Spannende FaktenFreddy Quinn: Von A-Z

Gastartikel
Freddy Quinn: Von A-Z © United Archives / Kontributor
NEUE POST

Am 27. September feierte der Sänger seinen 90. Geburtstag. NEUE POST gewährt ganz private Einblicke in sein Leben…

A Adoption

Als Kind wurde er vom neuen Mann seiner Mutter adoptiert und musste dessen Nachnamen annehmen. „Er war ein verarmter Baron, Rudolf Anatol Freiherr von Petz. Ich habe ihn gehasst.“ 15 Jahre lang kämpfte der Sänger mithilfe eines Anwalts, bis er den Namen endlich wieder los war.

B Bundesverdienstkreuz

Für seine Verdienste um das deutsche Liedgut bekam Freddy Quinn 1984 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

C Champagner

Der war nie nach seinem Geschmack, außerdem lehnt er zur Schau gestellten Luxus vehement ab. Auf einer Veranstaltung soll er mal gesagt haben: „Ich lasse mich doch nicht mit Kaviar und Champagner fotografieren!“ Ein Star ohne Allüren.

D Drei

… Millionen Euro soll sein geschätztes Vermögen betragen. Er lebt in einer Villa im Norden Hamburgs, ist aber ansonsten bescheiden und genügsam.

E „Eurovision Song Contest“

Als Deutschlands allererster Teilnehmer bei dem Sängerwettstreit trat er 1956 in Lugano an. Mit „So geht das jede Nacht“ landete er zwar nur auf dem 13. Platz, aber seiner Karriere tat das keinen Abbruch.

F Fremdenlegion

Als junger Mann traf er in Algerien einen Ausbilder der Fremdenlegion. „Der schlug vor: ,Mach das Basistraining mit! Nach drei Wochen entscheidest du, ob du dabei bleibst.‘ “ Freddy Quinn nahm den Vorschlag an. Aber es blieb bei den drei Wochen.

G Glücksbringer

Einst bekam er in Taiwan eine kleine Buddha-Figur, die er immer bei sich hat. Einmal vergaß er sie vor einem Auftritt – und fuhr extra 400 Kilometer, um sie zu holen. „Ich wollte nicht ohne auf die Bühne.“

H Hobby

„Ich repariere alte Uhren“, erzählt er. Das braucht viel Geduld und Fingerspitzengefühl. „Wenn die Uhr dann wieder läuft, sitze ich zufrieden vor meinem Werk.“

I Instrumente

Er ist ein hervorragender Sänger – und spielt neben Gitarre auch Klavier. Als ihm 1948 ein Engagement als Saxofonist in einem Wanderzirkus winkte, brachte sich der damals 17-Jährige flugs ein paar Stücke auf dem Instrument selber bei.

J „Junge, komm bald wieder“

Das sehnsuchtsvolle Lied erzählt von einer Mutter, deren Sohn zur See fährt. Bis heute einer seiner größten Hits! 1963 stand er 14 Wochen auf Platz 1 der deutschen Hitparade.

K Kinderlos

„Mir war meine Karriere immer wichtiger“, erklärte er seine bewusste Entscheidung gegen eine Familie. „Ich wollte keine Kinder haben, um die mich dann nicht kümmern kann.“

L Lilli Blessmann

Sie war seit 1956 an seiner Seite – als Managerin und Lebensgefährtin. Sie starb 2008, mit 89.

M Museum

In Liesing bei Wien gibt es das einzige Freddy-Quinn-Museum der Welt. Der Betreiber Eduard Klinger (77) sammelt seit 60 Jahren alles über den Sänger.

N Nichtraucher

Von Zigaretten hält er nichts. An seine Fans verteilte er aber früher aus Spaß Zündholzschachteln mit seinem Namenszug darauf – allerdings fehlten die Zündköpfe.

