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ABBA

ABBA © Universal Music

ABBA –- Die Erfolgsband aus Schweden

ABBA war eine Popgruppe aus Schweden und gehörte in den 1970er-Jahren weltweit zu den erfolgreichsten Acts der Musikgeschichte. Die Band bestand aus vier Mitgliedern, deren Vornamen die Buchstaben für den Bandnamen lieferten: Agnetha Fältskog, geboren 1950, Björn Ulvaeus, geboren 1945, Benny Andersson, geboren 1946 und Anni-Frid Lyngstad, geboren 1945. Anni-Frid Lyngstad ist das einzige ABBA-Mitglied, dessen Geburtsort sich nicht in Schweden, sondern in Norwegen befindet. Schon zur Bandgründung waren Agnetha Fältskog und Bjön Ulvaeus sowie Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad jeweils ein Paar.

Who is who

Agnetha Fältskog war ein sehr musikalisches Kind. Sie spielte Klavier und komponierte bereits in jungen Jahren eigene Lieder. Ihr Vater förderte das Talent seiner Tochter, die mit 15 Jahren die Schule verließ und in einem Autowerk als Telefonistin jobbte. Mit 16 wurde sie zum ersten Mal festes Mitglied einer Band und absolvierte mit Bernt Enghardt´s Orkestra diverse Live-Auftritte.

Björn Ulvaeus wuchs in Västervik auf und stieg 1964 als Gitarrist bei den West Bay Singers ein. Zwei Jahre später lernte er Benny Andersson kennen, der damals Mitglied bei den Hep Stars war. Ulvaeus studierte einige Semester Jura. Er brach sein Studium jedoch ab, als ein Mitglied der Hep Stars während einer Tournee ausfiel und entschied sich endgültig für die Musik.

Benny Andersson entwickelte bereits in seiner frühen Kindheit ein gewisses Interesse an musikalischen Klängen. Sein Geschenk zum sechsten Geburtstag war ein Akkordeon, und bei den ersten Auftritten standen ihm sein Vater und Großvater zur Seite. Mit zehn Jahren folgten die ersten Versuche auf dem Klavier. Das Spielen hat er sich im Laufe der Zeit selbst beigebracht. In seiner Schulzeit komponierte Benny Andersson seine ersten Lieder. Seine erste Band hieß Elverkets Spelmanslag. Ein weiteres Mitglied dieser Gruppe war seine Jugendliebe Christina Grönwall, und mit dieser Truppe hatte er die ersten öffentlichen Auftritte in einem Jugendclub. 1964 lernte Andersson bei einem Talentwettbewerb den Sänger der Hep Stars kennen, der auf der Suche nach einem Keyboarder war und ihn kurze Zeit später als neues Bandmitglied aufnahm.

Die Waise Anni-Frid Lyngstad zog als Kleinkind mit ihrer Großmutter von Norwegen nach Schweden. Als Zwölfjährige sang sie erstmals in einer Band. Mit 14 verließ sie die Schule und machte eine Lehre zur Schneiderin, die sie allerdings nicht beendete. Ihr erster Mann Ragnar Fredriksson, den sie im Alter von 17 Jahren heiratete, war Hobbymusiker und half ihrer Karriere auf die Sprünge. 1967 hatte Frida – so ihr Rufname – ihren ersten Auftritt im schwedischen Fernsehen.

ABBA -– Chartstürmer aus dem Norden erobern die Welt

Die Chemie stimmte zwischen Björn Ulvaeus und Benny Andersson auf Anhieb, als sie sich in der Band Hep Stars kennenlernten. Sie beschlossen, zusammen Musik zu machen und schrieben die ersten gemeinsamen Songs. Bei den Aufnahmen erhielten sie Unterstützung von ihren damaligen Lebensgefährtinnen Agnetha und Frida, die für die Backing Vocals zuständig waren. Da alle Bandmitglieder noch mit eigenen Projekten beschäftigt waren, sahen sie sich nicht als feste Gruppe und veröffentlichten Alben nicht unter einem gemeinsamen Bandnamen, sondern nur unter der Auflistung ihrer Vornamen – Genau das führte später zum Bandnamen ABBA. Anfangs verfassten Ulvaeus und Andersson ihre Texte auf Schwedisch. Damit hatten sie keinen Erfolg und sattelten 1972 auf Englisch um. 1973 wurde das erste Album „Ring Ring“ aufgenommen. Der 3. Platz bei der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest war eine Enttäuschung, weil sich die Musiker Hoffnungen auf den Sieg gemacht hatten. Ein Jahr später versuchten sie es erneut und konnten sich mit „Waterloo“ gegen die Konkurrenz durchsetzen. Der Erfolg beim Song Contest in Brighton war der Beginn einer großen musikalischen Karriere.

