War die Debatte etwa kalkuliert?„Layla“: Wissenschaftlerin attackiert Hit-Produzenten Ikke Hüftgold im TV

„Layla“: Wissenschaftlerin attackiert Hit-Produzenten Ikke Hüftgold im TV © Summerfield Records
Eduard Ebel
Redakteur

An DIESEM Song kommt derzeit wohl keiner vorbei: „Layla“ – der Mega-Hit von DJ Robin und Schürze dominiert die Charts und erhitzt gleichzeitig die Gemüter. Der Text soll sexistisch sein, heißt es von Kritikern. Eine Schweizer Politikwissenschaftlerin geht sogar noch weiter und hat dem Song-Produzenten Ikke Hüftgold vorgeworfen, die Debatte um „Layla“ bewusst geplant zu haben. 

„Ich hab‘ ’nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler“ – Strophen, über die gerade ganz Deutschland spricht. Auch in der Sendung „Stern TV am Sonntag“ wurde der Hit zum heiß diskutierten Thema. Eingeladen wurde nicht nur Produzent Ikke Hüftgold – auch die Politikwissenschaftlerin und Historikerin Regula Stämpfli gehörte zu den Talk-Gästen. Die 60-Jährige sorgte mit einem Vorwurf in Richtung von Ikke Hüftgold besonders für Aufsehen. 

„Es ist ein genialer Werbe-Gag“

„Ich beglückwünsche Sie zu ihrem Talent, ganz gezielt einen Skandal produziert zu haben“, attackierte Regula Stämpfli Ikke Hüftgold. „Wir wissen seit fünf Jahren, dass Sexismus ein wichtiges Thema ist. (…) Es gibt nichts Besseres, die Klick-Maschinen anzuwerfen“, wenn man ein derartig heikles Thema zum Song mache. „Es ist ein genialer Werbe-Gag“, erklärte die Schweizerin in der TV-Show. Ein Vorwurf, den sich Ikke Hüftgold nicht gefallen lassen wollte: „Es war null Kalkül dahinter. Ich erkläre Ihnen, was den Ballermann ausmacht: Das sind gerade die Frauen, die unsere Musik feiern.“

„Layla“-Verbot auf dem Oktoberfest

Und was sagen die TV-Zuschauer? In einer „Stern TV“-Umfrage gaben mehr als 96 Prozent der Befragten an, dass der Song „Layla“ weiterhin gespielt werden sollte und ein Verbot unnötig sei. Eine Einschätzung, die nicht unbedingt von allen Menschen in Deutschland geteilt wird. Der Song darf unter anderem nicht auf dem Kiliani-Volksfest in Würzburg gespielt werden. „Layla“-Verbot wird es auch auf dem berühmten Münchener Oktoberfest geben. Ob sich weitere Volksfeste und Großveranstaltungen dem anschließen werden, steht in den Sternen. Was man allerdings weiß: Mit „Layla“ haben Ikke Hüftgold, DJ Robin und Schürze den erfolgreichsten Ballermann-Hit der letzten Jahre herausgebracht. Seit drei Wochen steht der Song auf Platz eins der deutschen Charts. Ein Erfolg, den nicht einmal Helene Fischer in ihrer Karriere erreichen konnte. 

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