Klage abgewiesenBoris Becker vs. Oliver Pocher Prozess: Klatsche für Tennisstar

Boris Becker vs. Oliver Pocher Prozess: Klatsche für Tennisstar © BMC-Image/Dominik Beckmann
Jörg Schulz
Redakteur

Match verloren! Der gestrauchelte Tennisheld Boris Becker (sitzt in Großbritannien wegen diverser Insolvenzdelikte im Gefängnis) hat die Zivilklage gegen TV-Blödler Oliver Pocher verloren. Vor dem Landgericht Offenburg ging es um „Herabwürdigung und Beleidigung“. Es war wie ein Match ohne Spieler auf dem Platz: Becker konnte nicht und Pocher musste nicht erscheinen.

Die Klage aus dem Knast: Beckers Ziel war es, dass ein Fernsehbeitrag aus der RTL-Sendung „Pocher – gefährlich ehrlich“ nicht mehr gezeigt werden darf. Oliver Pocher hatte in einer Fake-Aktion unter dem Motto „Make Boris rich again“ (Mach Boris wieder reich) einen Spendenaufruf gestartet. Laut Gerichtsunterlagen (Az:2 0 20/21), auf die sich die Zeitung Rheinische Post bezieht, soll Becker das Geld ohne selbst davon zu wissen erhalten haben. Das Geld war in einem Modepreis versteckt, den Becker in dem Beitrag erhalten hatte. Beckers Offenburger Anwalt Samy Hammad in einem Interview mit dpa: „War das zulässige Satire, war das Kunst? Ich sage ganz klar: Bei diesem Verfahren geht es letztlich darum, was sich Prominente in Deutschland gefallen lassen müssen und was nicht.“ Becker sei „herabgewürdigt und beleidigt“ worden.

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Oliver Pocher kann nach seinem Gerichts-Erfolg gegen Boris Becker ganz locker bleiben. © BMC-Image/Dominik Beckmann

Oliver Pocher-Anwältin ist sich sicher: Es war nur Satire

Pochers Hamburger Anwältin Patricia Cronemeyer war da ganz anderer Meinung. „Der satirisch-pointierte Beitrag hat damals die von Herrn Becker auf den Markt gebrachte Modemarke und dessen Insolvenzverfahren aufgegriffen und sich damit in einer pointiert-satirischen Form auseinandergesetzt“, teilte sie in einem Statement mit. Der Beitrag sei auch nicht mehr online abrufbar. Das Landgericht im baden-württembergischen Offenburg entschied nun, dass der frühere Tennisprofi durch Pochers Fernsehbeitrag nicht in seiner Ehre und seinen Persönlichkeitsrechten verletzt worden sei. Das Gericht wies die Klage Beckers nach Angaben einer Sprecherin ab. Die Satire-Show darf weiter gezeigt werden.

Tätlicher Angriff auf Oliver Pocher

Schlager

 

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