Prinzessin Anne: Als der Entführer sie mit der Waffe bedrohte, ließ sie ihn eiskalt abblitzen

Gastartikel
Prinzessin Anne: Als der Entführer sie mit der Waffe bedrohte, ließ sie ihn eiskalt abblitzen © Max Mumby/Indigo/Getty Images
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26.12.2021

Vor dem Buckingham-Palast wurde sie in ihrer Limousine angegriffen (Serie: Der Moment ,der alles veränderte)

Es war am 20. März 1974 gegen 20 Uhr abends. Prinzessin Anne (damals 23) und ihr Ehemann Mark Phillips (25) fuhren nach einer Wohltätigkeitsveranstaltung im Rolls-Royce auf der Prachtstraße „The Mall“ zurück zum Buckingham-Palast. Begleitet wurden sie vom Chauffeur und einem Leibwächter. Doch plötzlich tauchte ein anderer Wagen auf, ein weißer Ford Escort. Am Steuer: der psychisch gestörte Ian Ball (26). Er drängte die Limousine ab und zwang den Chauffeur, an den Rand zu fahren. Dann stieg er aus und feuerte sechs Schüsse ab. Annes Leibwächter erwiderte das Feuer, doch dann klemmte seine Pistole. Ein Schuss traf ihn, auch der Chauffeur wurde verletzt. Dann riss der Angreifer die Tür des Rolls-Royce auf. Sein wahnsinniger Plan: die Prinzessin zu entführen und Lösegeld zu erpressen. „Sie kommen jetzt mit mir, denn ich will drei Millionen Pfund haben“, rief er mit der Waffe in der Hand. „Steigen Sie aus!“ Doch Anne ließ ihn eiskalt abblitzen: „Verdammt unwahrscheinlich!“

Es gelang ihr, auf der anderen Seite des Wagens herauszuspringen. Zufällig war in diesem Moment auch der Schwergewichtsboxer Ronnie Russell (26) auf der "Mall"unterwegs. Er glaubte an einen Unfall, wollte helfen und stieg aus. Dann erst sah er, was los war. Anne blieb nach außen hin weiter ruhig. "Sie hat sich sehr zusammengerissen und sagte zum Täter: 'Sei doch nicht so dumm und geh einfach weg' ", erinnerte sich Russell später. Die Situation eskalierte, als auch noch ein Reporter der "Daily Mail" auftauchte. Ian Ball schoss ihn nieder, erwischte auch noch einen Polizisten, der bei seiner Streife hinzugekommen war.

Boxer setzt zum finalen Schlag gegen den Entführer an

Als sich der Täter der Prinzessin wieder näherte, schritt der Boxer ein und schlug ihm heftig auf den Kopf. Doch der potenzielle Entführer gab nicht auf, feuerte auf Russell. Der Schuss ging vorbei. Als Ian Ball Anne weiter nachstellte, holte der Sportler zum finalen Schlag aus. "Er stand da und starrte mich an, mit der Waffe in der Hand, und ich schlug ihn so fest ich konnte. Dann lag er flach auf dem Boden."

Später vor Gericht bekannte sich Ian Ball wegen versuchten Mordes und Entführung schuldig. Er wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe in einer psychiatrischen Einrichtung verurteilt.

Queen Elizabeth übernimmt Hauskredit von Ronnie Russell

Für Prinzessin Anne war die versuchte Entführung ein Moment, der alles veränderte. Denn bis dahin fand das Volk sie zwar ganz nett und fleißig, aber man war nicht voller Überschwang, wenn man ihren Namen hörte. Das sollte sich nun ändern. Denn als bekannt wurde, wie kühl und mutig Die Queen-Tochter war, nahm die Bewunderung kein Ende. Manche glauben sogar heute noch, Anne wäre als Queen-Nachfolgerin die bessere Wahl als ihr Bruder, Kronprinz Charles (73). Und: Seit dem Entführungsversuch haben sich die Sicherheitsmaßnahmen für Mitglieder der royalen Familie erheblich erhöht.

Lebensretter Ronnie Russell wiederum erlebte kurz nach dem Vorfall sein persönliches Wunder: Die Queen übernahm als Dank für das Leben ihrer Tochter seinen Hauskredit. "Das war wunderbar. Denn ich steckte gerade in Geldnöten und stand kurz davor, das Haus zu verlieren."

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