Unfassbar!Queen Elizabeth: Ein Callgirl hätte ihre Ehe fast zerstört

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Queen Elizabeth: Ein Callgirl hätte ihre Ehe fast zerstört Queen Elizabeth © John Rainford/Cover Images
DAS NEUE BLATT

Prinz Philips Name stand im schwarzen Telefonbuch eines Freudenmädchens, seine Leibwächter deckten ihn mit falschen Alibis. Doch als sein Doppelleben ans Licht kam, geriet die Monarchie ins Wanken. Das Treffen war streng geheim. Die Queen saß in einem abgedunkelten Büro des Hauptquartiers des königlichen Geheimdienstes MI5 in London. Es herrschte erdrückende Stille. Auf der Leinwand erschienen unscharfe Bilder eines Schmalspurfilms. Ein Mädchen sprang splitternackt im Mondlicht in den Swimmingpool im Schlosspark von Lord Astor. Das Mädchen war Christine Keeler. Sie war 19 und ein Callgirl…

Die Bilder stammten vom Sommer 1961. Ein Mann stand am Beckenrand. Er war der verheiratete Kriegsminister John Profumo, ein Vertrauter der Queen. Die junge Elizabeth hatte diesem Mann die Sicherheit ihres Reiches anvertraut. Den unscharfen 8-mm-Film hatten Geheimagenten im Park des Lords heimlich gedreht. Nach der letzten Szene gingen die Neonlichter an. Bleich und versteinert saß die Queen da. Sie schüttelte stumm ihren Kopf. Hier ging es um eine gewaltige Staatsaffäre, denn das junge Callgirl hatte gleichzeitig ein Verhältnis mit einem russischen Marineattaché. Doch das war nicht alles.

Denn im Zuge der Ermittlungen gab es noch ein weiteres Problem – eins, das der Königin den Boden unter den Füßen wegziehen sollte: Denn auch der Name ihres Ehemanns Prinz Philip stand im schwarzen Telefonbuch des Freudenmädchens… Was ans Licht kam, verschlug allen die Sprache: Monatelang hatten Leibwächter Philips Doppelleben gedeckt und die Queen mit Alibis für seine Schäferstündchen getäuscht. Für Elizabeth ein Schlag ins Gesicht. Fassungslos beraumte sie eine Sitzung mit ihren engsten Vertrauten ein, drohte mit Scheidung und Abdankung. „Aber, aber… Wir werden doch nicht wegen dieser Schlampe abdanken, Majestät,“ erklärte Premierminister Harold Macmillan.

Bald wurde klar: Die Prostituierte hatte keine weiße Weste, kam wegen Meineids vor Gericht und verschwand für neun Monate hinter Gittern. Als sie entlassen wurde, war sie ge ächtet und ohne Job. „Es war ein Elend, als Christine Keeler weiterleben zu müssen“, klagte sie später. Obendrein fühlte sie sich bedroht. „Ich hatte jede Nacht Angst um mein Leben. Mein Telefon wurde abgehört und ich wurde verfolgt.“ Reporter Clive Irving von der seriösen Sonntagszeitung „Sunday Times“ dazu: „Als wir von der Keeler wissen wollten, welche Rolle Prinz Philip in dem ganzen Sexskandal spielte, kam ein Anruf vom Geheimdienst. Agent Shaw riet uns, die Finger von dem Fall zu lassen.“

In ihrer Verzweiflung schrieb die Keeler einen Brief an die Queen und bat um ein Treffen im Windsor Park. Statt der Königin kamen zwei Geheimagenten, Handschellen klickten. Das Callgirl wurde stundenlang verhört, ihre kleine Kellerwohnung durchsucht. Jahre später begann sie, ihre Memoiren aufzuschreiben, „Secrets and Lies“, und ließ darin eine Bombe platzen: „Der Herzog von Edinburgh hat ein uneheliches Kind mit einer Geliebten. Ich war bei ihr, als sie schwanger war.“ Das Königshaus und die Regierung standen kopf, doch man stritt alles ab. Elizabeth hatte ihrem Philip wieder Vertrauen geschenkt und hielt zu ihm. Im Dezember 2017 starb Christine Keeler völlig verarmt. Keiner ihrer ehemaligen Geliebten stand an ihrem Grab.

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