Er war ihr RetterCornelia Froboess & Peter Kraus: Sie floh aus ihrem Elternhaus in seine Arme

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Cornelia Froboess & Peter Kraus: Sie floh aus ihrem Elternhaus in seine Arme © Harry Pot /Wikimedia Commons
Meine Melodie

Mit Peter konnte Conny ihre schwere Kindheit und Jugend hinter sich lassen

Meine Kindheit war schwierig“, sagt Cornelia Froboess (78) heute. Denn als sie ihrem Papi Gerhard zuliebe 1951 frech und fröhlich Pack die Badehose ein trällerte, bedeutete das das Ende ihrer Kindheit. Der Erfolgsschlager machte sie zum Star. Konzerte, TV-Auftritte, Filmrollen: süße Göre fand überall Anklang. Und das gefiel ihren Eltern, die mit Argusaugen über sie wachten. „Ich war ein Kind, das immer arbeiten musste“, erinnert sich die Berlinerin zurück.

Aus dem Kind wurde ein junges Mädchen, aus der kleinen Cornelia die Conny. Und die hatte immer stärker Probleme mit der Popularität. „Als Teenager wäre ich gerne unerkannt gewesen.“ Doch sich deshalb gegen die Eltern stellen? Das hätte die brave Tochter im Traum nicht gewagt. Ganz im Gegensatz zu Peter Kraus (83). Er gab sich als Rebell, liebte das Rampenlicht, setzte aus freien Stücken alles daran, ein Star zu werden. Von seinen Eltern wurde er vorbehaltlos unterstützt und genoss viele Freiheiten. Für Conny war es ein Glücksfall, dass sie ab 1958 ein medienwirksames Gespann bildeten. „Der Peter war mein großer Bruder“, erklärte sie ihre enge Verbundenheit. „Er hat auf mich aufgepasst, immer.“ Gab es Situationen, die ihr Angst machten, war Peter zur Stelle. „Er sagte einfach: ,Komm’ Schatzi, jetzt führ’ ich dich hier raus und bring dich nach Hause.‘“ Mit ihm konnte sie befreit lachen, sich fast wie ein normaler Teenager fühlen – ohne elterliche Gängelei. Die strenge Mama hatte ihr noch als 18-Jährige fürs Zuspätkommen eine Ohrfeige verpasst.

Die streng von den Eltern behütete Conny hatte keine Chance, sich unbemerkt für einen Flirt davonzuschleichen. So zeigte Peter ihr, wie man küsst. Bekam sie da nicht Schmetterlinge im Bauch? Die vielen Fans des Duos wünschten sich sehnlichst, ihre Idole nicht nur auf der Bühne als Traumpaar zu erleben. Warum blieb es trotzdem nur bei einem Kuss? „Ich war viel zu brav für Sünden“, gestand Conny. Und Peter verriet: „Die Conny war schon eine sehr Süße, genau mein Typ.“ Aber für ihn damals viel zu jung. Er bedauert es kein bisschen, ganz Gentleman geblieben zu sein. Denn so wurden sie zu einer anderen Art von Traumpaar – zu allerbesten Freunden. „Weil Conny und ich artig waren, überdauerte unsere Freundschaft die Jahrzehnte.“ Gerade dieser engen Freundschaft verdankte Conny ihr Lebensglück. Denn Peter konnte sie ihr größtes Geheimnis anvertrauen: Sie wollte kein Leben als Schlagersängerin führen, nahm bereits heimlich Schauspielunterricht. Ihr Herr Papa wollte davon nichts wissen. Für ihn bedeutete Musik alles. Zudem verdiente Conny sehr gut damit, wovon die Eltern profitierten. „Geh deinen Weg und erfülle dir den Traum“, machte Peter ihr Mut. Dankbar für diesen Rat, wagte sie den Sprung. 1963 stand sie in Salzburg auf der Bühne und befreite sich von den Eltern. Aus Conny wurde wieder Cornelia, die sich auf der Theaterbühne pudelwohl fühlte. Und in Salzburg lernte sie 1964 ihre große Liebe kennen: Intendant Hellmuth Matiasek. Ihr Traummann, der am 7. April im Alter von 90 Jahren leider für immer seine Augen schloss.

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