Udo Jürgens: Streit um sein musikalisches Erbe beigelegt

Udo Jürgens: Streit um sein musikalisches Erbe beigelegt © IMAGO / APress
Kevin Drewes
Rasender Reporter

Vor nunmehr sieben Jahren ist Schlagerstar Udo Jürgens verstorben und hinterließ ein großes musikalisches Vermächtnis. In seinem Testament regelte er, dass sein Manager und bester Freund Freddy Burger die Rechte für seine Musik erhalten soll. Doch das schmeckte seinen Kindern John und Jenny überhaupt nicht. Nach jahrelangem Streit soll es nun endlich eine für alle Seiten zufrieden stellende Einigung gegeben haben.

Udo Jürgens: So einigten sich die Parteien

Neben dem schweizer Blatt "Blick" veröffentlichte die Udo Jürgens Master AG eine offizielle Pressemitteilung, in der die genaue Regelung erklärt wird. So werden Jenny und John Jürgens zukünftig als alleinige Gesellschafter der besagten Tonträgerfirma fungieren. Somit liegen die Rechte der Veröffentlichung aller Werke des Udo-Jürgens-Musikproduktions-Katalogs nun in den Händen der Kinder vom großen Musiker. Freddy Burger soll sich zukünftig nun auf die Pflege des ihm gehörenden Musikverlags für die Werke von Udo Jürgens konzentrieren. Dies beinhaltet die Verwendung in Film, Werbe- und Musicalproduktionen.

Udo Jürgens: Ganze vier Mal ging es vor Gericht

Damit endet ein langer Streit, der seit 2017 tobte. Ganze vier Mal standen sich die Parteien bereits vor Gericht gegenüber, ehe sie sich nun gütlich einigten. Durch den Disput wurde jede Veröffentlichung oder Verwendung eines Udo-Liedes blockiert. So durften beispielsweise 2019 für den Kinofilm des Udo-Musicals «Ich war noch niemals in New York» keine Original-Songs verwendet werden, sondern nur Coverversionen von anderen Künstlern. Der Stachel saß offensichtlich lange Zeit sehr tief. Obwohl die Musical-Verfilmung eine wirklich besondere und mit Herz zelebrierte Verneigung vor Udo Jürgens ist, glänzen Jenny und John Jürgens bei der Premiere in Köln durch Abwesenheit. Manfred Bockelmann, der Bruder von dem Schlagerstar hingegen, war damals vor Ort.

Udo Jürgens: Darum ist die Einigung auch für Fans eine gute Nachricht

John und Jenny, die aus Udo Jürgens' Ehe mit Erika Meier, genannt Panja Jürgens, stammen, zeigen sich in einem gemeinsamen Statement froh über die Einigung mit Freddy Burger, wie T-Online berichtet: "Unser Vater hat mit seiner Musik weit über den deutschsprachigen Raum hinaus Kulturgut geschaffen und Generationen damit begeistert. Wir bewahren sein musikalisches Vermächtnis" versprachen die Nachkommen. Desweiteren kündigten sie an:"Seine Fans können sich nun wieder auf die Fortsetzung weiterer Veröffentlichungen der Udo Jürgens-Originalaufnahmen freuen." Auch Freddy Burger ist glücklich über die Einigung: "Ich freue mich, die zum Aran-Musikverlagskatalog gehörenden musikalischen Werke von Udo Jürgens verwalten zu dürfen. Udo Jürgens war einer der begnadetsten Musiker und Entertainer im deutschen Sprachraum der letzten 60 Jahre. Ich bin dankbar, dass ich ihn auf seinem Weg so lange begleiten durfte und stolz auf das, was wir in den fast 40 Jahren unserer Zusammenarbeit geschaffen haben. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Musik von Udo Jürgens lebt und auch die nächste Generation zu begeistern vermag". Scheint so, als können sich Fans nun auf einige Schätze aus dem musikalischen Lebenswerk freuen.

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