Mette-Marit von Norwegen: Schwanger suchte sie im „Lusthaus“ nach einem neuen Mann

Gastartikel
Mette-Marit von Norwegen: Schwanger suchte sie im „Lusthaus“ nach einem neuen Mann © IMAGO / Eventpress
DAS NEUE BLATT
02.09.2021

Mit einem Baby im Bauch sitzengelassen, suchte Mette-Marit nach einem Vater für ihr Kind. Dabei ließ sie keine Chance unversucht … (Serie: Geheimakte Royal)

Leicht beschwipst im Pulli, in hautengen Strumpfhosen mit Leoparden-Muster, Stilettos und einer Federboa – so saß ein junges, blondes Mädchen 1996 in der norwegischen TV-Kuppel-Show „Lusthaus“ und wurde von den teilnehmenden Männern begafft. Frech war sie, saß da mit ziemlich großer Klappe. Dass dieses Mädchen später die Kronprinzessin von Norwegen werden sollte – das hätte niemand geahnt und schon gar nicht geglaubt.

„Mette ist ein Mädchen, das mit beiden Beinen fest auf Wolken steht. Sie wurde in Indien verhaftet und aus dem Land geworfen. In Kalkutta fiel sie in Ohnmacht. Jetzt sucht sie einen Mann. Willkommen in der TV-Show ,Lusthaus‘“, stellte die Moderatorin Silvany Bricen die Blondine mit dem wilden Vorleben vor. „Du suchst bestimmt einen Prinzen?“, fragte die Moderatorin. Mette-Marit schüttelte den Kopf und antwortete vorlaut: „Ich stehe auf die bösen Jungs!“.

Die Kandidaten der Kuppel-Show, eine handvoll junger Männer auf Frauensuche, jubelten begeistert. Was niemand ahnte: Mette trug ein Geheimnis unter dem weiten Pulli. Sie war im fünften Monat schwanger. Der Kindesvater Morten Borg, ein vorbestrafter Türsteher, hatte sie einfach sitzen lassen. An diesem Abend hatte sie Pech: Sie fand keinen Mann in der TV-Sendung. Erst drei Jahre später verliebte sich Kronprinz Haakon in den frechen Star der Kuppel-Show. Das frivole Videoband der „Lusthaus“-Sendung mit Mette-Marit Tjessem verschwand unterdessen im Kellerarchiv des Senders TV-Norge in Oslo. Vorerst …

Doch im Sommer 2008 stand TV-Chef Pål Traelvik im Schneideraum des Fernsehsenders und starrte auf einen Monitor. Seine Reporter hatten das alte Video deon Mette-Marit ist der Knaller!“, jubelte er. 1996 war sie ja noch eine Unbekannte gewesen. Doch zwölf Jahre später wusste jeder, dass sie r „Lusthaus“-Show mit Mette-Marit im Archiv entdeckt. Was er sah, verschlug dem Fernsehmacher die Sprache. „Dieser Auftritt vdie Kronprinzessin von Norwegen ist. „Dieses Video war eine Sensation! Ich war mir nur nicht so sicher, ob das Prinzessin Mette-Marit gefallen würde“, gestand der TV-Boss. Er wollte den Film für die 20-Jahr-Jubiläums-Sendung der Fernseh-Station wieder veröffentlichen. Doch wenig später schrillte das rote Telefon in der Chefredaktion. „Dieses Video wurde wenige Tage vor der Verlobung von Prinz Haakon und Mette-Marit mit einem Sendeverbot gesperrt“, gestand TV-Sprecherin Ingrid Medhus. Ein paar Herren vom Geheimdienst waren damals plötzlich in der Chefredaktion aufgetaucht und machten ihr Anliegen unmissverständlich klar.

2001, im Jahr der Hochzeit von Kronprintz Haakon und seiner Mette, war in Oslo die Hölle los. Ganz Norwegen tuschelte über die wilde Vergangenheit der jungen Frau. Alte Freunde aus der Nachtwelt wollten ihre Storys über das Doppelleben der Prinzessin verkaufen. Erpressungsgerüchte flammten auf. „Prinz Haakon verzweifelte. Er wollte seinen Titel und die Thronfolge aufgeben und mit Mette-Marit aus dem Schloss fliehen“, verriet Hofkennerin Monika Birkelan.

Fieberhaft suchte der Geheimdienst nach Mettes früheren Weggefährten, die peinliche Privatfotos und Geheimnisse den Sensationsblättern verkaufen wollten. Ungeschminkt, unter Tränen und mit stockender Stimme beichtete sie nur wenige Tage vor der Hochzeit in einem TV-Interview: „Es war für mich in dieser Zeit wichtig, die Grenzen des Akzeptierten zu überschreiten.“ Und weiter: „Ich distanziere mich von Drogen. Ich kann leider das Leben nicht noch einmal anfangen. Ich habe sehr ausschweifend gelebt und dafür teuer bezahlt.“

Doch auch nach der Hochzeit fand die Prinzessin keine Ruhe. Immer weiter wurde in der Vergangenheit von Mette-Marit gewühlt. Die Spuren führten in die dunkelsten Ecken des Nachtlebens von Oslo. Ihre Welt damals waren die Discos und Nachtclubs. Sie lebte mit Hausbesetzern in leeren Wohnungen im Arbeiterviertel von Oslo. Selbst ihr eigener Vater Sven O. Høiby verkaufte private Fotos und Dokumente seiner Tochter. Doch zum Glück verzieh das norwegische Volk seiner Kronprinzessin alles.

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