Arzt spricht KlartextFlorian Silbereisen: Ist der Krebs seines Vaters vererbbar?

Florian Silbereisen: Ist der Krebs seines Vaters vererbbar? Florian Silbereisen © Brigitte Dummer
Eduard Ebel
Redakteur

Schock für Florian Silbereisen! Im Rahmen einer Darmspiegelung wurde bei seinem Vater Franz ein bösartiger Tumor gefunden. Der 74-Jährige wird Medienberichten zufolge in nächster Zeit operiert. Muss sich Florian Silbereisen auch Sorgen um seine Gesundheit machen? Schlager.de hat mit einem Facharzt gesprochen. 

Wie „BILD“ berichtet, soll Florian Silbereisen während des „Traumschiff“-Drehs auf Mauritius von dem schlechten Gesundheitszustand seines Vaters erfahren haben. Zum Glück gehe es dem Familienoberhaupt den Umständen entsprechend wieder gut. Eine OP, in der der Tumor entfernt wird, sei in den kommenden Tagen geplant.

Es droht ein Tod nach zwölf Monaten

Der Krebs wurde dem Artikel zufolge im Rahmen einer Darmspiegelung diagnostiziert. Über die Krebsart ist allerdings nichts bekannt. „Der weit überwiegende Krebs, der mithilfe einer Darmspiegelung festgestellt wird, ist Darmkrebs“, weiß Dr. med. Christoph Jochum, stellvertretender Leiter der medizinischen Klinik für Gastroenterologie an der Berliner Charité. Dabei handelt es sich um eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Im schlimmsten Fall können Betroffene nach zwölf Monaten sterben – sollte der Krebs nicht entdeckt werden. 

Darmkrebs ist vererbbar

Dr. med. Christoph Jochum rät daher, so früh wie möglich zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. „Männer ab 50 und Frauen ab 55 Jahren sollten sich auf jeden Fall kontrollieren lassen. Sollte es bereits einen Darmkrebs-Fall in der Familie gegeben haben, dann ist ein Besuch beim Arzt bereits im Alter ab 20 bis 30 Jahren möglich.“ Darmkrebs kann vererbbar sein. Muss sich nun auch Florian Silbereisen darüber Gedanken machen, möglicherweise an Darmkrebs zu erkranken? „Je älter dieser Patient ist, der den Krebs hat, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ein Angehöriger auch automatisch an dieser Krebsart erkrankt. Bei Franz Silbereisen wurde der Krebs im Alter von 74 Jahren entdeckt. Für seinen bekannten Sohn würde es daher reichen, wenn er mit 50 Jahren zur Vorsorge geht“, erklärt Dr. med. Christoph Jochum.

Gibt es Symptome, die auf Darmkrebs hindeuten können?

„Klassische Symptome für Darmkrebs sind Blut im Stuhl, Veränderung der Stuhlganggewohnheit sowie Gewichtsverlust“, erklärt der Berliner Arzt. „Dabei handelt es sich aber um Spätsymptome. Dann könnte es im schlimmsten Fall schon zu spät sein“, warnt Dr. med. Christoph Jochum.

Wie wird ein bösartiger Tumor im Darmbereich entfernt?

„Es hängt davon ab, wo der Tumor sitzt. Normalerweise wird ein großer Teil des erkrankten Dickdarms entfernt“, sagt der Charité-Arzt. Entweder bekommt der Patient einen künstlichen Darmausgang – oder der Dickdarm wird je nach Möglichkeit wieder angenäht.

Wie können Angehörige die Erkrankte Person unterstützen?

„Je unterstützender ein Angehöriger ist, desto besser ist es für den Patienten. Die Operation und die Chemotherapie belastet die Erkrankten sehr. Es gibt Betroffene, die es für wichtig erachten, dass die Angehörigen bei den Gesprächen mit den Ärzten dabei sind. Die Krebspatienten befinden sich nämlich in einer emotionalen Ausnahmesituation. Umso hilfereicher ist, wenn Familie oder Freunde mitkommen“, betont Dr. med. Christoph Jochum.

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Schlager

 

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