Chris de Burgh: Was mich das letzte Jahr gelehrt hat

Gastartikel
Chris de Burgh: Was mich das letzte Jahr gelehrt hat © IMAGO / STAR-MEDIA
NEUE POST
18.09.2021

Fast 600 Tage keine Auftritte, keine Reisen, kein Applaus. „Das gab es noch nie in meinem Leben! Ich bin sonst ständig unterwegs.“ Chris de Burgh (72) schmunzelt. „Nun bin ich heilfroh, dass ich wieder freier sein kann, auftreten darf“, verrät er NEUE POST. Denn während der erzwungenen Corona-Pause war die Frustration gefährlich hoch …

Besonders enttäuschend war?

Es war frustrierend, mitzuerleben, wie meine Tournee und die Premiere meines „Robin Hood“-Musicals in Fulda mehrfach verschoben werden mussten. Es war ein Zustand permanenter Enttäuschung! Immer wieder habe ich mich gefreut, dass es endlich losgeht – und dann wurde wieder alles abgesagt.

Können Sie gut mit Enttäuschungen umgehen?

Ich habe in meiner Karriere oft erlebt, dass Dinge nicht so geklappt haben, wie ich sie mir ausgemalt hatte. Ich lasse mich davon nicht abschrecken: Ich bin wie ein Boxer, der nach einem Knock-out wieder aufsteht und weitermacht. Ich ärgere mich zwei Stunden, aber dann hake ich das ab.

Ärgern Sie sich auch über das Älterwerden? Sie feiern im Oktober Ihren 73 Geburtstag ...

Nein. Jeder neue Tag ist ein Wunder für mich. Ich finde es schrecklich, wenn Menschen anfangen, sich im Alter zu langweilen. Je älter ich werde, umso bewusster werde ich mir meiner Lebenszeit und der Tatsache, dass uns allen gar nicht so viel Zeit auf Erden bleibt, wie wir glauben.

Machen Sie noch Pläne? Für die nächsten zehn oder 15 Jahre Ihres Lebens?

Ich plane maximal die nächsten 15 Minuten (lacht). Wenn ich etwas gelernt habe in dem vergangenen Jahr, dann: Es lohnt nicht, auf lange Zeit im Voraus zu planen. Wir alle tun so, als seien wir unsterblich. Wir buchen den Urlaub im Voraus – aber wer weiß, ob wir da noch leben? Pläne zu machen, gaukelt uns vor, wir hätten das Schicksal unter Kontrolle.

Verraten Sie uns Ihr Rezept für ein glückliches Leben?

Das Glück ist eine rare und trügerische Sache. In glücklichen Momenten vergisst du Probleme. Glück steht in der Skala oben. Eine Stufe darunter steht Zufriedenheit. Auf der Mittellinie ist der Normalzustand. Darunter folgen Melancholie, Traurigkeit. Die meisten Menschen bewegen sich in der Mitte. Es gibt Ausschläge zum Glück und in die Traurigkeit. Ich versuche, mich auf einem ausgewogenen Niveau zu bewegen ohne Ausreißer nach oben oder unten.

Wo sind Sie am glücklichsten?

Auf der Bühne. Dann, wenn ich in glückliche Gesichter blicke. Ein Lächeln ist ansteckender als jedes Virus! Wir sollten uns alle gegenseitig mit einem Lächeln anstecken!

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