ich war in meiner gesamten Spatzen-Zeit – das sind jetzt 41 Jahre – noch nie so lange am Stück zu Hause. Aber das war auch schön. Das ist ein anderes Leben, ein ganz normales Leben. Kein Stress, keine Hektik! Das konnte ich so richtig genießen. Langsam kehrt die Normalität ein Stück zurück. Wir vermieten auf unserem Bauernhof Ferienwohnungen, und da haben wir jetzt die ersten Gäste.“

Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Freizeit?

Norbert Rier: „Mit der Arbeit auf dem Hof. Das macht mir sehr viel Spaß. Im Sommer gehe ich mit meiner Familie auch gerne auf die Alm. Wenn man in der Natur ist und sich zurücklehnen kann, das gefällt mir sehr. Dabei kann ich Kraft tanken.“

Sind Sie guter Dinge, dass Ihre Kinder mal den Hof übernehmen?

Norbert Rier: „Ja, das denke ich schon. Mein Sohn Alexander ist zwar mittlerweile auch sehr erfolgreich im Schlagerbereich unterwegs. Aber es ist geplant, dass er den Hof irgendwann mal übernimmt. Wir in der Familie helfen immer alle mit, gerade wenn es mal brenzlig werden sollte.“

Die Lieder auf Ihrem neuen Album handeln von vielen wichtigen Themen. Gibt es eine Lebensweisheit, die Sie leitet und inspiriert?

Norbert Rier: „Mein Lebensmotto ist ‚Ehrlich währt am längsten‘. Das wird auch in unserem neuen Lied ‚Freundschaft für immer‘ thematisiert. Denn ich glaube, jeder wünscht sich gute, verlässliche Freunde. Natürlich lernt man die erst kennen, wenn es einem schlechter geht. Zum Glück habe ich da noch nie eine Enttäuschung erleben müssen.“

Verraten Sie uns, wann Sie zuletzt geweint haben?

Norbert Rier: „Das waren Gott sei Dank Freudentränen (lacht), vor dreieinhalb Jahren, als mein letzter Enkel geboren wurde. Da war ich gerade im Krankenhaus in Augsburg bei meiner Herz-OP. Als die wunderschöne Nachricht kam, dass der kleine Willi da ist, sind mir Freudentränen über die Wange gekullert.“

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