Bei der Seebestattung ihres Ex-MannesMary Roos: Erst vor zwei Jahren fand sie ihren inneren Frieden

Mary Roos: Erst vor zwei Jahren fand sie ihren inneren Frieden © BMC-Images/Dominik Beckmann
Jenny Rommel
Redakteurin

Während ihrer Ehe mit Werner Böhm (†78) musste Mary Roos allerhand aushalten. Denn er betrog sie – sie blieb bei ihm. Aus Liebe, wie sie heute sagt. Im Juni 2020 starb Werner Böhm, alias Gottlieb Wendehals, in Spanien. Bei der Seebestattung ihres Ex-Mannes konnte die Musikerin endlich mit der emotionalen Vergangenheit abschließen.

Mary Roos: „Er hat die Frauen geliebt“

In der Oktoberausgabe der Zeitschrift „BARBARA“ spricht Mary Roos, die gerade ihre Biografie veröffentlichte, ganz offen über ihre Ehe mit Werner Böhm, sagt, dass es mit ihm „immer aufregend“ und „nie berechenbar“ war. „Er war ein Charmeur, ein Chaot, ein Genie auf seine Art, und herrje – er hat die Frauen geliebt.“ So sehr, dass er sie mehrfach betrog. Einmal meldete sich kurz vor ihrem Auftritt beim „Grand Prix d’Eurovision de la Chanson“ 1984 in Luxemburg eine Frau bei der Interpretin, die behauptete, von dem Sänger schwanger zu sein. Ein anderes Mal schlief er mit dem Kindermädchen – während Mary Roos nebenan den gemeinsamen Sohn ins Bett brachte. Die Musikerin erwischte die beiden, verließ ihn jedoch nicht direkt.

Doch wie hält eine Frau so viele Demütigungen aus? „Ich kann es eigentlich nur mit Liebe erklären“, so die 73-Jährige und ergänzt: „Und mit einer Angewohnheit, die ich schon als Kind hatte. Immer, wenn ich jemanden nicht verstehe, dann gehe ich auf seine Seite und frage mich: ‚Warum macht der das jetzt? Warum sagt der so was? Auf diese Art habe ich auch den Böhm verstanden. Der konnte gar nicht anders.“

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„Jetzt ist alles gut“

1989 ließ sich das Paar scheiden. Richtig verzeihen konnte sie ihm jedoch erst nach seinem Tod, wie sie verrät: „Ganz endgültig erst bei seiner Seebestattung vor zwei Jahren. Da standen seine drei Söhne von drei Frauen Arm in Arm an der Reling und schauten der Urne hinterher, die langsam in der Ostsee versank. Da dachte ich dann: Ist doch was Schönes herausgekommen bei all dem. Jetzt ist alles gut.“ Ein Foto der drei Söhne postete die Sängerin nach der Bestattung im Juli 2020 auf Instagram, nennt sie dort liebevoll „Die 3 Musketiere“. Mary Roos, die wieder mit Wolfgang Trepper auf Tour ist, hegt keinen Groll gegen die Vergangenheit. Sie hat damit abgeschlossen, ihren inneren Frieden gefunden und schaut optimistisch in die Zukunft: „Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich alles begrüße, was jenseits der 70 passiert, aber ich merke auch: Ich bin jetzt mit meinem Leben viel zufriedener als früher.“

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