O Ohrfeige

Die bekam er von Johannes Heesters († 108) im Wiener Stadttheater, dort hatte Freddy eine kleine Rolle. Zu dem Stück gehörte auch die Ohrfeige. „Heesters’ Energie und Disziplin waren ein Vorbild“, sagt er.

P Pilotenkoffer

Den hatte er früher immer mit dabei. „Da habe ich alles drin – meine Papiere, meinen Pass, Kreditkarten, Fotos, Kopien. Ich kann jederzeit verschwinden …“

Q Quinn

Eigentlich heißt er Franz Eugen Helmuth Manfred Nidl, nannte sich aber nach seinem leiblichen Vater Johann Quinn.

R Rosi

So heißt die Frau, mit der er jetzt sein Leben teilt. „Wir kennen uns schon sehr, sehr lange“, sagt er. Sie verreisen zusammen, gehen gerne Essen und genießen es vor allem, Zeit miteinander zu verbringen.

S Steuerhinterziehung

Zwischen 1998 und 2002 hat er rund 900 000 Euro hinterzogen – sein Hauptwohnsitz war damals die Schweiz, aber er lebte mehr als 186 Tage im Jahr in Hamburg. Deshalb musste er sich vor Gericht verantworten. Das Urteil: 150 000 Euro Geldbuße und zwei Jahre auf Bewährung.

T Tausend

… Lieder hat er aufgenommen und rund 60 Millionen Tonträger verkauft. Damit ist er nach wie vor einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler.

U Unfall

Der änderte vor rund 60 Jahren sein Leben! „Ich hatte einen Autounfall mit 1,8 Promille“, erinnert er sich. „Ich sang damals in einer Bar und trank natürlich auch Alkohol. Es waren diverse Schutzengel bei mir. Denn ich traf eine Laterne – und wurde, laut Polizeibericht, rausgeschleudert. Danach wusste ich, dass Alkohol nicht meinen weiteren Lebensweg begleiten durfte.“ Heute trinkt er höchstens mal ein Glas Rotwein.

V Veilchen

Das holte er sich 1976 bei einer Filmszene mit Peter Alexander († 84). Dort sollte Freddy Quinn auf einem Pferd reiten, doch das verpasste ihm einen Kopfstoß!

W Washington-Bar

Er hatte ein Engagement in der Washington-Bar nahe der Hamburger Reeperbahn. Damals sang er noch englische Lieder. 1951 entdeckte ihn der Regisseur Jürgen Roland († 81) – und machte Filmaufnahmen von ihm. Die Plattenfirma Polydor nahm den 20-Jährigen sofort unter Vertrag. Zukünftig sang er vor allem auf Deutsch. „Ich habe mich immer bemüht, in meinen Liedern Geschichten zu erzählen“, so Quinn

X für ein U

… ließ er sich nie vormachen! Denn Freddy Quinn war schon als junger Mann mit allen Wassern gewaschen. Seine Erfahrung bei der Fremdenlegion, als Artist im Zirkus und auf dem rauen Pflaster von Hamburg-St. Pauli haben ihm früh Lebenserfahrung geschenkt – und obendrein eine hervorragende Menschenkenntnis.

Y „You Are My Sunshine“

Den Klassiker sang er gern, so auf seinem 21. Album. Seine Liebe zu Country entdeckte er in Amerika – er gilt als Wegbereiter der Musikrichtung in Deutschland. Ab 1979 moderierte er „It‘s Country Time mit Freddy Quinn“, lud namhafte Künstler in die Show ein und trat sogar gemeinsam mit seinem großen Idol Johnny Cash († 71) auf.

Z Zirkus

Mit 16 ließ er sich zum Akrobaten und Seiltänzer ausbilden. Bis heute gehört dem Zirkus seine Liebe. „Der Clown, den ich auch spielte, ist die schwierigste Rolle. Und Artisten sind für mich nach wie vor die ehrlichsten Vertreter des Showgeschäfts.“

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