Nach diversen Rückschlägen meldeten sich ABBA 1976 an der Spitze der Hitparaden zurück. Einer ihrer größten Hits war „Dancing Queen“. Diesen Titel spielte die Gruppe am Abend vor der Hochzeit des schwedischen Königs Carl Gustaf mit Silvia Sommerlath explizit für das Brautpaar. Zwischen 1973 und 1981 veröffentlichte die Band insgesamt acht Studioalben und eroberte mit ihrer Musik die Herzen von unzähligen Menschen auf der ganzen Welt. In 23 Ländern erreichten sie insgesamt 124 Mal Platz 1 der Single-Charts und in 21 Ländern 78 Mal den ersten Platz der Album-Charts. In Deutschland hielten sich die Hits „SOS“ und „Fernando“ sieben Wochen lang auf Platz 1 der Charts, die Songs „Money, Money, Money“ und „Super Trouper“ schafften das immerhin fünf Wochen lang. Der weltweite Superhit „Waterloo“ blieb dagegen „nur“ vier Wochen auf dem ersten Platz, dafür aber 16 Wochen in den Top 10, was der Gruppe mit „Fernando“ sogar für beachtliche 22 Wochen gelang.

Privates – Zwischen den Mitgliedern und die Jahre nach der Trennung

In den späten 1960er-Jahren war Agnetha Fältskog mit dem deutschen Musikproduzenten Dieter Zimmermann verlobt. 1969 lernte sie Björn Ulvaeus kennen, dem sie zwei Jahre später das Ja-Wort gab. Aus dieser Ehe stammen die 1973 geborene Tochter Linda Elin und der vier Jahre jüngere Sohn Peter Christian. Weihnachten 1978 trennte sich das Paar, im Sommer 1980 wurden Fältskog und Ulvaeus geschieden. Die zweite Ehe der Sängerin mit dem schwedischen Arzt Tomas Sonnenfeld hielt nur drei Jahre und wurde 1993 aufgelöst. In den späteren 1990er-Jahren führte sie eine zweijährige Beziehung mit dem Niederländer Gert van der Graaf.

Björn Ulvaeus heiratete nur wenige Monate nach der Scheidung von Fältskog seine zweite Frau Lena Källersjö. Die Beiden haben zwei Töchter namens Emma und Anna.

Benny Andersson war mit seiner Jugendfreundin Christina Grönvall verlobt. Sie ist die Mutter seiner beiden Kinder Peter und Hélene. 1966 trennten sich die Wege des Paares. Kurz darauf lernte er Anni-Frid Lyngstad kennen, die er nach 9 Jahren Verlobung schließlich 1978 zur Frau nahm. Die Ehe war jedoch nur von kurzer Dauer und wurde bereits 1981 geschieden. Noch im selben Jahr heiratete er die Moderatorin Mona Nörklit, die 1982 den gemeinsamen Sohn Ludvig zur Welt brachte.

Die Trennungen der beiden Paare erschwerten die gemeinsame Arbeit und führten im Endeffekt zum Ende von ABBA – offiziell aufgelöst wurde die Band jedoch nie.

Ehrungen und Auszeichnungen

1974, 1978 – 1980, 1982: Silberner Otto (2.Platz) der BRAVO

1975 – 1977, 1981: Bronzener Otto (3.Platz) der BRAVO

2002: Aufnahme in die Vocal Hall of Fame in Sharon, Pennsylvania

2009: Rockbjörnen (Rock-Bär) der Zeitung Aftonbladet für das Lebenswerk der Gruppe

2010: Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame

ABBA forever

Das Lebenswerk ABBAs wurde auf verschiedene Weise für die Nachwelt konserviert, auf Papier, auf der Bühne bzw. im Film und in Wachs.

Im Jahr 1983 wurde eine Briefmarke mit einem ABBA-Auftritt als Motiv herausgegeben, 2000 eine weitere, auf der ABBA im Vergleich zu einer New Wave-Künstlerin dargestellt ist.

1999 wurde das Muical „Mamma Mia!“ uraufgeführt, in welchem viele erfolgreiche Songs von ABBA zu hören sind. 2008 folgte die sehr erfolgreiche Verfilmung des Musicals mit Meryl Streep und Pierce Brosnan in den Hauptrollen.

Seit 2012 existieren Madame-Tussauds -Wachsfiguren von ABBA in ihren typischen Bühnenoutfits von 1975, welche an verschiedenen Orten ausgestellt werden.


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