„Ich bin keine Last-minute-Käuferin“Barbara Wussow: Adventsplausch

Gastartikel
Barbara Wussow: Adventsplausch © BMC-Images/Dominik Beckmann
NEUE POST

Machen Sie doch für eine Viertelstunde das Handy aus, kuscheln Sie sich gemütlich mit uns aufs Sofa. Wie wär’s? Stellen Sie sich einen Teller mit Zimtsternen hin, brühen Sie dazu Ihren Lieblingstee auf, denn NEUE POST und TV-Star Barbara Wussow laden Sie zum Adventsplausch ein …

Freuen Sie sich auch schon so auf Weihnachten?

Ja sicher, ich möchte in dieser Woche unbedingt meine Außenfenster mit Reisig und Kugeln schmücken. Nächste Woche gehe ich noch mal aufs „Traumschiff“ – wir fahren von Nizza aus zu den Kapverdischen Inseln und den Kanarischen Inseln. Ich komme erst kurz vorm Weihnachtsfest zurück nach Wien und werde dann wie ein Wirbelwind durch die Wohnung fegen und schmücken.

Haben Sie noch ganz alten Weihnachtsschmuck?

Ganz alt ist er nicht, ich habe vor 38 Jahren angefangen zu sammeln, als ich mit meinem Mann zusammenkam. Wir haben wunderschöne Engelein und Nikoläuse und Rehlein, ich bin eine richtige Kitschnudel.

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Wäre ein Weihnachten ohne Kirche für Sie denkbar?

Das ist für mich undenkbar. Ich bin ein sehr gläubiger Mensch und für mich ist das Weihnachtsfest die Geburt Christi. Wenn das große Weihnachtsessen vorbei ist, was ich jedes Jahr traditionell mache, gehen wir alle in die Christmesse.

Werfen Sie sich auch schick in Schale an den Feiertagen?

Natürlich. Ich ziehe mich schon festlich an, Weihnachten ist ein hoher Feiertag. Ich wechsle abends nur die Schuhe, wenn ich in die Christmesse gehe. Wir trinken einen Schluck heißen Tee, eine Ostfriesenmischung, die Barbara sich in Hamburg gekauft hat, und nehmen dazu einen selbst gebackenen Zimtstern.

Sie backen und kochen immer gerne für alle, oder?

Ja, ich liebe es und ich koche jeden Tag. Ich habe immer so sechs, sieben Leute hier zum Essen. Am Heiligen Abend ist es Tradition, dass ich gebackenen Karpfen mache. Meine Kinder mögen keinen Karpfen, für sie gibt es deshalb Kabeljau. Dazu gibt es einen warmen Kartoffelsalat und vorweg eine wunderbare Ochsenschwanzsuppe.

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Das klingt nach einem echten Festtagsmenü!

Oh ja, und deshalb machen wir immer schon vor dem Essen die Bescherung, weil danach alle so müde sind, dass niemand mehr die Geschenke auspacken möchte. Am nächsten Tag gibt es immer eine Gans zum Christtag. Die mache ich traditionell mit Rotkraut und Kartoffelknödeln. Am dritten Tag gibt es Fondue. Die drei Tage sind immer heftige Arbeit und deshalb sage ich meinen Lieben dann am vierten Tag: So, jetzt könnt ihr euch eine Pizza holen.

Wer kommt Heiligabend alles zu Ihnen nach Hause?

Mein Bruder kommt mit seiner Familie, und eine ältere Tante meines Mannes. Heiligabend gehört nur der Familie, an den anderen Tagen kommen auch Freunde dazu.

Barbara Wussow mit ihrem Ehemann Albert Fortell. Das Paar ist seit 1990 verheiratet © BMC-Images/Dominik Beckmann

Barbara Wussow mit ihrem Ehemann Albert Fortell. Das Paar ist seit 1990 verheiratet © BMC-Images/Dominik Beckmann

Wie ist das, wenn der Baum geschmückt wird – muss die Familie draußen bleiben?

Mein Sohn möchte auch mit seinen 24 Jahren noch nicht mitschmücken. Meine Tochter hat es letztes Jahr mal gemacht, aber sie wird es sich diesmal wohl überlegen. Weil die Überraschung für sie einfach so schön ist. Wir haben hohe Flügeltüren mit Milchglas in der Mitte, davon ist ein kleiner Teil durchsichtig. Als die Kinder noch klein waren, habe ich diese Lücke immer mit Papier überklebt und Engelchen draufgezeichnet. Und genauso wollen sie es eigentlich immer noch haben.

Wie sieht Ihr Christbaum aus? Gibt es Lametta?

Ja, natürlich. Lametta ist gut. Früher gab es bei uns den sogenannten Altwiener Christbaum, der bestand eigentlich nur aus Süßigkeiten. Also aus Schokolade, kleinen Likörfläschchen und diesen Schaumkringeln. Dazu passte am besten viel silbernes Lametta. Das habe ich in den letzten Jahren gesammelt. Aber heute kommen kaum noch Bonbons dran, sondern Holzfigürchen und kleine Engel, Schaukelpferde und Zwerge. Unser Baum geht immer bis zur Decke. Da wir seit drei Jahren einen Hund haben und noch dazu einen Beagle, der alles frisst, muss der Baum nun allerdings auf einen Tisch gestellt werden (lacht).

Was war Ihre schönste Kindheitserinnerung an Weihnachten mit Ihren Eltern Klausjürgen Wussow († 78) und Ida Krottendorf († 71)?

An Weihnachten waren mein Bruder und ich immer unten im Elternhaus, bis das Glöckchen von oben geläutet hat. Dann standen da meine Mutter und mein Vater, die Kerzen brannten am Baum und wir sangen „Stille Nacht“. Danach hat mein Vater das Evangelium vorgelesen. Diese Tradition habe ich übernommen, heute lesen mein Mann, mein Bruder und ich abwechselnd das Evangelium. Dieses Ritual ist uns sehr wichtig. Genauso wie Geschenke. Das gehört für uns zu Weihnachten dazu – das Jesuskind wurde uns ja auch geschenkt.

Besorgen Sie die Geschenke überall auf der Welt auf den Reisen oder erst im Dezember in der letzten Minute?

Ich bin keine Last-minute-Käuferin, ich bin ein Hamster. Ich sammle wie ein Eichhörnchen, und verstecke alles über das Jahr verteilt in den Schränken. Es kann allerdings auch gut sein, dass ich nicht mehr weiß, wo ich was versteckt habe. Aber ich finde Schenken ganz wichtig.

Wie lange haben Sie den Kindern erzählt, dass der Nikolaus die Geschenke bringt?

Schon lange, sie wollten es auch lange glauben. Bei uns kam viele Jahre der Heilige Nikolaus. Wir hatten bis zu 16 Kinder in der Wohnung und die dazugehörigen Eltern. Wir haben Punsch getrunken und Kekse gegessen, das war toll.

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