InterviewPeter Kraus: „Man ist nie zu alt, um neue Pläne zu schmieden“

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Peter Kraus: „Man ist nie zu alt, um neue Pläne zu schmieden“ © ZDF / Sascha Baumann
Christine Staab
BAUER STARS & STORIES

Auch mit über 80 denkt er nicht an Rente! Zuletzt führte Peter Kraus (82) als Stinktier in der Pro7-Show The Masked Singer Jury und Publikum an der Nase herum. Und auch während der Corona-Monate saß der Sänger nicht untätig zu Hause, sondern arbeitete im Homeoffice fleißig an neuer Musik. 2022 soll seine neue CD Idole erscheinen, wie er im Interview mit MEINE MELODIE verrät.

Gerade hat 2022 begonnen. Haben Sie Vorsätze für das neue Jahr?

Nein, Vorsätze zu machen, finde ich unsinnig. Ich bin realistisch genug zu wissen, dass ich sie doch nicht lange einhalte. Ich setze mir eher unter dem Jahr meine Ziele, die ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen möchte.

Schmieden Sie prinzipiell gerne Pläne für die Zukunft?

Auf jeden Fall! Es ist wichtig, sich immer wieder neue Dinge vorzunehmen und einen Plan zu haben, was in den kommenden Monaten passieren soll. Dafür ist man nie zu alt!

Wie waren für Sie die rund 22 Monate unter Pandemie-Bedingungen?

Es war sehr schön! Meine Frau Ingrid (77) und ich leben sehr zurückgezogen. Wir sind zufrieden mit uns beiden. Wenn wir zusammen sind und einander haben, dann fehlt es uns an nichts. Darum haben wir die Monate des Lockdowns auch gar nicht als so schlimm empfunden.

Die Zeit ohne Konzerte haben Sie dennoch gut genutzt, um wieder ins Studio zu gehen…

Das stimmt: Meine Band und ich haben feste an neuen Songs gearbeitet und produzieren gerade eine neue Platte. Ich war sozusagen im Homeoffice: Mein Gitarrist hat mir Musik geschickt, ich habe daheim dazu gesungen und ihm die Playbacks zurückgeschickt. Die moderne Technik macht es möglich, dass man nicht in einem Raum sitzen muss, um zusammen zu musizieren.

Was können Sie uns über Ihre neue Platte verraten?

Meine neue CD wird den Titel tragen Idole. Es ist Musik darauf zu hören, wie man sie noch nie von mir gehört hat: Ich singe die Songs meiner eigenen Idole aus der Kindheit zwischen neun und 14 Jahren. Alle kennen mich als Rock’n’Roller – aber meine musikalischen Wurzeln liegen ganz woanders. Mein Vater hörte Zarah Leander, aber es lief auch amerikanische Musik bei uns, beispielsweise von Samy Davis jr., Nat King Cole oder Frank Sinatra.

Sie singen auf Englisch?

Nein, wir haben zu allen Songs deutsche Texte geschrieben. Teilweise kämpfen wir noch um die Rechte bei den amerikanischen Verlagen – aber das wird schon alles klappen. Außerdem kann ich verraten, dass ich tolle Unterstützung habe von bekannten Kollegen, unter anderem von Helge Schneider – er spielt Klavier, E-Piano und Saxofon. Außerdem sind dabei Götz Alsmann am Klavier und Till Brönner an der Trompete. Und dann wird es auch noch ein besonderes Duett geben: Ich werde zusammen mit Annett Louisan den Titel Blue Bayou aufnehmen. Was ich damit sagen will: Auch, wenn man sich in seinem Bauernhaus in Quarantäne befindet, lässt sich die Zeit ganz wunderbar vertreiben mit Musik. Während des Lockdowns war mehr los bei mir zu Hause als sonst!

Möchten Sie mit Ihren neuen Songs ebenfalls touren?

Wenn ich ehrlich bin, brauche ich das nicht mehr unbedingt. Ich lasse die Dinge heute lieber etwas gemütlicher angehen.

Gönnen Sie sich heute den Luxus, nur noch das zu tun, was Sie wirklich lieben?

Zu 90 Prozent ja. Die restlichen zehn Prozent sind Dinge, die mir selbst vielleicht nicht so gut gefallen, aber die ich machen muss, um beruflich weiterzukommen. Aber diese Quote lässt sich ertragen.

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