Es geht um falsche Verdächtigung und VerleumdungGil Ofarim: Datum für Gerichts-Showdown im Davidstern-Skandal steht fest

Gil Ofarim: Datum für Gerichts-Showdown im Davidstern-Skandal steht fest © BMC-Images/Dominik Beckmann
Jörg Schulz
Redakteur

Der Showdown im Davidstern-Skandal um Gil Ofarim steht fest: Am 24. Oktober beginnt vor der 6. Strafkammer des Landgericht Leipzig der Prozess. Die Anklagepunkte: falsche Verdächtigung und Verleumdung. Für Ofarims Münchner Anwalt Alexander Stevens ein Skandal.

Sänger Gil Ofarim hat ein Verteidigerteam um sich geschart. Einer seiner Anwälte, Markus Hennig, hat für heute (Donnerstag) eine Erklärung angekündigt. Der Sänger hatte vor gut einem Jahr in einem über seine Social Media-Kanäle verbreiteten Video geschildert, dass ein Mitarbeiter eines Leipziger Hotels ihn aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, damit er einchecken könne. Für die Staatsanwaltschaft Leipzig steht aber fest: Der Vorfall hat sich so nicht zugetragen. Der betroffene Mitarbeiter, der sich infolge der Ereignisse einem Shitstorm inklusive Morddrohungen ausgesetzt sah, hatte Anzeige erstattet. Laut Gericht ist er in der Sache Nebenkläger.

Gil Ofarims Anwalt befürchtet Schauprozess

Ofarims Münchner Anwalt Alexander Stevens kritisierte bereits, dass die Anklage nicht zum Amtsgericht erhoben worden sei, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Es sei nicht von der Hand zu weisen, dass die Leipziger Justiz einen „Schauprozess“ anstreben könnte.

Mit Verurteilung wäre noch nicht Schluss

Dem widerspricht ein Sprecher des Landgerichts Leipzig laut einem Bericht der „Freien Presse“. Das Gericht geht außerdem davon aus, dass es wegen der besonderen Bedeutung des Falls für den Prozess zuständig sei. Zudem habe das Gericht einen sogenannten rechtlichen Hinweis erteilt, dass im Falle einer Verurteilung von Gil Ofarim möglicherweise auch der Tatbestand der üblen Nachrede erfüllt sein könnte.

Gil Ofarim war Kandidat bei The Voice

Gil Ofarim ist der Sohn des 2018 gestorbenen israelischen Sängers Abi Ofarim, Schlagerstar der 60er-Jahre. Sein Sohn wurde 1997 für eine Foto-Lovestory in der Musik-Jugendzeitschrift „Bravo“ entdeckt. Später versuchte Gil Ofarim sein Glück in der TV-Castingshow „The Voice“, in der aktuell auch Peter Maffay Juror ist. Der Riesenerfolg seines Vaters blieb ihm aber bislang verwehrt. Gil Ofarim bezeichnete sich in einem Video-Interview mit „Welt“ am 18. Oktober 2021, kurz nach dem Vorfall, als „säkularer Jude“. Das bedeutet: Ofarim akzeptiert spezielle jüdische Werte, das Judentum als Religion lehnt er jedoch ab.

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