InterviewUschi Glas: Bittere Reue! „Als Mutter hätte ich strenger sein müssen!“

Gastartikel
Uschi Glas: Bittere Reue! „Als Mutter hätte ich strenger sein müssen!“ © ARD/Morris Mac Matzen
SCHÖNE WOCHE

Sie ist mit 78 so gefragt wie nie. Uschi Glas kann sich vor Rollen-Angeboten kaum retten. SchöWo traf die Schauspielerin beim Dreh zum neuen „Balko“-Film im „Hotel Botanico & The Oriental Spa Garden“ auf Teneriffa.

Sie haben einmal gesagt, sie wären im Leben gerne konsequenter gewesen. Wie meinten Sie das?

In meinem Beruf war ich meistens konsequent. Da habe ich mich von nichts und niemandem vermurksen lassen und bin mir selbst treu geblieben. Wenn mir eine Rolle nicht gefiel, habe ich sie auch nicht gespielt. Auch als junger Mensch nicht! Da konnte mein Management noch so oft sagen: „Uschi, jetzt stellen Sie sich doch nicht so an. Lassen Sie uns das machen.“ Nein, da bin ich konsequent geblieben. Schließlich muss ich am Ende des Tages in den Spiegel blicken können und Rechenschaft vor mir ablegen. Konsequenter hätte ich allerdings bei der Kindererziehung sein müssen.

Warum?

Warum? Ich habe meine Kinder so erzogen, wie ich es damals für richtig gehalten habe. Aber was heißt schon richtig? Ich war als Mutter immer sehr großzügig und verständnisvoll. Mit dem Blick zurück hätte ich sicher mal strenger sein müssen. Was ich überhaupt nicht konnte: Meine Kinder zu bestrafen! Wenn jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, habe ich mir zwar gesagt: „Wenn dich dein Kind heute Nachmittag fragt, ob es spielen gehen darf, werde ich antworten: ‚Nein, wer keine Vokabeln lernen möchte, braucht auch nicht spielen zu gehen.’“

Aber?

Zwei Stunden später dachte ich mir dann schon wieder: „Das ist doch total blöd. Du bist erwachsen und willst es deinem Kind nun heimzahlen. Das geht gar nicht!“ Und wenn meine Kinder mal wieder nicht aufgeräumt haben, hätte ich einfach fordern müssen: „Jetzt ist Schluss. Ihr räumt nun sofort auf!“ Aber mein Gedanke war damals, während ich ihnen hinterherräumte: „Ach herrje, die werden das schon noch irgendwann lernen …“

Schwelgen Sie gerne in Erinnerungen?

Ich erinnere mich gerne an schöne Momente, aber ich bin nicht rückwärtsgewandt. Wenn ich mit Leuten zusammensitze und alle reden nur von „früher“ und „damals“, frage ich in die Runde: „Ist heute denn nix?“ Natürlich fallen mir hin und wieder auch ein paar Anekdoten von früher ein, aber ich lebe ganz bewusst in der Gegenwart und blicke durch ein kleines Fenster in die Zukunft.

Warum nur ein kleines Zukunftsfenster?

Das hat nichts mit dem Alter zu tun. Ich war noch nie eine, die wusste, was sie in fünf Jahren macht. Mein Motto war immer „Carpe diem – nutze den Tag!“ Die Vergangenheit kannst du nicht verändern, aber willst du die Zukunft gestalten, musst du es jetzt hier und heute machen. Ich verschiebe nichts mehr auf später. Sonst wird aus einem „vielleicht übermorgen“ ein „ganz sicher aber im nächsten Jahr“ und irgendwann ein „leider zu spät“.

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