Interview mit GründungsmitgliedGänsehaut: Nachwuchsförderung für eine bessere Welt

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Gänsehaut: Nachwuchsförderung für eine bessere Welt © Gänsehaut
Schlager.de

Mit dem Song „Karl der Käfer“ wurde die Band Gänsehaut 1983 über Nacht berühmt. Es geht in dem Lied um Waldsterben und um den negativen Umgang der Menschen mit der Natur – sehr gewagt und sehr mutig. Dafür waren Gänsehaut bekannt. Und daran hat sich bis heute nichts geändert – auch wenn es seit über 35 Jahren keine neuen Songs gab. Bis jetzt! Sie sind wieder da! Gründungsmitglied Gerald Dellmann sprach mit Schlager.de über ihr Comeback.

Schlager.de: Gänsehaut ist wieder da! Ganz schön mutig… Wie schwer war der Schritt, in der heutigen Zeit nochmal Fuß in der Musikbranche fassen zu wollen?

Gerald: Um Musik zu machen, braucht man gar nicht viel Mut als vielmehr den Spaß an der Musik. Außerdem war Karl der Käfer ja nie ganz weg. Das Musikbusiness hat sich in den letzten Jahren brutal gewandelt, vieles läuft über Social Media und fast alles nur noch digital. Dabei hat mal aber auch gute Möglichkeiten, sich mit Eigenmarketing nach vorne zu bringen. Leider wird deutschsprachige Musik in der Radiolandschaft nicht so gefördert, wie man sich das wünscht, aber da kann man über YouTube und andere Kanäle noch etwas bewegen.

Eure letzte Veröffentlichung war vor über 35 Jahren. Was habt Ihr denn in der Zwischenzeit gemacht?

Wir waren eigentlich nie raus aus dem Musikgeschehen. Ich habe nach Karl der Käfer einen Verlag gegründet, bei dem wir Magazine für Musiker wie Gitarre & Bass, Keyboards etc. herausgebracht haben. Dort traf ich dann auch auf das neue Gänsehaut-Mitglied Nikolai Kaeßmann. 2002 haben wir eine Initiative namens SchoolJam gegründet, die sich um die Förderung von Pop-Musik an Schulen kümmert. Dabei haben wir Jahr für Jahr über 100 junge Bands live auf die Bühne geschickt. Bei dem Projekt ging es weniger um ein Casting, als vielmehr darum, den Spaß am Musikfachen zu fördern.

Für den neuen Song habt Ihr Euch eine Nachwuchskünstlerin mit ins Boot geholt. Wie seid Ihr auf Sila gekommen?

Sila war Mitglied einer Schülerband, die damals bis in ein SchoolJam-Finale gekommen ist. Wir haben gespürt, dass da so viele tolle junge Talente schlummern, die perfekt in das neue Gänsehaut-Konzept passen. Und es macht einen Riesenspaß mit den jungen Leuten zu arbeiten.

Euer Song ist etwas fürs Herz – Ihr träumt von einer anderen Welt – wie sieht die aus?

Der Titel „Und dann träum ich …“ passt perfekt in die heutige Zeit, die ja leider durch vielerlei Probleme gekennzeichnet ist. Da braucht man gar nicht lange nachzudenken: Krieg, Klimawandel, Armut, Hunger in der Welt, Pandemie, Gewalt. Vor allem geht es um eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder, deswegen haben wir auch den Kinderchor mit in den Song eingebaut. All diese Krisen müssen wir zum Wohle unserer Kinder überwinden. Wir müssen es nur wollen. Und viele tolle Sachen beginnen mit einem Traum…

Hier das Musikvideo von Gänsehaut feat. Sila „Und dann träum ich …“:

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