Andreas Fulterer

Andreas Fulterer © Helmuth Rier

Andreas Fulterer – der viel zu früh verstorbene Sänger aus Südtirol

Das Leben von Andreas Fulterer

Mit seiner Musik bereicherte er seit den 90er-Jahren die Schlagerwelt. Der Südtiroler war ein Vertreter des deutsch-italienischen Popschlagers und für seine mitreißenden und romantischen Songs bekannt. Viel zu früh musste der beliebte Sänger von uns gehen und hinterlässt nicht nur bei seinen Fans, sondern auch in der gesamten Schlagerwelt eine große Lücke. Das ist das Leben des sympathischen Sängers Andreas Fulterer.

Andreas Fulterer wurde am 27. Februar 1961 in Seis am Schlern, in Südtirol, Italien geboren. Mit seiner Heimat war er stets verbunden, weswegen er seinen Geburtsort nie verlassen hatte. Bereits als Teenager interessierte er sich für die Musik und lernte das Schlagzeugspielen und gründete kurze Zeit später seine erste Band. Es folgten die ersten kleineren Auftritte, jedoch verließ er die Band nach nur wenigen Jahren wieder. Er versuchte es danach als Musiker in Österreich, kehrte jedoch wieder nach Südtirol zurück.

Die Anfänge und Durchbruch von Andreas Fulterer

1993 bekam Andreas Fulterer dann endlich die Chance, auf die er lange gewartet hatte. Er wurde Gitarrist und Sänger bei den Kastelruther Spatzen und gehörte der Band bis 1998 an. Als Mitglied der Kastelruther Spatzen wurde der Sänger einer großen Masse bekannt und entschied sich irgendwann eine Solo-Karriere zu starten. Bereits zu Zeiten der Kastelruther Spatzen veröffentlichte er seine erste Solo-CD „Amore, Felicita“, die ausschließlich italienische Songs beinhaltete und somit ein ganz andere Richtung einschlug, als mit den Spatzen. Besonders bekannt war Andreas Fulterer für seine fulminanten Live-Konzerte, die er regelmäßig vor einem großen Publikum spielte. Er stand stets mit seiner Band auf der Bühne, die aus sechs weiteren Musikern bestand. Neben einer Vielzahl an Singles und Alben brachte Andreas Fulterer auch einige DVDs heraus, wie z.B. 2009 die DVD „LIVE – Andreas Fulterer & Band“ oder „Mein Weg“ aus dem Jahr 2012. Ein Markenzeichen von Andreas Fulterer waren seine Songs. Er legte sich selten fest und veröffentlichte bis zum Schluss Lieder auf deutscher, aber auch auf italienischer Sprache.

Der musikalische Werdegang von Andreas Fulterer

Andreas Fulterer ist ein italienischer Schlagersänger, der am 27. Februar 1961 in Südtirol geboren wurde. Bevor er seine Solokarriere startete, war er Gitarrist bei den Kastelruther Spatzen. Andreas Fulterer ist ein Familienmensch, der seit über 20 Jahren verheiratet ist. Aus der Ehe sind die Kinder Birgit und Phillip hervorgegangen, die inzwischen erwachsen sind. Seinem Sohn Phillip widmete der Sänger das Lied „Geh die Straße“.

Von den Kastelruther Spatzen zum gefühlsbetonten Schlager

Der Südtiroler Andreas Fulterer ist seit über 20 Jahren im Musikgeschäft tätig und in seiner Heimat längst ein Star. Der Sänger sang am Anfang seiner Karriere am liebsten in seiner italienischen Heimatsprache, denn in die deutsche Sprache musste er sich erst „einfühlen“. Wenn er auf Italienisch singt, „kommen die Gefühle glaubhaft rüber“, sagte der Künstler. Mit der Musik ist Andreas Fulterer seit seiner Jugendzeit verbunden. Mit 15 Jahren kaufte er sich ein Schlagzeug und verbrachte nahezu seine komplette Freizeit damit, das Instrument zu erlernen. Geholfen hat ihm dabei Norbert Rier, der Chef der Kastelruther Spatzen. Fulterer war Mitgründer der Band Seiser Buam. Mit dieser Formation, der er bis 1985 angehörte, absolvierte er 1978 auch seinen ersten öffentlichen Auftritt. Nach einem Umweg über Österreich, wo er in einer Musikgruppe als Sänger mitwirkte, trieb ihn das Heimweh in seine Südtiroler Heimat zurück. Er schloss sich dem Alpensextett an und veröffentlichte mit der Band drei CDs.

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Im Jahr 1993 ersetzte Fulterer bei den Kastelruther Spatzen Oswald Sattler. Als Gitarrist und zweiter Sänger gehörte er den Spatzen fünf Jahre lang an und begeisterte das Publikum mit seinen italienischen Gesangseinlagen. Bereits während der Zeit bei den Kastelruther Spatzen leitete Andreas Fulterer seine Solokarriere ein. Im Jahr 1995 gab er mit der CD „Amore, Felicità“ seinen Einstand als Solist. Auf dem Album sang Fulterer ausschließlich italienische Lieder. Unter dem Künstlernamen Andreas folgten noch weitere CDs. Mit dem Lied „Inno d‘ amore“ belegte er in der ZDF-Hitparade den ersten Platz. Im Herbst 1998 stieg er bei den Kastelruther Spatzen aus und tourte mit seinen italienischen Liedern allein durch die Lande. Dabei handelte es sich teilweise um neue Kompositionen und zum Teil um bekannte deutsche Schlager, die Andreas Fulterer ins Italienische übertragen hatte. Fulterer hat aber auch Songs im Repertoire, in denen er die Verbundenheit zu seiner Südtiroler Heimat ausdrückt. „Mein Südtirol, ich vermisse dich“ zählt zum Beispiel dazu. Aber auch die Anregung eines österreichischen Feuerwehrmanns hat er aufgegriffen und mit „Wir sind Kameraden“ allen Feuerwehrleuten ein Lied gewidmet.

Erst italienisch, dann deutsch

Auf dem Album „Tausend Signale“, das 2001 erschien, sind, wie bei den späteren Veröffentlichungen auch, überwiegend deutsche Texte zu hören. Im Jahr 2011 veröffentlichte er das Album „Best of Andreas Fulterer“. Auf der CD sind neue und alte Songs ebenso vereint wie Lieder in deutscher und in italienischer Sprache.

Abschied von Andreas Fulterer

Andreas Fulterer erkrankte an Darmkrebs und zog sich nach der Diagnose aus dem Musikbusiness zurück, um sich auf seine Gesundheit zu konzentrieren. Am 26.10.2016 erlag Andreas Fulterer einem Kampf gegen den Krebs und verstarb im Alter von 55 Jahren. Nur wenige Stunden nach seinem Tod wurde ein Abschiedsbrief an seine Fans und Freunde auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. "Leider ist für mich die Zeit gekommen, um mich bei euch, meine lieben Freunde, für immer zu verabschieden", so Fulterer. "Ich danke euch allen, dass ihr mich ein Stück meines Weges begleitet habt. Meine Seele wird in meinen Liedern und in euren Herzen weiterleben." Obwohl Andreas Fulterer bereits Ende der 90er-Jahre bei den Kastelruther Spatzen ausgestiegen war bestand stets guter Kontakt zu seinen ehemaligen Bandkollegen. Und genau sie waren es gewesen, die bei der Beerdigung des Sängers als Sargträger fungierten. Eine schöne Geste die in Erinnerung bleibt, genauso wie Andreas Fulterer selbst.




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