Florian Silbereisen & Carmen Nebel: Warum in ihren Shows Playback gesungen wird

Florian Silbereisen & Carmen Nebel: Warum in ihren Shows Playback gesungen wird © Schlager.de
Thorge Schramm
31.10.2020

Es ist eine nicht aufhörende Diskussion auf den sozialen Netzwerken, unter Fans und auf diversen „Schlagerportalen“: Immer wieder, wenn Carmen Nebel und Florian Silbereisen ihre großen Samstagabend-Shows präsentieren, sind zahlreiche Zuschauer und Möchtegern-„Profis“ empört darüber, dass in den Sendungen auf Vollplayback zurückgegriffen wird. Der Star bewegt also nur seine Lippen, während Musik und Stimme vom Band kommen. Aber warum ist das so? Schlager.de klärt auf!

Im Gespräch mit einem der großen TV-Produzenten des Landes erfuhren wir, weshalb im Fernsehen meist auf Livegesang verzichtet wird. Hauptgrund für den Einsatz von Vollplayback sei meist die hohe Gästeanzahl in einer Musiksendung. Eine erforderliche Livetechnik, die auf jeden Musiker einzeln abgestimmt sein müsste, ließe sich schwer bis gar nicht realisieren.

Wenn es um Halbplayback geht, also dass nur die Stimme live ist, sähe die Sache schon anders aus. Technisch wäre das Ganze zwar möglich, jedoch würde eine Produktion bei der Probenplanung so an ihre Grenzen stoßen. Um hier jedem Künstler gerecht zu werden, benötigt man vor allem Zeit. Die ist aber meistens bei derartigen Shows im Vorfeld nicht vorhanden.

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Das Playback bietet dem Künstler und der Sendung aber eine großartige Möglichkeit: Eine aufwendige, visuelle Inszenierung. Diese ist heutzutage fast immer nötig, um den Erwartungen und den Sehgewohnheiten der Zuschauer auch gerecht zu werden. Hier sei ein perfektes Zusammenspiel aus der Performance des Künstlers, der Musiker, evtl. der TänzerInnen, des Hintergrund-Contents, des Showlichts, Requisiten und nicht zuletzt der Pyrotechnik gefragt.

Doch nicht nur die Showmacher haben Interesse an einer optimalen Inszenierung. Auch die Plattenfirmen, die ihre Künstler in den Sendungen platzieren, wollen dem Zuschauer ein perfektes Produkt präsentieren. Und letztendlich wäre auch der Zuschauer irritiert, wenn seine Andrea Berg dann doch anders klingt als auf dem neuen Album.

Kurzum: Playback ist keinesfalls ein Ersatz zum Livegesang. Aber das soll es auch gar nicht. In den großen Samstagabend-Shows, die mit zahlreichen Künstlern bestückt sind, ist das Playback einfach nur ein Mittel zum Zweck. Auf den zahlreichen Bühnen der Republik ist jedoch (in der Regel) dann doch wieder die echte Stimme der Künstler gefragt. Und das ist auch gut so.

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