Schockdiagnose Multiple SkleroseEx-Randfichten-Sänger „Rups“ unheilbar erkrankt – das ehrliche Interview

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Ex-Randfichten-Sänger „Rups“ unheilbar erkrankt – das ehrliche Interview © BMC-Images/Dominik Beckmann
Jörg Schulz
Redakteur

Schocknachricht für alle De Randfichten-Fans: Ex-Frontmann Thomas „Rups“ Unger (53, „Lebt denn der alte Holzmichl noch“) hat die unheilbare Nervenkrankheit Multiple Sklerose. Doch er nimmt es gelassen. Unger tapfer zu Schlager.de: „Es gibt viel schlimmere Schicksale auf dieser Welt. Man hat mir gesagt, dass ich auch 100 Jahre alt werden kann.“

Unger wirkt gelassen, in sich ruhend, als er Schlager.de von seinem Schicksal erzählt: „Für mich ist keine Welt zusammengebrochen. Es ist halt so. Es ist eine moderate Form der MS. Alle drei, vier Jahre kann ein Schub kommen. Ich nehme morgens und abends jeweils eine Tablette, die nur wenig Nebenwirkungen hat und die Krankheit etwas zum Stillstand bringt.“ 2020 sei die Krankheit festgestellt worden. Thomas Unger, der 2014 bei den Randfichten aufgehört hatte: „Ich hatte eine Entzündung des Sehnervs. Bei einem Scan meines Kopfes mit einem MRT hat man viele helle Punkte im Gehirn, also Entzündungen, entdeckt.“ Laut der Ärzte sei wohl eine Rückenmarksentzündung 2014 gewesen. Unger weiter: „Im letzten Jahr hat die Kontrolle gezeigt, dass es sogar schon viel besser geworden ist. Die Medikamente haben bewirkt, dass die Entzündungen nicht mehr so stark sind. Sie sehen viel grauer, dunkler aus. Aus neurologischer Sicht sind die Ärzte zufrieden.“

Ex-De Randfichten-Sänger Thomas „Rups“ Unger ist nicht zufrieden

Unger allerdings ist nicht zufrieden mit der Situation, „weil mich meine Auftritte viel mehr anstrengen“, erzählt er weiter. „Der rechte Arm ist durchweg wie eingeschlafen und das Gefühl fehlt.“ Erst kürzlich habe Unger prüfen wollen, ob die Pflaumen am Baum reif sind. Unger: „Das ging nur mit der linken Hand. Rechts fühle ich das nicht. Beim Gitarre spielen fällt mir schonmal das Plektrum aus den Fingern, beim Akkordeon fällt mir rechts das filigrane Melodien spielen schwer.“ Warum Thomas jetzt mit seiner Erkrankung an die Öffentlichkeit geht? „Damit die Leute wissen, warum ich plötzlich auf der Bühne nur noch sitze, statt zu stehen wie früher“, sagt er. Mitzubekommen, wie man plötzlich in Dingen eingeschränkt ist, die eigentlich früher noch ganz normal waren, kann Stress verursachen. Das weiß auch Thomas Unger. „Stress ist Gift bei der Erkrankung. Zum Glück habe ich als Christ meinen Glauben. Ich schaffe meine Probleme einfach zu Gott und der sagt: ‚Mach’ du mal, kümmere dich um dich..‘ Es gibt viel schlimmere Schicksale auf dieser Welt. Man hat mir gesagt, dass ich auch 100 Jahre alt werden kann.“ Wer mal auf Thomas Ungers Homepage schaut, wird sich angesichts seiner Erkrankung über die vielen bevorstehenden Konzerte wundern. Unger: „Die Bühne ist auch sowas wie eine zusätzliche Therapie für mich.“ Ein Laster, das seiner Erkrankung nicht zuträglich ist, hat Unger aber noch. „Ich rauche ein bisschen“, gibt Unger schmunzelnd zu. „Aber immerhin trinke ich seit 28 Jahren keinen Alkohol mehr.“ Mitleid brauche er nicht. Unger: „Ich bin ein robuster Kerl. Es hat mich aber nie heruntergezogen. Ich habe die Krankheit angenommen.“ Und Grund zur Freude habe er auch. Unger: „Ich habe jetzt einen Plattenvertrag unterschrieben. Ich werde ein Album aufnehmen, eine christliche Platte. Der Titel: ‚Gott, ich hoff‘, der Tag wird gut’“. Wir drücken „dem robusten Kerl“ die Daumen.

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