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Christin Stark: Das neue Album ist ein wilder Ritt auf einer Harley!

Christin Stark: Das neue Album ist ein wilder Ritt auf einer Harley! © Ariola

Christin Stark veröffentlicht am 5. Juni 2020 ihr brandneues Album “STARK” – der Titel ist ganz simpel und doch so vielsagend. Denn Stark, das ist Christin Stark wirklich. Mit diesem Album liefert sie ihr mit Abstand bestes Album, welches ganz viel von ihr selbst enthält, bärenstarke Texte liefert und eine große Prise Rock’n Roll! Denn nahezu das gesamte Album enthält Rock-Schlager und Gitarrenriffs vom Feinsten und lässt Erinnerungen an Deep Purple und Led Zeppelin aufkommen.

Genau wie der bereits im Vorfeld veröffentlichte und natürlich hier ebenfalls enthaltene Song “Komm nie wieder” (mit dem ikonischen “Hey Baby” und der absoluten Ohrwurm-Gefahr) schlägt “Keine Panik” in eine ähnliche Kerbe. Der Titel gleicht einer Achterbahnfahrt. Hier geht es erneut um Eifersucht und Misstrauen – dieses Mal aus ihrer Sicht. “Da ist dieser Blick von ihr der ist gefährlich” ist sie sicher. Doch “du sagst du willst nichts von ihr”. Ihre Gefühle sind misstrauisch, wie die Zeile “da ist ein Stechen in der Brust wie heiße Splitter in der Seele” besingt. Der Titel beginnt mit ruhig Pianoklängen, ehe er an Tempo zulegt und dann der Refrain mit voller Wucht einschlägt – unterlegt von harten Gitarrenriffs. Auch hier gibt es einen gewissen Ohrwurm-Faktor, dazu die ikonischen Backings “na na na na na na”. Das hat was! In “Spinnst du” geht es um die Verlockung, eine Affäre mit einem Anderen einzugehen. In diesem schnellen Titel, welcher perfekt platzierte kräftige Gitarrenriffs bietet, geht es um das “Geheimnis einer Nacht”. Sie fragt sich “skurill, was hab ich mir dabei gedacht” und weiter “Mädchen bist du ganz dicht mach so’n Scheiss nicht”. Ganz offensichtlich steht sie kurz vor dem Fremdgehen, “zum Glück ist außer Flirten ist nichts geschehen”. Die Backings im letzten Drittel “tu es nicht” sollen sich bewahrheiten, sie bleibt treu.

Rockiger Stil

Christina Stark Albumcover

© Ariola

Ein Musterbeispiel für diesen sehr rockigen Stil des Albums liefert “Totaler Alarm”.Ein Motorrad saust durch die Ohren der Hörer, der Gesang setzt ein. Dieser On the Road-Song hat einen eingängigen Sound mit exzellentem Takt, welcher nach einer Minute an Tempo zulegt und waschechte Rock’n-Roll Elemente enthält. Sie ist auf dem Weg zu ihrer großen Liebe, trotz allem Abraten, wie die Zeile “Alle Freunde haben mich vor dir gewarnt” besingt. Er sei “…ne Gefahr als Liebe getarnt”. Auch der Text ist hier erneut großartig!

Kommen wir zu zwei komplett anderen Titeln, die im Grunde schon oft besungene Themen auf ganz besondere Weise besingen. Zum Einen ist dies der eher ruhigere Titel “Love”. Dieser Song ist von Pianoklängen geprägt und beschreibt die Liebe haargenau und außergewöhnlich, wie die Zeilen “Sie kann schnell kommen und gehen wie der Wind” oder auch “spricht alle Sprachen der Welt und tut was ihr gefällt” unterstreichen. Der melancholische Text sendet die Message: “Es wird immer Love sein was die Welt zusammenhält”. “Die besten Träume” besingt mutmachend und zugleich nachdenklich stimmen, dass man seine Träume leben sollte. Oft sind es Fotos oder Videos, die Erinnerungen wieder aufleben lassen, die passende Zeile dazu “Ich reise durch die Zeit mit jedem Bild”. Und auch wenn nicht alles immer rosig war ist sie sicher “Ich würde es immer wieder tun die besten Träume sterben jung”. Wie recht Christin Stark damit hat!

