Helene Fischer: So gefährlich war ihre Hausgeburt

Helene Fischer: So gefährlich war ihre Hausgeburt © NDR/Thorsten Jander
Brigitta Langhoff
Redaktionsleitung
05.01.2022

Helene Fischer soll während der Weihnachtsfeiertage ihr Töchterchen zur Welt gebracht haben – per Hausgeburt. Gerade für das erste Kind eine sehr ungewöhnliche Entscheidung, möchte man meinen. Schlager.de sprach mit einer Hebamme über die möglichen Risiken und Gründe einer solch besonderen Geburt.

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Helene Fischer: Baby-Überraschung zu Weihnachten

2021 sorgte Helene Fischer mit der Bekanntmachung ihrer Schwangerschaft und süßen Babybauch-Fotos für Furore. Und auch 2022 ist Europas erfolgreichste Künstlerin wieder im Zentrum der Medien – mit der Geburt ihrer Tochter. Über die Weihnachtsfeiertage soll Helene ihr Baby zur Welt gebracht haben. Ein magischer Moment für eine Erstgebärende. Vor allem aber, weil sich die 37-Jährige offenbar für eine Hausgeburt entschieden hat, wenn man den Quellen von "BILD" Glauben schenken kann. In ihrer Villa in der Nähe von München soll das Bündel voll Glück das Licht der Welt erblickt haben. Doch warum hat sich Superstar Helene Fischer ausgerechnet für so eine Geburt entschieden? Schlager.de sprach mit der Berliner Hebamme Nele Berger über mögliche Risiken einer solchen Geburt.

Helene Fischer: Ihre Hausgeburt spricht für risikoarme Schwangerschaft

Sollte Helene ihr Baby tatsächlich zu Hause entbunden haben, könnte das für eine unkomplizierte und vor allen problemlose Schwangerschaft sprechen. "Wenn eine risikoarme Schwangerschaft besteht, ist eine Hausgeburt alles andere als problematisch. Es liegt sowieso im Auge des Betrachters, was jetzt genau risikoarm oder risikoreich ist. Eine Geburt im Krankenhaus kann ebenfalls Risiken bergen", so Hebamme Nele Berger. Ihrer Meinung nach liege das vor allem an der fehlenden Eins zu Eins Betreuung der werdenden Mütter im Krankenhaus. Und neuerdings auch an Corona.

Letzteres könnte mitunter ein Grund für die Entscheidung einer Hausgeburt für die Sängerin gewesen sein. Zum einen schätzt Helene Fischer ein hohes Maß an Privatsphäre und hielt allein deshalb die Schwangerschaft sehr lange geheim. Und welchen besseren, intimeren und vor allem geschützteren Ort gibt es, als ihre eigenen privaten vier Wände? Zum anderen sind durch die Corona-Pandemie Geburten im Krankenhaus streng reglementiert. Mit Glück darf der werdende Vater im Kreißsaal dabei sein. Ein Familienzimmer, in dem der Vater – in diesem Fall Thomas Seitel – mit Mutter und Kind gemeinsam übernachten darf, ist aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelungen oft nicht mehr buchbar. Hat sich Helene Fischer deshalb für eine Hausgeburt entschieden? Möglich. Gerade als Erstgebärende möchte man seinen Partner an seiner Seite wissen – und zwar vor, während und nach der Geburt!

Hausgeburten sind nicht ungefährlich, aber immer beliebter

Wer jetzt denkt, dass die 37-Jährige dadurch ein erhöhtes Risiko für Komplikationen hatte, irrt. "Eine Klinik vermittelt oft das Gefühl von Sicherheit, falls was passiert. Wenn eine Mutter viel Blut verliert, der Kristeller-Handgriff angewendet oder gar eine Saugglocke zum Einsatz kommen muss, denkt sich im Nachgang natürlich jede Mutter 'Gott sei Dank waren wir in der Klinik'. Es kann aber sein, dass sich die Geburt zu Hause ganz anders entwickelt hätte und eben diese Komplikationen gar nicht aufgetreten wären. Fakt ist: Sofern etwas nicht stimmt, bahnt sich das langsam an. Als Hebamme hat man also ausreichend Zeit, um zu entscheiden, ob die Fahrt in eine Klinik sinnvoll und notwendig ist oder nicht", erklärt Hebamme Nele Berger ermutigend.

Ganz ungefährlich kann es dennoch nicht sein: Laut Statistik müssen etwa zehn Prozent aller Hausgeburten während der Entbindung in eine Klinik verlegt werden, weil unvorhergesehene Komplikationen auftreten. Das können unter anderem Geburtsstillstand, starke Blutungen oder ein Sauerstoffmangel des Kindes sein. Trotzdem steigen die Zahlen der Hausgeburten konstant an. Allein von 2001 bis 2020 hat sich die Zahl von 1,1 auf 1,8 Prozent erhöht. Während 2001 "nur" 8.266 von 737.360 in Deutschland geborenen Kindern zu Hause zur Welt gekommen sind, waren es 2020 schon 13.969 von insgesamt 776.306 in Deutschland geborenen Kindern. Es sieht also so aus, als läge Helene Fische mit ihrer Hausgeburt einmal mehr voll im Trend! Am Ende kommt es aber sowieso nur darauf an, dass Mutter und Kind wohlauf sind...

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