Sie reden TachelesAmigos über Cybermobbing: „Manche werden bis zum Selbstmord getrieben“

Amigos über Cybermobbing: „Manche werden bis zum Selbstmord getrieben“ © BMC-Image / Dominik Beckmann
Jenny Rommel
Redakteurin

Wo fängt Mobbing an und wo hört es auf? Darüber wird seit Jahren wild diskutiert. Denn durch das Internet ist der Psychoterror für viele Menschen noch schlimmer geworden, sodass die psychischen Belastungen oft nicht mehr zu ertragen sind. Auch Bernd und Karl-Heinz Ulrich von den Amigos kennen so ein Cybermobbing – und fordern vom Staat, endlich zu handeln!

Die Amigos fordern härtere Strafen bei Cybermobbing

Zum 14. Mal haben es Bernd (71) und Karl-Heinz Ulrich (73) von der Schlagerband „Die Amigos“ nun auf Platz eins der Album-Charts geschafft. Das gefällt nicht jedem – und das dürfen sie sich auch regelmäßig in den sozialen Netzwerken anhören. Denn dort werden sie immer wieder angefeindet, „unter Pseudonym“, wie Bernd im Podcast „Aber bitte mit Schlager“ verriet. Woran das Duo das erkennt? Ganz einfach: „Das siehst du, wie sie schreiben, in einem Satz 30 Rechtschreibfehler.“ Die beiden Brüder sind sicher: „Die stehen morgens auf, sind mit sich nicht im Klaren.“ Doch eigentlich wollen sie sich nicht darüber ärgern – schließlich bringt es nichts. „Was sollen wir uns da drüber aufregen. Wir antworten da nicht, lass sie schreiben, machen was sie wollen. Es ist halt schade, dass das in Deutschland geht. Dass jeder seinen Dreck abladen kann unter einem Pseudonym.“

Bernd und Karl-Heinz Ulrich: „Manche werden bis zum Selbstmord getrieben“

Die Amigos, die sich erst kürzlich öffentlich über die Parodien von Oliver Kalkofe beschwerten und befanden, dass er „Leute durch den Dreck zieht“, möchten den Anfeindungen nicht so viel Raum geben: „Wir werden damit fertig. Manche Schulkinder werden nicht damit fertig. Die werden bis zum Selbstmord getrieben. Wenn gefakte Bilder oder irgendwas ins Netz gestellt werden, was nicht mehr gelöscht werden kann. Da gibt’s viele Berichte von Schülern und Schülerinnen, die da einen Knacks wegkriegen“, so die Musiker. Sie fordern: „Man sollte sich Gedanken machen, dass diese ganze Cybergeschichte ein Ende hat. Genauso wie dieses verdammte Darknet. Für was ist das da? Da müsste doch ein Staat in der Lage sein, dieses scheiß Darknet abzuschalten? Ist unsere Meinung.“

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Warum handelt der Gesetzgeber nicht?

Eine Meinung, mit der sie nicht allein dastehen. Vor allem, dass die Täter meist einfach so davonkommen, können die Musiker nicht verstehen. Bernd Ulrich bringt auf den Punkt, was viele, vor allem Opfer dieses Cybermobbings, denken: „Da müsste der Gesetzgeber reagieren. Da müsste er ganz andere Strafen einsetzen. Wenn sie einmal paar Monate im Knast gesessen haben, da werden sie es sich überlegen, ob sie es nochmal machen.“ Sie sind nicht die einzigen Künstler, die sich zu diesem ernsten Thema äußerten. Auch Kerstin Ott (40) sprach kürzlich darüber, wie schlimm es für sie war, als sie bei ihrer „Let’s Dance“-Teilnahme von allen Seiten angefeindet wurde.DSDS“-Teilnehmer Daniel Küblböck (†) konnte die seelischen Qualen offenbar nicht mehr ertragen – und sprang 2018 von einem Kreuzfahrtschiff. Eines ist klar: Mobbing zerstört Leben. Doch ob und wann der Gesetzgeber endlich handelt, das steht in den Sternen …

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