Liebes-Duett mit Matthias Reim

Fast wie einen Dreiteiler kann man die nachfolgenden drei Songs sehen. Der mit exzellentem Takt unterlegte Titel “Unser Deal” bietet einen innovativen Text und handelt von der Liebe auf dem ersten Blick. “Es sollte nie was Ernstes werden” und weiter “wir wollten uns doch nicht verlieben” war die Abmachung, “das war so nicht geplant das sich sowas anbahnt”. Hier ist der Sound gänzlich anders als der Rest des Albums und zeigt die Vielseitigkeit. Mit einem starken Gitarrensolo beginnt das Duett mit Matthias Reim “Sich verlieben”. Der sehr persönliche Song ist ein Kracher, man spürt förmlich, dass dieses Paar perfekt harmoniert. Sie dachte “ich dachte ich wär immun, ich dachte ich wäre stark”, er hingegen glaubte: “Hey das wird viel zu heiß ich weiß ich sollte gehen”, doch gegen das Verlieben ist man nun einmal machtlos. “Das ist ein magischer Moment wie man ihn nur aus Filmen kennt”. Der Refrain erhöht hier bei das Tempo und spielt die Gitarrenriffs lange aus, diese werten den Song noch weiter auf. Der sehr rockige Titel “Das kann ich ab” ist ebenfalls sehr authentisch und räumt gegen alle Vorurteile und Unwissenden auf, ist eine Liebeserklärung an ihren Mann Matthias Reim. “Ich hör die Leute reden das könnt ihr Vater sein” und weiter “sie ist scharf auf seine Kohle und er nicht gern allein” wurde vorgeworfen, doch das ist ihr egal, denn “Gerede gabs schon immer”. Der Song baut das Tempo gekonnt auf, ehe der Refrain so richtig  knallt. Im letzten Drittel entfaltet der Sound seine ganze Vielfalt.

Christin Stark bricht Tabus

Ganz harter Tobak ist “Willst du darüber reden”. Dieser Titel thematisiert Gewalt gegen Frauen aus der Sicht von der besten Freundin einer Frau, die zum Opfer wurde. Die Mischung aus Christins gefühlvollen Stimme, des Sounds und des bärenstarken Textes lassen diesen Titel umso mehr unter die Haut gehen. “Ich merke gleich etwas stimmt nicht mit dir und dann seh ich sie blaue Flecken am Arm” deuten das Geschehene an. “Wie ein stummer Schrei was hat er dir angetan” fragt sie sich. “Was hat das Schwein gemacht” und weiter “das er so etwas tut hätt ich niemals gedacht” besingen die Tatsache, dass man diese Taten demjenigen gar nicht getraut hätte – wen wundert es auch, wenn sowas oft in der Gesellschaft verschwiegen wird oder das Opfer aus Angst niemanden etwas erzählt. Dabei gibt es immer einen Weg – so zum Beispiel die beste Freundin, die da ist. “Ich lass dich nie allein” verspricht sie. Auch “Lara Jane” greift ein schwieriges Thema auf. Hier geht es um Drogenabhängigkeit. “Auf einem kleinen Spiegel liegt der letzte Schnee für die Kohle vom letzten Kunden” und weiter “Hundert Euro die Stunde im Hotel” machen schon früh im Song deutlich, um was es hier geht. Der Refrain erhöht das Tempo und besingt mit voller Inbrunst, dass Lara Jane hier ihre Seele verkauft und ihre Zukunft verbaut. Die eingefügten Sound-Elemente wie das Herzklopfen und die klirrenden Scherben machen den kraftvollen Song noch eindringlicher. Dazu kommt das instrumentale Solo mit den sehr dominanten Gitarrenriffs. “Es war nur Neugier auf das weiße Gold nichts dabei es mal zu probieren” und weiter “aus nur einmal wurde schnell ein Teufelskreis”, dem sie nun nich mehr entkommen kann. “Das macht ihr nichts mehr aus für Geld tut sie was gefällt”.

Den Abschluss bildet “Ich nicht” vom letzten Album “Rosenfeuer” als Remake. Der neue Mix ist wesentlich rockiger. Eine komplette Frischzellenkur die der Ohrwurm-Titel hier erhalten hat. Auch bei diesem Song dominieren die Gitarrenriffs. Im Booklet befinden sich übrigens noch ganz persönliche Worte von Christin Stark mit Dank an alle Beteiltigen!

Kevin Drewes04.06.2020Kevin Drewes

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