Rex Gildo: Geplantes Film-Projekt sorgt für Ärger

Rex Gildo: Geplantes Film-Projekt sorgt für Ärger © wikipedia.org/wiki/Rex_Gildo
Kevin Drewes
Rasender Reporter
18.08.2021

Er war einer der erfolgreichsten Schlager-Stars der 70er: Rex Gildo. Bis heute ist sein „Hossa, Hossa“ Kult und der Dauerbrenner „Fiesta Mexicana“ läuft noch immer überall. Doch es war längst nicht alles rosig im Leben des viel zu früh verstorbenen Sängers. Nun wird ein 90-minütiges Doku-Drama mit dem Titel „Der letzte Tanz – Die Rex-Gildo-Story“ über die Ikone gedreht. Das gefällt nicht jedem…

Regisseur ist der 78-jährige Rosa von Praunheim. In seinem Werk will er vor allem die Liebesgeschichte zwischen Rex Gildo und seinem Manager Fred Miekley, der ihn entdeckte und zum Star machte, thematisieren. Denn der Star war homosexuell, was damals noch gesetzlich verboten. Daher bestritt die Ikone immer wieder vehement, schwul zu sein. Noch schwerer machte es die Tatsache, dass er als Frauenschwarm verkauft wurde. Heutzutage klingt das nach Wahnsinn, doch es war nunmal eine komplett andere Zeit. Von Praunheim dazu in einem Interview bei "Radio eins": "Biopics mag ich sehr, sehr gern und Lebensgeschichten sind aufregend von allen Menschen. Es hat mich natürlich seine versteckte Homosexualität sehr interessiert. Das war in einer Zeit – in den Fünfziger- und Sechzigerjahren – in der Schwule kriminalisiert wurden."

Alte Weggefährten melden sich zu Wort

In dem Film wird Rex Gildo in den fiktionalen Passagen von gleich zwei Schauspielern dargestellt: Kilian Berger mimt den jungen Star, Kai Schumann übernimmt den Part des älteren Rex Gildo, während Ben Becker seinen schwulen Manager spielen wird. Das Doku-Drama wird ein Mix aus gespielten Szenen und Interviews mit Bekannten und Weggefährten, wie der RBB berichtet. So werden Gitte, Bernhard Brink, Cindy Berger und Rex Gildos damalige Haushälterin zu Wort kommen. Der Film soll im Herbst 2022 im Fernsehen ausgestrahlt werden, zuvor aber im Kino laufen.

Boykott-Aufruf von Biografie-Autorin

Für Unruhe sorgt ein Boykott-Aufruf von Nessa Notedigo. Die Autorin der Biografie "Rex Gildo - Ein Leben zwischen Heimlichkeit und Applaus" ruft auf Facebook zum Boykott des geplanten Films auf, weil er die Sexualität des Sängers und nicht sein Werk in den Vordergrund stelle. Außerdem meldet sie Zweifel an der Theorie an, dass der Sänger überhaupt homosexuell gewesen sei. Auf der Fanseite "Rex Gildo: 1936-1999 Unvergesslich" schreibt Notedigo: "Rex Gildo war mehr als nur ein Mensch, der auf seine Sexualität reduziert werden muss! Rex Gildo war Künstler, Musiker und Entertainer! Was Ludwig Franz Hirtreiter privat trieb, das geht die Öffentlichkeit nichts an." Am Ende werden die Zuschauerzahlen zeigen, ob ausgerechnet diese Thematik aus dem Leben von Rex Gildo spannend war...

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