Frauenpower!Weltfrauentag: Diese Schlagersängerinnen kämpfen für mehr weibliche Selbstbestimmung

Weltfrauentag: Diese Schlagersängerinnen kämpfen für mehr weibliche Selbstbestimmung © Christoph Köstlin & NONA STUDIOS
Leonie Immig
Volontärin

Frauen müssen auch heute noch fast täglich gegen Vorurteile und Hass ankämpfen. Auch die erfolgreichsten Schlagersängerinnen des Landes bleiben davon nicht verschont. Viele von ihnen setzen sich jedoch stark für das weibliche Geschlecht ein. Und das nicht nur am heutigen Weltfrauentag…

Beatrice Egli kämpft gegen Bodyshaming

Schlagerstar Beatrice Egli musste schon früh Erfahrung mit dem Thema Bodyshaming machen. Bereits im Alter von 18 Jahren sei sie regelmäßig aufgrund ihrer kurvigen Figur gemobbt worden. Nachdem sie im Jahr 2013 die RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen hatte, nahm der Hass noch weiter zu und die Sängerin erreichen seitdem fast täglich schlimmen Anfeindungen. Aber sie ist stark und lernte, ihren Körper so zu akzeptieren, wie er ist. Mittlerweile präsentiert sie auf Instagram stolz ihre Kurven und möchte damit auch ihren Fans Mut machen. Denn auch wenn sich die Sängerin die Kommentare nicht mehr zu Herzen nimmt, befürchtet sie, dass viele ihrer Fans noch nicht so ein dickes Fell haben. Den Hass im Netz kann sie zwar nicht stoppen, dennoch versucht sie durch ihre Posts ein deutliches Zeichen zu setzen und die Welt ein kleines Stück besser zu machen. Was für eine Powerfrau!

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Beatrice Egli (@beatrice_egli_offiziell)

Kerstin Ott im Kampf für Diversität

© Christine Kröning / Schlager.de

Kerstin Ott ist bekannt dafür, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Die Sängerin übt in Songs wie „Sag mir (wann beginnt endlich die Zeit)“ aus dem Jahr 2021 offen Kritik an der Gesellschaft: „Alle sagen sich: ‚Wir sind weit gekommen, wir sind alle gleich‘ Trotzdem hör‘ ich die alten Sprüche die ganze Zeit“ Die Geschichte hinter dem Song teilte Kerstin mit ihren Fans auf Instagram und Facebook: „Anfänglich handelte das Stück von typischen Klischeevorstellungen, die heute leider teilweise noch sehr verbreitet sind. Dass Frauen hinter den Herd gehören, Männer nicht weinen dürfen, Mädchen nicht auf Bäume klettern und Jungs nicht mit Barbiepuppen spielen dürfen. Irgendwann weitete sich der Text auf die Themen Homophobie, Rassismus und den Kampf für Diversität aus.“ Leider kennt sich die Sängerin mit den Themen Geschlechterklischees und Homophobie sehr gut aus, wird fast täglich angefeindet. Ihren Kampfgeist und ihr Lächeln hat sie dennoch nicht verloren, denn die jüngere Altersgruppe stimmt sie optimistisch: „Gerade bei Kindern und Jugendlichen sehe ich heute große Fortschritte und man merkt, dass sich in den letzten Jahren etwas verändert hat. Da können sich viele Erwachsene eine Scheibe abschneiden.“

Marina Marx singt Hymne gegen Sexismus

In dem Song „Hengstin“ der Rocksängerin Jennifer Rostock geht es um die Gleichberechtigung von Frauen. Die Schlagersängerin Marina Marx ist ein bekennender Fan des Songs und wandelte ihn kurzerhand in eine Schlagerversion um. Die Coverversion teilte sie stolz auf ihrem YouTube-Kanal mit ihren Fans und setzte somit ebenfalls ein starkes Zeichen gegen Sexismus. Einigen männlichen Zuhörern scheint das jedoch gar nicht gefallen zu haben und sie hinterließen ihr abfällige Kommentare wie „emanzipierte Schlampe“ oder auch sexistische Sprüche wie „Stell dich lieber wieder hinter den Herd!“ Marina ließ sich jedoch nicht einschüchtern. Ganz im Gegenteil! Es veranlasste sie dazu, weiterhin laut zu sein und sich für das weibliche Geschlecht einzusetzen, wie sie in einem deutlichen Statement auf ihren Social Media-Kanälen zu verstehen gab: „Auf YouTube wurde die Nummer ‚Hengstin‘ auseinandergenommen. Das hat mich nicht geschockt, sondern mir gezeigt, dass es auch weiterhin um so wichtiger ist, mich weiterhin für Frauenrechte, Chancengleichheit und den Feminismus einzusetzen. Es muss weiterhin etwas getan werden, und ich möchte weiterhin meine Klappe aufmachen“.

Christin Stark: Liebe kennt kein Alter

© Daniela Jäntsch

Ihre Beziehung zu Schlagerstar Matthias Reim bringt Christin Stark regelmäßig viel Gegenwind ein, denn das Paar trennt ganze 32 Jahre voneinander. Ein Altersunterschied, den viele nicht als „normal“ ansehen. Denn das Klischee, dass sich eine junge Frau nur einen älteren Mann sucht, um ihm das Geld aus der Tasche zu ziehen, ist in unserer Gesellschaft leider weit verbreitet. Auch die Sängerin wird regelmäßig in diese Schublade gesteckt, wie sie einst in der MDR-Talkshow „Riverboat“ offenbarte: „Wir haben einen Altersunterschied, der vielleicht nicht der Norm entspricht. Aber Matthias ist definitiv jünger im Herzen und das waren wahrscheinlich alles so Grundgesetze, die sofort gebrochen wurden. Da war ein Mann, der in der Öffentlichkeit steht, ein junges Ding, die sich da verliebt hatte. ‚Sie will nur die Kohle und er will nicht allein sein.‘ Ich glaube, wir haben so das perfekte Bild dargestellt für sämtliche Fantasien, wie man es nicht machen sollte.“ Ein großer Altersunterschied in Beziehungen ist immer noch ein Tabuthema aber Christin scheut sich nicht, offen darüber zu sprechen. Im Jahr 2020 machte Christin Stark mit ihrem Lied „Das kann ich ab“ eine deutliche Kampfansage gegen ihre Kritiker und zeigte so, dass sie sich von all dem Hass nicht unterkriegen lässt und zu ihrem Matthias steht. Mit ihrem Song machte sie unzähligen Menschen Mut, die sich in einer ähnlich schwierigen Situation befinden. Was für eine starke Frau!

Die beliebtesten Schlager-Liebespaare

Schlager

 

Benachrichtigung aktivieren

  • Erfahre immer sofort das Neueste von Deinen Stars.
  • Sei früher informiert als alle anderen!

Benachrichtigung aktiviert

Die 3 beliebtesten
Schlager-News