Queen Elizabeth: Die Zukunft der Krone

Gastartikel
Queen Elizabeth: Die Zukunft der Krone © John Rainford/Cover Images
Tina
12.01.2022

Mit 95 ist man noch lange nicht von gestern, das zeigt Queen Elizabeth. Sie und andere Majestäten setzen auf Herz und Engagement. Schon 70 Jahre auf dem Thron des Vereinigten Königreichs, wie die Zeit verfliegt … Eine sehr weite Reise liegt am 6. Februar hinter Queen Elizabeth. Nicht nur, weil die 95-Jährige die am meisten gereiste und älteste Monarchin der Welt ist.

Sie war am 6. Februar 1952 mit Philip in Kenia auf ihrer Lodge und beobachtete Elefanten, Nilpferde und Giraffen, als die Nachricht vom frühen Tod ihres Vaters sie ereilte. Zurück in London, versprach sie bei ihrer ersten Ansprache als Königin: „Ich werde immer arbeiten, um Ihr Glück und Ihren Wohlstand zu befördern.“ Und sie hielt Wort. Ihr Volk liebt diese Monarchin, sie kann sich über rund 75 Prozent Zustimmung freuen.

Auch weil dank der Queen die britische Monarchie immer auf der Höhe der Zeit blieb. Schon ihre Krönung 1953 ließ sie erstmals im Fernsehen übertragen, 300 Millionen Menschen weltweit saßen vor den damals noch neuen Geräten. Sie nahm die Beatles bereits 1965 in den britischen Verdienstorden auf, obwohl diese Scherze über Die Queen gemacht hatten und als Gefahr für die Jugend gesehen wurden. Sie ließ sich 2012 von James Bond alias Daniel Craig zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London fliegen und sprang über dem Stadion mit dem Fallschirm ab – natürlich nur ein Double von ihr, sie war da bereits 86. Sie zahlt seit 1993 Einkommenssteuer und lässt Besucher gegen Eintritt in den Buckingham Palace. Sie hält sich aus allen politischen Entscheidungen heraus, obwohl es ihr, wie beim Brexit, manchmal sichtlich schwerfällt. Heute muss sie vieles per Videokonferenz erledigen. Sie lässt zwar twittern, fährt aber noch selbst Auto. Und zeigt: So geht Monarchie im 21. Jahrhundert.

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Die Queen als Schutzherrin

Bis heute, nach all den Eskapaden und Tragödien ihrer Familie, hat die Queen Schaden von der Monarchie fernhalten können. Dabei stand es manches Mal auf der Kippe. So, als der Thronfolger sich in den 90er-Jahren scheiden ließ, die Mutter seiner Kinder starb und anderes mehr die Schlagzeilen beherrschte. Auch heute noch muss die Queen sich Sorgen machen wegen der FBI-Ermittlungen gegen ihren Sohn Andrew (61) oder den Weg, den ihr Enkel Harry (37) gewählt hat. Aber ihr Pflichtbewusstsein, ihre Integrität und der Humor der Queen haben das Königshaus beschützt.

Frisches Blut tut gut

Uralte Königreiche, wie das der Schweden oder Norweger, haben immer für Belebung von außen gesorgt, um nicht zu veralten. Schließlich müssen die Leute gute Gründe haben, warum sie eine Königin einem gewählten Präsidenten vorziehen. Hier heiratet die Thronfolgerin Victoria (44) in Stockholm selbstverständlich ihren bürgerlichen Daniel (48). In Oslo kommt Mette-Marit (48) auch als Alleinerziehende an den Hof ihres Kronprinzen Haakon (48).

Ein König am Vier-Frauen-Hof

Anfangs gab es große Fragezeichen, als Party-Prinz Willem-Alexander (54) den Thron von seiner Mutter Beatrix (83) übernahm. Aber er reifte zum Knuddel-König, auch dank weiblicher Obhut bei Königin Máxima (50) und dem Prinzessinnen-Trio Amalia (18), Alexia (16, in H & M) und Ariane (14).

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