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InterviewRonja Forcher: „Ich lerne noch, mit dem Druck umzugehen“

Gastartikel
Ronja Forcher: „Ich lerne noch, mit dem Druck umzugehen“ Ronja Forcher / © Enes Kucevic
Christine Staab
BAUER STARS & STORIES

Fast ihr ganzes Leben lang steht Ronja schon im Rampenlicht, „Bergdoktor“-Fans kennen sie seit 2008 als Lilli Gruber. Warum es ihr dennoch oft schwerfällt, nach außen hin ein dickes Fell zu wahren, und wie sie zwischen all dem Stress Kraft tankt, verrät die Schauspielerin im CLOSER-Talk.

2022 ist Ihr großes Jubiläumsjahr: 20 Jahre vor der Kamera, 15 Jahre beim „Bergdoktor“ – und dabei sind Sie erst 25!

Ich kann das alles auch selbst kaum glauben und staune oft darüber, welcher Weg bereits hinter mir liegt. Ich darf so viele wunderschöne Dinge erleben durch meinen Beruf. Dafür bin ich sehr dankbar.

Hatten Sie nie Angst, Ihr Leben lang als „Lilli Gruber“ wahrgenommen zu werden? Immerhin haben die TV-Zuschauer Sie in dieser Rolle aufwachsen sehen …

Überhaupt nicht. Es ist immer eine Frage, worauf man seinen Fokus legt. Die Schauspielerei gehört fest zu mir – viel wichtiger ist mir jedoch mein Privatleben. Ich achte stets darauf, dass es mir privat gut geht und ich meine Lebensfreude nicht verliere.

Aber es gab in all den Jahren doch sicher mal Phasen, in denen Sie keine Lust mehr auf den „Bergdoktor“ hatten?

In der Pubertät und während des Abiturs fühlte ich mich fast erdrückt von dieser Verantwortung, weil mir da zum ersten Mal so richtig bewusst wurde, wie wichtig Freiheit ist. Trotzdem bin ich froh, dass ich nicht ausgestiegen bin. Ich habe mir immer gesagt, dass dieses Gefühl, aufhören zu wollen, nur eine Momentaufnahme ist.

Vor rund eineinhalb Jahren haben Sie sich bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, weil Ihnen der Druck von außen zu groß geworden war. Wie haben Sie es geschafft, besser damit umzugehen?

Ich bin immer noch dabei zu lernen, wie ich mit dem Druck umgehen kann. Ich blicke auf die schönen Seiten meiner Bekanntheit, gleichzeitig fühle ich mich als junge Frau immer bewertet – für mein Äußeres, aber auch für meine Entscheidungen. Früher habe ich mich viel stärker davon beeinflussen lassen. Irgendwann habe ich mich davon freigemacht. Ich lebe mein Leben für mich selbst. Die Meinung anderer über mich ist deren Sache. Ich selbst muss dafür sorgen, dass ich glücklich und zufrieden bin. Während meiner Auszeit wurde mir klar, wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen.

Welche öffentliche Kritik hat Sie am meisten verletzt?

Meine Figur war häufig Thema, diese Kritik stört mich aber am wenigsten, weil ich sehr im Reinen bin mit mir und meinem Körper. Was mich wütend macht, sind Spekulationen über mein Privatleben. Nachdem ich mal vom Oktoberfest ein Foto mit einem anderen Mann gepostet hatte, wurde mir vorgeworfen, ich würde meinen Freund betrügen. Das war ein Schlag ins Gesicht, weil Fremdgehen niemals für mich infrage käme.

Wie schöpfen Sie Kraft?

Daheim in Tirol lade ich meine Batterien am liebsten auf. Meine Großmutter Heidi lebt in einem Haus auf dem Berg. Das ist mein heiliger Ort! Wenn ich nicht bei meiner Oma sein kann, gehe ich raus in die Natur oder zu Tieren, wie heute zu den Alpakas. Da tanke ich Kraft.

Halten Sie sich selbst für eine starke Frau?

Ich bin eine starke Frau, weil ich niemals Angst habe vor Schwäche. Auch ich kenne unsichere Momente, in denen ich denke, ich schaffe das alles nicht. Aber dann erinnere ich mich daran, was ich alles schon geschafft habe und wie es mir immer wieder gelungen ist, meine Lebensfreude zurückzuholen. Selbstzweifel gehören dazu, denn aus ihnen lässt sich eine Menge lernen.

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