Oliver Pocher: Wer austeilt, muss auch einstecken können – Ein Kommentar

Oliver Pocher: Wer austeilt, muss auch einstecken können – Ein Kommentar Oliver Pocher © RTL/Gregorowius
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Oliver Pocher ist wieder in aller Munde. Dieses Mal nicht, weil er grundlos polarisiert, sondern weil er selbst zum Opfer wurde. Doch natürlich weiß Pocher, wie man eine Bühne nutzt und schafft es – dieses Mal in der Opferrolle – erneut, das Interesse der Öffentlichkeit auf sich zu lenken. Auf Mitleid braucht der Comedian allerdings nicht zu hoffen. Ein Kommentar.

Vor ein paar Wochen wurde Oliver Pocher im Fernsehen vor laufenden Kameras tätlich angegriffen. Ein Vorfall, der zweifellos nicht gut zu heißen ist! Dennoch ist auch das Verhalten von Pocher fragwürdig: Er schlachtet den Vorfall medial aus und scheint im Zuge dessen nebenbei von der Öffentlichkeit etwas Mitleid und Bestätigung erhaschen zu wollen. Das Mitleid dürfte sich bei den meisten jedoch in Grenzen halten. Denn hat nicht auch ein Oliver Pocher in der Vergangenheit bei einigen Leuten Grenzen überschritten und diese öffentlich gedemütigt?

Oliver Pocher: Zwischen Konfrontation und Opfer-Rolle

Auf Instagram hat Oliver Pocher ein Format namens „Bildschirmkontrolle“. Das Prinzip dieser Videos ist vereinfacht gesagt, Personen des öffentlichen Lebens, insbesondere Influencer, zu konfrontieren und mit derben Aussagen zu polarisieren. Dabei geht der Comedian überhaupt nicht zimperlich mit seinen Opfern um! Keine Frage: verbale Gewalt ist mit nonverbaler Gewalt überhaupt nicht zu vergleichen. Aber eben auch nicht zu unterschätzen! Dennoch dürfte das öffentliche Interesse an diesem Vorfall derzeit kaum noch vorhanden sein. Und trotzdem scheint Pocher, wie so oft, nicht zu wissen, wann es gut ist. So nimmt er jetzt selbst die Opferrolle ein und postet bockige und teilweise sogar kindische Instagram-Videos. Dass er diesen Angriff auf ihn strafrechtlich verfolgt, ist sein gutes Recht und auch nachvollziehbar. Doch warum muss die ganze Welt an dem kindischen Kleinkrieg teilhaben? Man könnte den Angreifer unter Ausschluss der Öffentlichkeit, heimlich, still und leise Konsequenzen aufzeigen, ohne das Ganze medial auszuschlachten.

Mitleid? Fehlanzeige!

Doch es wäre nicht Oliver Pocher, wenn er diese Bühne nicht für sich nutzen würden. Nehmen wir das Beispiel Michael Wendler. Mit dem Wendler haben bekanntlich einige Menschen ihre Probleme. Doch nach langer öffentlicher Konfrontation stand er mit dem Musiker plötzlich in einer Fernsehshow. Die Einschaltquoten hierfür waren erstaunlich gut. Die Promo hierfür lief aber auch schon wochenlang im Internet. Generell ist Oliver Pocher lediglich noch im Gespräch, wenn er wieder gegen jemanden schießt. Sei es Anne Wünsche, die Harrisons oder ein anderer Influencer, der sich nach Pochers Meinung einen Fehltritt erlaubt und öffentlich verkauft hat. Ein Muster, dass sich der Comedian jedoch schon vor einiger Zeit selbst angeeignet hat. Das Mitleid für Pocher würde an dieser Stelle sicher größer ausfallen, wenn er eine solche Reaktion nicht schon etliche Male bei verschiedenen Menschen provoziert hätte. Denn wie sagt man immer so schön: Wer austeilt, muss auch einstecken können …

Tätlicher Angriff auf Oliver Pocher

 

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